2017 Renault Kadjar Fahrbericht | Test

Sie liegen voll im Trend, sind bequem, klein oder groß und für tausende von Gelegenheiten geeignet: Die Rede ist von SUVs. Und genau in diese Kategorie fällt der Renault Kadjar. Der Plattform-Bruder des allseits beliebten Nissan Qashqai gilt als Kompakt-SUV und beerbt den wenig erfolgreichen Renault Koleos. Dieser Name wurde nun an einen größeren Renault-SUV weitergegeben. Konzentrieren wir uns also auf den Kadjar und seine Talente.

Renault Kadjar Fahrbericht

Renault Kadjar Fahrbericht

Renault Kadjar Design Check

Wer Design-Einheitsbrei satt hat, der sollte sich den Renault Kadjar einmal genauer ansehen. Er schafft es, gerade in DeZir-Rot, gekonnt aus der Masse herauszustechen, ohne aber die typischen SUV-Attribute vermissen zu lassen. So baut der Franzose hoch, streckt sich angenehm lang und bietet insgesamt den Look eines soften Geländewagens. Dennoch haben es die Designer geschafft ihm ein eigenständiges Äußeres zu verabreichen.

Von vorn schaut der Franzose sehr grimmig aus seinen gepfeilten Scheinwerfern auf die anderen Verkehrsteilnehmer herunter. Und so ist der Eindruck, der als erster entsteht, wenn man sich die Frontpartie ansieht, der des Selbstbewusstseins. Das unterstreicht nicht zuletzt das groß inszenierte Markenemblem, das darüber hinaus die Motorhaube „einschneidet“. Ansonsten trifft man auf eine tief heruntergezogene Frontschürze, die einen angedeuteten Unterfahrschutz beheimatet. Das macht klar, dass der Kadjar zwar gerne ein Geländewagen wäre, aufgrund der zu geringen Bodenfreiheit aber nicht dafür geschaffen wurde üble Geländeausflüge mitzumachen.

Renault Kadjar Fotos Exterieur

+ 5

Betrachtet man den Renault Kadjar von der Seite, trifft man auf einen ausladenden SUV – zumindest wirkt es so. Mit 4,45 Metern ist der Franzose nicht länger, als seine Artgenossen á la Volkswagen Touran oder Seat Ateca. Dennoch wirkt er angenehm bullig. Dies dürfte ein Verdienst der geschwungenen Linienführung sein, die bereits an der Motorhaube beginnt. Die beiden Kotflügel drücken die Motorhaube an beiden Seiten hoch, sodass man die Größe des SUV beim Fahren zunächst schlecht einschätzen kann. Und diese Schwünge finden sich auch in der Seitenlinie wieder, die nach hinten ansteigt. Hübsch sind auch die 19 Zoll messenden Leichtmetallfelgen, die die großen Radhäuser attraktiv ausfüllen.

Am Heck gibt sich der Renault Kadjar hingegen etwas zurückhaltender: Ein Dachspoiler sorgt für Dynamik, während die ausgestellte Heckklappe den Eindruck der Stattlichkeit unterstreicht. Während die Franzosen auf einen sichtbaren Auspuff oder gar angedeutete Blenden verzichten – und das ist zur Abwechslung ganz angenehm – sparte man nicht bei den Rückleuchten. Hier vertraut man, genau wie an der Front, auf LED-Technik.

Renault Kadjar Motoren Check

Angeboten wird der Renault Kadjar mit zwei Benzin- und zwei Dieselmotoren. Das Einstiegsaggregat verfügt über einen Spatzen-Hubraum von gerade einmal 1,2 Litern und könnte den Eindruck nahelegen, dass man mit diesem Aggregat überaus untermotorisiert ist. Doch weit gefehlt: Turboaufladung sei Dank, kommt der Vierzylinder auf 130 PS und immerhin 205 Nm Drehmoment. So ausgerüstet ist man in 10,1 Sekunden mit der Sechsgang-Handschaltung auf 100 km/h. Das Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe benötigt 0,6 Sekunden länger. Einigkeit herrscht wieder bei der Höchstgeschwindigkeit von 192 km/h. Laut Renault soll der Verbrauch bei diesem Aggregat zwischen 5,5 und 5,7 Litern auf 100 km liegen.

Renault Kadjar Motoren

Renault Kadjar Motoren

Darüber rangiert ein 1,6 Liter Turbo-Vierzylinder mit 165 PS, der etwas souveräner antritt. Seine 240 Nm liegen bei 2.000 Umdrehungen an und erlauben ein etwas schaltfauleres Fahren. Beschleunigt man voll durch, durchbricht man die 100 km/h-Marke in 9,2 Sekunden und ist maximal 205 km/h schnell. Der Verbrauch soll im Durchschnitt bei sechs Litern liegen.
Bei den Dieseln hat man die Wahl zwischen 1,5 und 1,6 Litern Hubraum. Das kleinere Aggregat leistet bescheidene 110 PS, stemmt aber – je nach Getriebe – 250 bzw. 260 Nm auf die Kurbelwelle. So ist man in 11,7 Sekunden (6-Gang Doppelkupplungsgetriebe) bzw. 0,2 Sekunden später mit der Handschaltung auf 100 km/h. Schluss ist jeweils bei etwas über 180 km/h.

Zum Test zur Verfügung stand der 1,6 dci mit 6-Gang-Handschaltung und Allradantrieb. Dieses Aggregat darf als optimale Motorisierung für den Renault Kadjar verstanden werden – Diesel-Debatte außen vor. Zwar kann er mit seinen 4,9 angegeben Litern im Schnitt nicht mit den 3,8 Litern des Einstiegsdiesels mithalten, doch wirkt er angenehm kräftig. Das überrascht, bedenkt man, dass man es hier „nur“ mit einem 1,6 Liter-Selbstzünder zu tun hat. Zwar genehmigte sich der Renault Kadjar im Alltag eher 6,8 Liter, doch hier versalzen ein hoher Stadtanteil sowie viele, schnelle Autobahn-Etappen die Suppe. Ein niedriger Wert im Bereich um sechs Liter auf 100 km sollte zu realisieren sein. Zudem kann man den Allradantrieb getrost weglassen, da der Kadjar im Alltag nur auf die Vorderräder zugreift und mit Traktion keine Probleme hat.

Renault Kadjar Innenraum Check

Renault Kadjar Kofferraum

Renault Kadjar Kofferraum

So geräumig der Renault Kadjar von außen wirkt, so geräumig ist er auch. Zwar gibt es Kandidaten, die einen größeren Kofferraum bieten, doch gibt das Grundvolumen von 472 Litern keinen Grund für Beanstandungen. Maximal sind es 1.478 Liter. Etwa mager fällt indes die Zuladung von 448 kg aus. Dafür steht allerdings viel Platz für die Passagiere bereit. Es ist erstaunlich, wie gemütlich man es sich im Fond machen kann. Selbst bei der Einstellung des Vordersitzes auf große Erwachsene bleibt hinten genug Platz – nicht nur für Kinder. Vorn lässt die Sitzverstellung eine gute Position für jede Statur zu. Schade nur, dass es keine Lordosen-Unterstützung für den Beifahrersitz gibt.

Renault Kadjar Innenraum

Renault Kadjar Innenraum

 

Bedauerlich sind auch kleinere Bedienungsmängel. So ist etwa nur der Fensterheber am Fahrerplatz mit einer Automatik-Schaltung versehen. Möchte man die anderen Fenster öffnen oder schließen, muss man die Tasten gedrückt halten. Zudem fehlt eine Komfort-Schließung bzw. das entsprechende Öffnen per Fernbedienung. Fraglich ist auch, warum der Kadjar abschließt sobald man mit dem Schlüssel aus dem Fahrzeug steigt. Zwar ist das eine praktische Eigenschaft – gerade mit vollen Händen. Doch an einem Beispiel lässt sich die wenig optimale Einstellung gut darstellen: Öffnet man seiner Dame ganz Gentleman-like die Beifahrertür und wandert anschließend um den SUV herum, schließt er währenddessen zu. Das sorgt für fragende Blicke.

Renault Kadjar Platzangebot Fond

Renault Kadjar Platzangebot Fond

Ansonsten war es das mit fraglichen Eigenheiten. Einmal Platz genommen, findet man sich schnell zurecht. Zwar wecken die digitalen Instrumente zunächst fremd, doch ist an ihrer Ablesbarkeit nichts auszusetzen. Und auch die Bedienung des R-Link-Infotainments gelingt gut. Über Wischgesten streicht man im Hauptmenü Smartphone-like durch verschiedene Bildschirme, die man nach eigenen Wünschen gestalten kann. Schade nur, dass Android Auto (Apple CarPlay nicht getestet) nicht bereitstand, obwohl es mittlerweile verfügbar sein soll. Dafür gelang die Konnektivität per Bluetooth bestens. Witzig ist die „euronews“-App, die das aktuelle Tagesgeschehen vorliest.

Renault Kadjar Schlüssel

Renault Kadjar Schlüssel

Renault Kadjar Fahreindruck Check

Der Renault Kadjar ist ein typischer Franzose – und das im besten Sinne. So gefällt die Feder-Dämpfer-Abstimmung mit einem harmonischen Komfort. Auf ein Nachschaukeln verzichtet der SUV aber trotzdem, sodass man sich immer wieder freut, wie geschmeidig der Kadjar Unebenheiten glattbügelt. Selbst die 19-Zoll-Bereifung wird nicht als störend empfunden, gibt sie schließlich etwas Auskunft über die Beschaffenheit des Untergrunds.

Renault Kadjar Fahreindruck

Renault Kadjar Fahreindruck

Dieser fehlt der Lenkung leider – ein weiterer Punkt, der als typisch angesehen werden darf. Die Lenkwiderstände sind schön geglückt und sind weder zu hoch noch zu niedrig, doch fehlen das Gefühl und die Direktheit. Gerade auf winkligen Landstraßen fühlt man sich etwas fehl am Platz und hat den Eindruck, ein wirklich großes Auto zu fahren. Auf der Autobahn hingegen ist der Renault Kadjar zu Hause. Hier glänzt er mit einem sauberen Geradeauslauf und niedrigem Geräuschniveau. Zudem zeigt sich der Diesel schön kräftig und lässt Tempi von 150 bis 180 als selbstverständliche Reisegeschwindigkeiten wirken – das kann sich wirklich sehen lassen.

Renault Kadjar Preis Check

Preislich geht die Reise mit dem Kadjar bei 19.990 Euro los – das ist sehr fair. Zumal hier eine Klimaanlage, ein Soundsystem und allerlei elektrische Helferlein schon inklusive sind. Der reichhaltig ausstaffierte Testwagen, der in der attraktiven Bose-Ausführung ausgestattet war, kam allerdings auf über 37.000 Euro. Das ist kein Schnäppchen. Vergleicht man den Renault Kadjar indes mit deutschen Premium-Fabrikaten, ist man noch einige Tausend Euro von diesen entfernt. Besonders da die Bose Edition mit Voll-LED-Schweinwerfern, dem R-Link 2 Infotainment, Teilleder-Sitzen und dem bassigen Soundsystem vorfährt.

Renault Kadjar Test

Renault Kadjar Test

Renault Kadjar Zielgruppen Check und Fazit

Zum Schluss bleibt ein etwas zwiespältiges Bild vom Renault Kadar, dessen positive Seite aber überwiegt. An manche Bedien-Schrulligkeiten gewöhnt man sich mit der Zeit und die automatische Verriegelung lässt sich deaktivieren. Und so zeigt sich der Renault Kadjar als komfortabler SUV, der gerade im Alltag ein unauffälliger und zuverlässiger Begleiter ist. Ob man nun einen Diesel oder einen Benziner favorisiert, ist jedem selbst überlassen. Unabhängig von der aktuellen Stimmung gegenüber den Selbstzündern dürfen sie beim Kadjar als optimale Antriebsart gelten.

Entsprechend eignet sich der französische SUV für viele Gruppen. Sowohl der Außendienstler – in letzter Zeit findet man Renault Kadjar oft im Einsatz der deutschen Bahn – wie für Best-Ager, die den hohen Einstieg schätzen, oder auch für Familien gestaltet sich dieser Renault als gute Wahl. Platz steht für mindestens vier Passagiere und deren Gepäck bzw. für Kind und Kegel bereit. Und so kann man dem Kajdar nur wünschen, dass er die mauen Absatzzahlen des Vorgängers hinter sich lässt. Verdient hätte er es!

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2017 smart Brabus Fahrbericht | Vorstellung

Heckmotor und Heckantrieb – klare Sache, hier ist von einem Porsche 911 die Rede. Oder vielleicht noch von einem Ur-Käfer, was für manch ein und dasselbe ist. Doch weit gefehlt, hier geht es um den 2017 smart Brabus, der auf genau jenes Rezept baut und nun in der „15th anniversary edition“ auf die Straßen rollt. Was der Westentaschen-Flitzer, und Flitzer ist hier durchaus ernst zu nehmen, kann, zeigt der Fahrbericht.

2017 smart Brabus 15th anniversary edition Fahrbericht

2017 smart Brabus 15th anniversary edition Fahrbericht

2017 smart Brabus Design Check

Ok, ein smart ist nun nicht gerade schwer als solcher zu erkennen. Kurzer Radstand, hoher Aufbau und – gemäß Kindchenschema – große Augen. Dochd er Smart Brabus 15th anniversary edition ist ein wenig anders. Seine, sonst abgesetzte, Tridion-Sicherheitszelle ist genau wie die restliche Karosserie in Silber lackiert. Außerdem trägt sie einen verheißungsvollen Namen: „anniversary silver“ – wie passend.

Ansonsten gibt sich das Jubiläumsmodell an hübschen Anbauteilen zu erkennen. Dazu zählen etwa der Frontspoiler, der ebenfalls im „Jahrestags-Silber“ lackiert ist und ein Kontrastteil in Tiefschwarz glänzend trägt. Gleiches gilt für die Seitenschweller, die insgesamt recht dezent ausfallen und einen kleine Schriftzug tragen.

Am Heck des smart Brabus kann man am besten erkennen, welches „Geschoss“ hier vor einem fährt. So erhält die stärkere der beiden Varianten einen Heckdiffusor in Tiefschwarz glänzend, während die schwächere der beiden Motorversionen eine Sport-Abgasanlage mit Endrohrblenden erhält. Beiden gemein ist der kleine Dachspoiler – ebenfalls in schwarz gehalten.

2017 smart Brabus 15th anniversary edition Test

2017 smart Brabus 15th anniversary edition Test

Ansonsten zeigt das Sondermodell des Smart Brabus feine Details. Dazu zählen beispielsweise Spiegelkappen in Carbon oder Schriftzüge in den Spiegeldreiecken, die auf das Jubiläum hinweisen. Ganz wichtig sind natürlich immer die Leichtmetallräder. Bei der stärkeren Variante wird eine Mischung aus 16-Zoll-Felgen an der Vorderachse und 17-Zoll Pendants an der Hinterachse montiert. Die schwächere Version fährt mit 16-Zoll-Felgen im Monoblock VIII-Design vor. Als letztes Schmankerl hält dieser Smart Brabus ein Verdeck in „brown“ parat, das schön mit dem „anniversary silver“ kontrastiert. Natürlich nur, wenn man sich für das Cabrio entscheidet.

2017 smart Brabus 15th anniversary edition Fotos

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2017 smart Brabus Motoren Check

Was aber bedeutet überhaupt „stärkere“ und „schwächere“ Version? Nun, der Reihe nach. Zunächst muss man sich für die geschlossene oder die offene Variante – also das Cabrio – entscheiden. Hat man diese Wahl getroffen, darf man zwischen zwei Antrieben wählen, die je auf 900 ccm vertrauen. So leisten die Reihen-Dreizylinder entweder 90 oder 109 PS, was 60 bzw. 80 kW entspricht.

Das Drehmoment des Dreizylinder-Aggregats liegt, je nach Wahl, bei 135 oder 170 Nm, was durchaus ordentlich ist. Ansprechend sind die Fahrleistungen aber nur bei der 80 kW-Variante des smart Brabus Sondermodells. Mit ihr beschleunigt man in 9,5 Sekunden auf 100 km/h. Die Endgeschwindigkeit liegt bei 165 km/h, was für einen Stadtflitzer, der über einen recht kurzen Radstand verfügt, wohl mehr als genug sein dürfte.

Die 60 kW-Variante ist etwas gemütlicher unterwegs und benötigt 11,3 bis 11,7 Sekunden für den Standard-Spurt – je nach Karosserie. Ende ist hier bei 135 km/h, was angesichts des Nutzungszwecks immer noch genehm sein dürfte. Beim Verbrauch liegen die beiden Benziner bei 4,1 bis 4,6 Litern auf 100 km.

Neben diesen beiden Verbrennern steht der Smart Brabus aber noch als Coupé „electric drive“ parat. Der Stromer leistet 160 Nm und ist mit seinen Fahrleistungen auf dem Niveau des Einstiegsbenziners angesiedelt. Als Verbrauch des geräuschlosen E-Flitzers werden 12,9 kW-Stunden je 100 km angegeben.

smart Brabus Innenraum Check

Natürlich – und jeder, der Brabus kennt, wird dies unterschreiben – kommt der Innenraum des Smart Brabus edel daher. Die Basis bildet hier die Ausstattungslinie „passion“ oder „BRABUS“ bei der 80 kW-Variante. Als besonderes Highlight bekommt das Jubiläumsmodell ein Lederpaket in Espresso-braun spendiert, das speziell mit dem Softtop des Cabrios gut harmoniert.

Platz nimmt man auf Brabus „Xclusive“ Sportsitzen, die im selben, braunen Leder ausgeführt sind und über eine silberne Kontrastnaht verfügen. Und damit man nicht vergisst, in welchem Modell man gerade sitzt, erinnert der „15th anniversary“ Schriftzug, der in die Kopfstützen eingestickt ist, daran.

2017 smart Brabus 15th anniversary edition Innenraum

2017 smart Brabus 15th anniversary edition Innenraum

Hinzu kommen das „tailor made Interieur style Paket“ sowie das „tailor made Interieur Color Paket“. Hinter diesen kryptischen Namen verbergen sind hübsch anzusehende Ausstattungsmerkmale, wie etwa ein DCT-Schaltknauf in Leder mit Jubiläumsgravur, Brabus Carbon-Optik Einstiegsleisten oder Schaltwippen in Silver-Chrome. Zudem sind einzelne Elemente in „anniversary shiny silver“ und Carbon-Optik gehalten. Ein exklusives Ambiente also…

smart Brabus JBL Subwoofer

smart Brabus JBL Subwoofer

…achja, einen Kofferraum gibt es auch noch, der wurde hier in dem Sondermodell noch einmal etwas reduziert, da der JBL Subwoofer auch noch etwas Platz einnimmt.

smart Brabus 15th anniversary edition Kofferraum

smart Brabus 15th anniversary edition Kofferraum

2017 smart Brabus 15th anniversary edition Innenraum Fotos

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2017 smart Brabus Fahreindruck Check

Es war ein kurzes Stelldichein mit dem smart Brabus, eine kurze Runde auf dem Gelände vom Bilster Berg in Bad Driburg. Aber ich kann bestätigen, dass er Fahrspaß mit sich bringt, dass die Automatik ohne zu ruckeln schaltet und das war ja immer einer der Hauptkritikpunkte von mir bei einem smart! Durch die Extra-Portion Leistung wird er in der Stadt sicherlich noch flotter unterwegs sein, durch seinen kurzen Radstand überzeugt er bei flotten Wendemanövern und im Innenraum sitzt man dank der hochwertigen Ausstattung wirklich gut. Die Sitze sind bequem, die Sitzheizung eine Wohltat alles was man anfasst fühlt sich gut an. Nur beim Infotainmentsystem, da muss smart wahrlich mal nachbessern. Einen kleinen Kritikpunkt hätte ich noch aus optischer Sicht: Mir ist das Sondermodell „zu hoch“. Mit Brabus verknüpfe ich automatisch sportliche Fahrzeuge, die auch mit einem niedrigeren Schwerpunkt überzeugen, der Brabus smart dürfte ruhig noch etwas tiefer um die Ecke kommen, der bietet mir zu viel Platz im Radkasten.

2017 smart Brabus Preis Check

Das auf 150 Exemplare limitierte Sondermodell, passend zum 15-jährigen Jubiläum, ist natürlich nicht gerade günstig. Los geht es, für einen „normalen“ Brabus smart, bei 20.415 Euro. Das Jubiläumsmodell dürfte angesichts der Exklusivität und Ausstattung, um Einiges darüber liegen. Ohne genaue Zahlen zu kennen, kann man in Anbetracht das Bonsai-Format, schon ganz schön ins Schlucken kommen.

smart Brabus - Hoch wie ein Bus?

smart Brabus – Hoch wie ein Bus?

2017 smart Brabus Zielgruppen Check und Fazit

Ein Smart in kein Erstauto für diejenigen die etwas mehr Platz brauchen – soweit nichts Neues. Er eignet sich vorwiegend für die Stadt. Hier spielt er seine Größe, bzw. seine Kürze, optimal aus. Enge Parklücken, verwinkelte Parkhäuser, knappe Spurwechsel – dafür ist der kleine Flitzer gemacht und brilliert entsprechend.

Und so ist der Brabus smart, aufgrund seiner Exklusivität und der hochwertigen Ausstattung, am ehesten ein Fahrzeug für gutverdienende Manager in Großstädten, die vor der Bank oder im Hippen-Stadtviertel, in dem sich ihr Loft befindet, schnell einen Parkplatz finden wollen. Soviel zum Klischee. Ansonsten darf der Bonsai-Flitzer als coole Alternative zu anderen Kleinstwagen gelten, mit dem man sich wohltuend von der Masse absetzten kann, ohne für viel Aufsehen zu sorgen.

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2017 Subaru Levorg Fahrbericht | Test

Subaru: Eine Marke, die in unseren Breitengeraden zweierlei Gedanken hervorruft. Zum einen denkt man natürlich an den legendären Subaru WRX STi, das Rallye-Utrier, das zum Helden der Straße geworden ist. Getunt pfeilen manche dieser knallblauen Boliden über unsere Straßen und bringen ihre Leistung dank Allradantrieb optimal auf die Straße. Damit wäre auch schon der zweite Punkt genannt: Subaru ist eine typische Allrad-Marke und damit bei Menschen begehrt, die mit der Forstwirtschaft zu tun haben. Zumindest besagt es das Klischee so. Der Subaru Levorg macht beim Allradantrieb zwar keine Aufnahme, ist aber auch abseits des Waldes zu Hause. Was kann der japanische Kombi?

2017 Subaru Levorg Fahrbericht | Test

2017 Subaru Levorg Fahrbericht | Test

Subaru Levorg Design Check

Optisch kann der Subaru Levorg in jedem Fall mit Konkurrenten vom Schlage eines Volkswagen Passat oder Ford Mondeo mithalten. Gegenüber diesen ist der japanische Allradler aber ein seltener Gast auf unseren Straßen – ein echter Exot also und damit höchst exklusiv. Dennoch verzichtet der Mittelklassse-Kombi auf aufsehenerregende Highlights. Einzig die Lufthutze auf der Motorhaube sticht ins Auge.

Ansonsten gibt sich der Subaru Levorg unauffällig. Sein Grill ist nicht ausufernd groß geraten, die Scheinwerfer schauen ernst, aber nicht grimmig drein und der Einsatz von Chrom viel ebenfalls dezent aus. Ein angenehm unaufdringlicher Auftritt. Seitlich zeigt sich ein typisches Bild für heutige Fahrzeuge: Das Greenhouse fällt modern klein aus, während die Karosserie hochgezogen ist und den Japaner sportlich wirken lässt. Auf starke Kontouren verzichtet der Subaru Levorg darüber hinaus und stellt nur seine hinteren Kotflügel vorsichtig aus. Auch am Heck verzichtet der Allradler auf Tamtam und Chichi. Die kleine Heckscheibe wird hier von einem adretten Dachspoiler in schöner Größe eingerahmt. Schön zudem, dass der Subaru Levorg auf zwei echte Endrohre setzt, anstatt Blenden in die Heckschürze zu integrieren.

Subaru Levorg Fotos Exterieur

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Subaru Levorg Motoren Check

Die Qual der Wahl hat man mit dem Subaru Levorg bei der Motorenwahl nicht. Es steht genau ein Aggregat parat, das allerdings nach alter Subaru-Manier in Boxer-Bauweise arrangiert ist. Das heißt, dass die Zylinder nicht in Reihenform angeordnet sind. Sie arbeiten dementsprechend nicht vertikal, also gegen die Gravitation. Ganz im Gegenteil: Die Pleuel und Kolben laufen horizontal, boxen – wenn man es so erklären möchte – nach außen, wodurch sich auch der Name „Boxermotor“ erklärt. Die Vorteile sind mit einem ruhigen Lauf und einer flachen Bauweise benannt. Entsprechend niedrig lässt sich das Aggregat verbauen und ermöglicht so einen agilitätsfördernd niedrigen Schwerpunkt.

2017 Subaru Levorg Boxermotor!

2017 Subaru Levorg Boxermotor!

Im Detail bedeutet das einen 1.6 Liter Boxer-Motor, der auf vier Zylinder vertraut und ebenfalls beim Thema Downsizing einsortiert werden kann. Turboaufladung sei Dank, leistet der Subaru Levorg 170 PS und 250 Nm bei 1.800 U/min. Zudem erfüllt das Aggregat die Euro 6 Abgasnorm. Dennoch ist der japanische Kombi nicht besonders spritzig. 8,9 Sekunden auf 100 km/h gehen in Ordnung, doch mit 210 km/h ist man nicht gerade der schnellste auf der Autobahn. Zudem liegt der erzielte Verbrauch mit etwas über 11 Litern im Durchschnitt weit über die Werksangabe von 6,9 Litern.

 

Subaru Levorg Innenraum und Kofferraum Check

Dafür gefällt der Innenraum des Subaru Levorg mit einem äußerst angenehmen Platzangebot. Vier Erwachsene reisen hier durchaus kommod. In Reihe eins kann man es sich klassenüblich bequem machen, während Reihe zwei ein paar Schmankerl bereithält. So zum Beispiel die verstellbaren Rückenlehnen – ein Gimmick, das in der Mittelklasse kaum Verbreitung findet. Zudem verfügen alle Fenster über elektrische Fensterheber mit Automatikschaltung; keine Selbstverständlichkeit. Hinzu kommt ein serienmäßiger Einklemmschutz, was gerade für Familien wichtig ist. Immerhin ist der Subaru Levorg ein vernünftiger Familienkombi.

2017 Subaru Levorg Innenraum Check!

2017 Subaru Levorg Innenraum Check!

Als vernünftig darf auch das Kofferraumvolumen bezeichnet werden, das 522 Liter bei voller Bestuhlung bietet. Klappt man die Rücksitzlehen um – und das geht ganz einfach vom Kofferraum per Taste – ergeben sich 1.446 Liter. Das passt! Spannend auch die Lösung für das Verstauen des Heckrollos: Klappt man die Lehnen nach vorn, ergibt sich ein Staufach für jenes, was vom praktischen Anspruch des Japaners zeugt.

2017 Subaru Levorg Kofferraum Check!

2017 Subaru Levorg Kofferraum Check!

Wirklich praktisch erscheint das Cockpit des Subaru Levorg indes nicht – zumindest auf den ersten Blick. Hier erwarten die Passagiere gleich vier verschiedene Displays: Eines zwischen den hübschen Instrumenten, zwei Oberhalb des Infotainments und jenes des Infotainments selbst. Hat man sich aber an die Bedienung mit vielen Tasten gewöhnt, gelingt die Handhabung aber prima.

2017 Subaru Levorg Sitze hinten!

2017 Subaru Levorg Sitze hinten!

Subaru Levorg Fahreindruck Check

Im Vergleich zu den Wettbewerbern ist der Levorg etwas lauter im Innenraum. Der 1.6 Liter Boxer-Motor, der zwar emotional eine schöne Nische bildet, zeigt durchaus etwas durstiger – wie gesagt. Doch das sportliche Fahrwerk gefällt und passt zum dynamischen Anspruch der Marke. Zudem ist die Lenkung angenehm direkt, sodass man dem Allradler Fahrspaß attestieren kann. Dadurch verlangt es beim Fahren nach etwas mehr Power aus dem Motorraum: Hier geht der Rallye-Fahrer in einem durch. Objektiv gibt es an den Fahrleistungen natürlich nichts auszusetzen. Subjektiv möchte man – frei nach dem Heimwerker-King Tim Tailor – aber „MEHR POWER!“.

Subaru Levorg Fotos Innenraum

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Subaru Levorg Preis Check

Richtig günstig ist der Levorg nicht, teuer aber auch nicht. Preislich beginnt die Reise knapp unter 30.000 Euro für das Einstiegsmodell Trend. Hier sind bereits Nettigkeiten, wie ein Tempomat, ein Regensensor, natürlich der legendäre Allradantrieb und 17-Zoll-Leichtmetallräder enthalten. Als Komfort-Ausstattung steuert die Basis zudem ein Audiosystem mit 7-Zoll-Display und digitalem Radioempfang, eine Bluetooth-Schnittstelle sowie eine Klimaautomatik mit zwei Zonen bei. Die anderen Ausstattungen bieten zwar noch etwas mehr, doch stellt sich die Frage, ob man dieses Plus wirklich benötigt. Entsprechend der wirklich reichhaltigen Ausstattung – und hier erfüllt der Subaru Levorg das Klischee eines toll ausgestatteten Fahrzeugs – ist der Einstiegspreis allemal gerechtfertigt.

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Subaru Levorg Fazit und Zielgruppencheck

Der Levorg benötigt etwas Eingewöhnungszeit bei der Bedienung und könnte genügsamer mit dem Benzin umgehen. Ansonsten gibt es nichts am 4×4-Japaner auszusetzen. Es geht flott um Kurven, man bekommt einen gut nutzbaren Kofferraum mit niedriger Ladekante sowie ein cleveres Sitzsystem. Und auch, wenn der Subaru Levorg nicht der schnellste seiner Zunft ist, versprüht seine Lufthutze auf der Motorhaube ein tolles Überholprestige. Wer also einen Mittelklasse-Kombi mit Charakter sucht, findet mit dem Levorg ein exotisches Fahrzeug, welches man sicherlich nur selten vor den Schulen und Kindergärten antrifft.

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Kratzer nach dem Besuch in der Waschstraße

Es ist soweit: Der Sommer ist da, die Sonne scheint und es ist höchste Zeit das Cabrio aus der Garage zu holen und eine Spritzfahrt zu unternehmen. Doch vorher noch schnell das Auto putzen – oder am besten gleich kurz durch die Waschstraße. Also nichts wie hin, zur Tankstelle oder Waschstraße seines Vertrauens.

Das Auto ist also wieder blitzeblank, eine kleine Runde durch die Stadt und schon kann das Gefährt wieder zurück in die Garage: Erst jetzt fällt dem Besitzer auf, dass der Wagen zwar sauber ist – aber auch große unschöne Kratzer über der Motorhaube verteilt sind! Das kann nur von der Waschstraße kommen – was nun?

Kratzer nach einem Besuch in der Waschstraße können schon mal vorkommen

Es kann schon einmal passieren, dass z. B. Wischblätter beim Waschvorgang abreißen und diese sich in den Bürsten verhaken – das kann dann unschöne Kratzer bei den nachfolgenden Fahrzeugen verursachen.

Wichtig ist dann nur zu wissen, was zu tun ist. Zunächst sollte bei der Bezahlung immer nach einer Quittung gefragt werden. Denn ohne Quittung im Nachhinein ein Verschulden der Anlage nachzuweisen, ist schwierig. Außerdem sollte nach jedem Waschgang das Auto auf Schäden kontrolliert werden – am besten noch gleich vor Ort. Fällt dann tatsächlich ein Kratzer auf, der vorher noch nicht da war, sollte das sofort einem Mitarbeiter der Waschanlage mitgeteilt werden, damit dieser den Schaden gleich dokumentieren kann. Je längere Zeit vergangen ist, desto schwieriger wird es, der Waschanlage ein Verschulden nachzuweisen. Deshalb ist es wichtig, gleich nach dem Waschen Fotos zu machen und den Schadenzeitpunkt festzuhalten.

Wenn sich feststellen lässt, dass der Schaden beim Waschen entstanden ist, so haftet der Betreiber der Anlage – vorausgesetzt, es kann ein Mitverschulden des Kunden ausgeschlossen werden. Kann der Inhaber nachweisen, dass ihn kein Mitverschulden trifft, ist die Haftung uneindeutig.

Nach der Dokumentation des Schadens erfolgt die Abwicklung über die Haftpflicht-Versicherung des Inhabers der Waschanlage. Am besten holt man einen Kostenvoranschlag für die Reparatur des Fahrzeugs ein und sendet diesen an die Versicherung.

 

Besuch in der Waschstraße

Besuch in der Waschstraße

Augen auf bei der Wahl der Waschanlage

Vor der Autowäsche sollte man die Teile, die entfernt werden können, wie beispielsweise die Antenne, abschrauben oder die Spiegel einklappen, um Schäden zu vermeiden.

Außerdem ist es wichtig, sich die Waschanlage im Vorhinein genau anzuschauen – macht sie einen guten Eindruck (erscheinen die Bürsten nicht allzu alt und abgenutzt) oder riecht es stark nach modrigem Wasser?

Das kann ein Zeichen dafür sein, dass das Wasser schon zu lange im System zirkuliert. Dann suchen Sie sich besser eine andere Anlage – Ihr Auto wird vermutlich ohnehin nicht richtig sauber werden.

Alternative: Fahrzeug mit Hand waschen?

Wer ganz auf Nummer sicher gehen will, der wäscht sein Auto selbst. Zugegeben, das ist natürlich aufweniger und auch nicht überall erlaubt, da die Putzmittel im Abwasser schnell ins Grundwasser gelangen können.

Wer dennoch gerne selbst Hand anlegt, sollte dennoch das ein oder andere beachten. Dann steht aber einem glänzenden Auto ohne jegliche Kratzer nichts mehr im Wege.

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Abarth 124 Spider – Fahrbericht

Wir können den #Dauerregen nicht mehr sehen und versuchen nun mit einem Roadster die Sonne mal wieder etwas zu locken, denn so langsam könnte der Sommer sich doch auch mal von der schönen Seite zeigen, oder? Gefahren sind wir den Abarth 124 Spider, ein Roadster wie er im Buche steht.

Er ist nicht Muttis Liebling, Vaters Liebling vielleicht auch nicht und der der Nachbarn erst recht nicht. Aber er ist der Liebling des Sohnemanns, der sonntags plötzlich früh aufsteht, um Brötchen holen zu fahren. Die Rede ist vom Abarth 124 Spider mit 170 PS. Das kleine, italienische Cabrio macht auf den ersten Blick klar, dass hier die sportliche Gangart bevorzugt wird und zwar in alter Roadster-Manier. Ob das Cabrio die Roadster-Vorgaben tatsächlich vollständig abdecken kann?

Abarth 124 Spider Test

Abarth 124 Spider Test

Abarth 124 Spider Design Check

Dieses Cabriolet macht keinen Hehl aus seinem sportlichen Talent. Von außen erkennt man den Abarth 124 Spider sofort an seiner „Kriegsbemalung“. Der graue Lack, der dem Spider im Übrigen bestens steht, wird durch schwarze und rote Akzente aufgebrochen. So tragen die Frontschürze und die Außenspiegel die Alarmfarbe, während die 17-Zoll-Räder in hochglanz-schwarz vorfahren. Hinter ihnen verbirgt sich eine nicht gerade kleine Brembo-Bremsanlage.
Seitlich betrachtet wirkt der Italiener etwas hochbeinig, zeigt aber bereits hier, dass er nicht dafür gemacht wurde, Frisuren zu schonen. Das Windschott fällt auffällig klein aus und die kurze Scheibe vermag nur wenig des Windes aus dem Innenraum fernzuhalten. Ist dem aber wirklich so oder täuscht das Bild? Mehr verrät der Fahreindruck Check. Am Heck zeigt sich wieder, dass der Abarth 124 Spider aus einem ganz besonderen Holz geschnitzt ist – aus dem der Dynamik. So verheißen die vier Auspuffrohre heisere Töne. Oder ist das Cabriolet nur ein Blender?

Zumindest erfüllt der Abarth die optischen Ansprüche an einen Roadster: Lange Haube, nach hinten versetzter Fahrgastraum, kurzes, knackiges Heck – alles da. Dazu eine knappe Stoffmütze, die sich manuell binnen Sekunden öffnen und schließen lässt, sowie knappe Überhänge. Hier passt alles.

Abarth 124 Spider Motoren Check

Beim Motoren Check hat der Abarth 124 Spider nur eine sehr kleine Auswahl zu bieten. Die aber hat es in sich. Das einzig verfügbare Aggregat ist ein 1.4 Liter-Motor, der mittels Turboladers auf 170 PS gepusht wird. Damit hat der Abarth 30 PS mehr zu bieten, als sein etwas zivilerer Bruder, der Fiat 124 Spider. Damit erklärt sich auch die Nomenklatur des Italieners: Die besonders sportlichen Fahrzeuge der Südeuropäer hören auf den Namen Abarth. Ganz ähnlich wie es bei Mercedes mit AMG und bei BMW mit „M“ der Fall ist.

Abarth 124 Spider Fahrbericht

Abarth 124 Spider Fahrbericht

170 PS klingen zunächst nicht nach besonders viel Leistung, doch sprechen wir hier immer noch von einem recht kleinen Motor. Zudem treffen die 170 Cavallos auf nur rund eine Tonne Lebendgewicht, was für Fahrspaß steht. Einziges Manko ist das Automatik-Getriebe, das nicht recht zum puristischen Anspruch des Abarth 124 Spider passt. Die serienmäßige, sehr knackige Sechsgang-Handschaltung ist eindeutige zu empfehlen. Doch hier machten die Italiener Zugeständnisse an die amerikanischen Brüder von Chrysler, die das Cabrio unbedingt auch in den USA vermarkten möchten. Und die Vereinigten Staaten sind nun mal Automatik-Land. Nicht weiter wild, schließlich gibt es den Abarth 124 Spider serienmäßig handgeschaltet.

Abarth 124 Spider Fotos

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Abarth 124 Spider Innenraum und Kofferraum Check

Das Interieur des Abarth 124 Spider entspricht grundsätzlich dem des kleinen Bruders, Fiat 124 Spider. Gegenüber diesem trägt es etwas mehr Zierrat mit Abarth-eigenem Charm. So findet sich der Einsatz von Alcantara an der Mittelarmlehne oder an anderen Stellen wieder. Zudem zeigt sich eine Skorpion-Prägung in der Armablage.

Ansonsten stimmt der Innenraum in den Lobgesang auf die alten Roadster-Tugenden ein: Enge! Gerade der Beifahrer hat mit einem stärker in den Innenraum hineinragenden Armaturenbrett und einem unebenen Fußraum zu kämpfen. Der Fahrer indes fühlt sich wie in den Innenraum geschneidert. Zwar sollte man nicht gerade ein 2,0 Meter-Mann sein, doch passen die Platzverhältnisse auf dem Fahrersitz auch für größere Naturen. Ansonsten gibt es nicht viel, das man im Interieur findet: Ein griffiges Lenkrad, Instrumente mit einem mittigen, rot unterlegten Drehzahlmesser und einen kleinen, aufgesetzten Infotainment-Bildschirm.

Abarth 124 Spider Kaufberatung

Abarth 124 Spider Kaufberatung

Im Stand lässt sich das Infotainment per Touch bedienen, während man während der Fahrt auf den Dreh-Drücksteller in der Mittelkonsole zurückgreifen muss. Das gelingt aber völlig intuitiv und ist schnell adaptiert. Gleiches gilt für den mittig angeordneten Lautstärkeregler, den man nach fünf Minuten Fahrt nicht mehr am Armaturenbrett sucht. Bei der Konnektivität patzt das System ein wenig, da Apple CarPlay oder Android Auto fehlen. Zudem mangelt es an Ablagen. Ein Handschuhfach gibt es nicht, Türablagen ebenfalls nicht. Das kleine Fach vor dem Schaltknauf reich für ein Brillenetui ODER ein Smartphone und das einzig abzuschließende Fach befindet sich so ungünstig positioniert, dass man es nur im Stand mit seinen Habseligkeiten konsultieren sollte. Einen Kofferraum bietet der Abarth natürlich auch. Dass man mit ihm keine Spedition eröffnen kann, dürfte außer Frage stehen.

Abarth 124 Spider Meinung

Abarth 124 Spider Meinung

Abarth 124 Spider Fahreindruck Check

Die kleinen Schwächen, die den Alltagsnutzen des Abarth 124 Spider etwas einschränken, sind wie weggeblasen, sobald man das Aggregat mit dem Startknopf aus dem Schlaf holt. Man vermutet es zunächst nicht, doch dem 1.4 Liter Turbo-Motor werden Töne entlockt, die in Windeseile die Gardinen der Nachbarn beiseite rücken lassen. Die erzürnten Gesichter und das damit einhergehende Kopfgeschüttel verscheuchen einen zügig aus der Nachbarschaft in Richtung einsamer Landstraßen. Genau dieses sind das beste Einsatzgebiet des Abarth 124 Spider.

Abarth 124 Spider Automatik

Abarth 124 Spider Automatik

Hier kann man die präzise Lenkung ihre tolle Arbeit machen lassen, hier kann man das Aggregat ausdrehen, einen schnellen Zwischenspurt einlegen und Krach machen, der niemanden stört. Der Heckantrieb ermöglicht dabei ein sehr agil einlenkendes Hinterteil, während die Vorderachse stets sauber dem Lenkbefehl folgt. Und auch die Feder-Dämpfer-Abstimmung gelang sauber, sodass man keine Angst vor einem vermeintlich buckelnden Verhalten haben muss. Der Abarth 124 Spider ist ein veritabler Freudenspender mit Suchtpotential. Am liebsten mit der knackigen Handschaltung seines Bruders Fiat 124 Spider. Doch auch die Automatik sortiert die Gänge gut, wenn auch manchmal etwas hektisch.

Abarth 124 Spider Preis Check

Ein Schnäppchen ist der Abarth 124 Spider nicht – das muss man leider sagen. 40.000 Euro kommen mindestens auf potentielle Interessenten zu. Mit Automatik und ein paar Kleinigkeiten ist man bei 43.000 Euro. Für einen 1.4 Liter Motor nicht wenig. Für einen Quell der Freude aber auch nicht zu viel, zumal man davon ausgehen kann, auch in Zukunft einen kleinen Exoten zu fahren.

Abarth 124 Spider Endrohre

Abarth 124 Spider Endrohre

Abarth 124 Spider Fazit und Zielgruppencheck

In 6,9 Sekunden auf 100 km/h und 222 km/h Spitze – gerne auch offen. Diese Zahlen machen klar, dass der Abarth 124 Spider ein Fahrzeug für Menschen ist, die es gerne schnell mögen. Für die schnelle Autobahnfahrt eignet er sich aber weniger, als viel mehr für die einsame Tour über die Lieblingslandstraße. Hier wird man diesem Roadster gerecht. Hier macht er Spaß. Bei seinem Einstiegspreis von rund 40.000 Euro kommt er aber eher für eine gesetztere, besserverdienende Klientel in Frage. Diese sollte vielleicht wissen, dass der Ein- und Ausstieg mit geschlossenem Dach ein wenig Gelenkigkeit einfordert. Der Abarth 124 Spider ist der richtige Fluchtwagen, um mal dem Alltag zu entfliehen.

Fiat 124 Spider Fahrbericht - Test

Fiat 124 Spider Fahrbericht – Test

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Tanken im Ausland: Wichtige Tipps!

Worauf muss man beim Tanken im Ausland achten?

Endlich ist es soweit: Die langersehnte Reise ins Ausland mit dem Auto steht an. Sie lesen Reiseführer, informieren sich über Sehenswürdigkeiten, Zwischenstopps, Unterkünfte usw., aber informieren Sie sich auch darüber, was man beim ersten Tanken im Ausland beachten muß? Die meisten Urlauber vergessen leider, sich im Vorfeld über den ersten Weg zur Tankstelle ausreichend zu informieren.

Der erste Tankstopp im Ausland kann einen Autofahrer schon verwirren. Mit der jeweiligen Landessprache kann der Autofahrer schon vor der ersten Heruasforderungen gestellt werden: Wie heißt der richtige Kraftstoff, den man tanken muss? Was war Benzin, was war Diesel?

In der Slowakei heißt es Nafta? Wissen Sie was das bedeutet? In Spanien muss man beispielsweise wissen, ob man Gasolina oder Gasoleo tanken soll? Die Wörter für Benzin und Diesel klingen zwar sehr ähnlich, können jedoch bei einer Verwechslung fatale Motorschäden verursachen und die Reise ins Ausland kann ganz schnell mit hohen Reparaturkosten belastet sein.

Diesel und Benzin vertauscht

Falls Sie  einmal Diesel und Benzin verwechselt haben sollten, starten Sie das Auto auf keinen Fall, sondern lassen Sie es stehen. Der falsche Kraftstoff darf nicht in den Motor gelangen. Je nachdem wie viel Sie vom dem falschen Kraftsstoff schon getankt haben, sollte das Gemisch fachmännisch abgepumpt werden.

Tipp

Bei den Reisevorbereitungen in ein europäisches Urlaubsland, sollten Sie sich über die entsprechende Kraftstoffbezeichnung informieren, die Sie tanken müssen. In diesem Fall heißt es: Vokabeln lernen, um kein böses Erwachen durch Fehlbetankungen zu bekommen. Wie die genauen Kraftstoffe in den verschiedenen Urlaubsländern heißen, können Sie aus der Tabelle entnehmen. Wir haben die Bezeichnungen für folgende Länder zusammengestellt: Belgien, Dänemark, Frankreich, Italien, Niederlande, Polen, Slowakei, Spanien, Schweden, Türkei

Tanken im Ausland

Tanken im Ausland: Wie heißt der Kraftstoff in der Ländersprache?

Beim Tanken im Urlaub kann man auch sparen. Wir zeigen Ihnen in welchen Ländern Sie sparen können. Lesen Sie hier weiter!

 

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2017 VW Polo – Neuvorstellung vom neuen VW Polo 6!

Wir haben es beim Volkswagen Arteon gesehen: Das Design der Wolfsburger kann manchmal richtig revolutionär ausfallen. Dann gibt es aber auch Modelle, wie etwa den neuen VW Polo 6, die nahezu genauso aussehen, wie ihre Vorgänger. Kanten, der bekannte, durchgängige Kühlergrill, der die beiden Frontscheinwerfer verbindet und kühles, teutonisches Design. Wir wollen uns einmal anschauen, was der neue Wolfsburger sonst noch beibehalten hat und was neu beim Polo VI ist.

VW Polo 6

VW Polo 6 – Die ersten Fakten!

VW Polo 6 Design Check

Nun, es ist kein Geheimnis, dass der Volkswagen Polo eines der erfolgreichsten Modelle der Wolfsburger ist. Entsprechend behutsam fiel der Modellwechsel aus. Man möchte schließlich keinen der liebgewonnenen Kunden vergraulen. So fällt die Front zunächst nicht weiter auf, sondern kündigt das neue Modell sehr subtil an. Der untere Lufteinlass fällt nun weniger geradlinig aus, sondern zeigt mehr Kontur.

Gleiches gilt für die Scheinwerfer, gerade, wenn sie in Voll-LED-Technik vorfahren. Ihr Tagfahrlicht ist nun nicht mehr würfelförmig gestaltet, sondern bildet eine Art Welle. Neu ist zudem, dass das Markenemblem geschrumpft ist – zumindest wirkt es so. Es schneidet nicht mehr die Motorhaube, sondern ein Stück weit den Frontspoiler.

Das dürfte der Tuning-Gemeinde wohl kaum schmecken, schließlich waren „gecleante“ Frontembleme immer der letzte Schrei. Eine metallene Motorhaube kann man schweißen, was aber macht man mit einem Halbmond im Kunststoff-Stoßfänger?

Wie dem auch sei. Klar ist, dass der Volkswagen Polo ein Dynamiker bleibt. Seine Seitenlinie steigt zum Heck hin an – die so genannte Tornado-Linie – und verschafft dem Kleinwagen damit sportliche Züge. In den Radhäusern haben nun bis zu 18 Zoll große Leichtmetallfelgen Platz, die in der R-Line besonders offenherzig ausfallen. Am Heck zeigt sich wieder die Subtilität des Facelifts – pardon – des Modellwechsels. Die rechteckigen Rückleuchten sind nun innen angeschnitten und die Heckschürze etwas bauchiger. In der R-Line sind Endrohrblenden integriert.

Allerdings zeigt der neue Volkswagen Polo ein deutliches Wachstum gegenüber seinem Vorgänger. So legt das neue Modell um acht Zentimeter auf nun 4,05 Meter Außenlänge zu. Viel interessanter ist darüber hinaus der Zuwachs an Radstand: 9,4 Zentimeter mehr Luft zwischen den Achsen bedeuten vor allem für die Insassen mehr Bewegungsfreiheit. Darüber hinaus wurde der neue Polo etwas breiter (sieben Zentimeter) aber auch etwas flacher und wirkt damit stämmiger. Spannend auch, dass der Polo nun 350 Liter Kofferraumvolumen bietet und damit seinem großen Bruder, dem VW Golf, Konkurrenz macht.

VW Polo 6 Motoren Check

Bei den Aggregaten ist es wie immer, wenn man ins VW-Regal schaut: Hier ist für jeden etwas dabei. Bei den Benzinern startet die Palette mit einem 1.0 MPI Dreizylinder mit 65 PS und einem Fünfgang-Schaltgetriebe. Darüber hinaus bekommt man diesen Motor auch mit 75 PS. Mit Turboaufladung leistet der 1.0 Liter Dreizylinder sogar 95 PS, ist aber weiterhin an ein Fünfgang-Getriebe gekoppelt. Alternativ kann man auch ein Siebengang-DSG bekommen.

Fahrspaß kommt ab 115 PS auf. Diese werden ebenfalls aus 1.0 Litern Hubraum und drei Zylindern generiert, sind aber mit einem Sechsgang-Getriebe kombiniert (Siebengang-DSG optional). Eine ganze Ecke dynamischer wird es mit dem neuen 1.5 Evo-Motor mit 150 PS, während der 2.0 Liter Turbo sogar 200 PS mitbringt und aus dem neuen Volkswagen Polo eine echte Bodenrakete macht.

Dass der Diesel-Skandal nicht spurlos an VW vorbeigegangen ist, erkennt man daran, dass nur noch zwei Selbstzünder im Programm stehen. Beide 1.6 TDI sind mit einem Fünfgang-Getriebe verbunden und leisten entweder 80 oder 95 PS. Das stärkere Aggregat kann mit einem Siebengang-DSG-Getriebe kombiniert werden. Als Alternative zu den Benzin- und Dieselmotoren steht noch ein Erdgas-Antrieb parat. Der 1.0 TGI leistet muntere 90 PS.

VW Polo 6 Bilder Galerie

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VW Polo 6 Innenraum und Kofferraum Check

Innen offenbart sich eine richtige Revolution im Volkswagen Polo. Zum ersten Mal kann man sich hier farblich austoben. So kann man farbige Blenden in den Türen, an der Instrumententafel oder auch in der Mittelkonsole bekommen, die in die sonst dunkle Höhle einen kleinen Sonnenschein zaubern. Man hat insgesamt die Wahl zwischen 17 Dekoren. Mit diesem Individualisierungsangebot wird der Volkswagen Polo schon fast zum BMW Mini.

Der neue VW Polo 6 - Nicht nur im Innenraum "gewachsen"!

Der neue VW Polo 6 – Nicht nur im Innenraum „gewachsen“!

Ansonsten fällt besonders der gewachsene Radstand positiv auf, sodass selbst Großgewachsene gerne im neuen Volkswagen Polo platznehmen. Sogar bei der Kopffreiheit gibt es keine Beanstandungen – trotz leicht geringerer Innenhöhe. Zudem sitzt man auch in Reihe zwei mit über 1,90 Metern Körpergröße noch gut.

Doch nicht nur mit Platz und Optik kann der VW Polo 6 punkten, sondern auch mit Technik. So verfügt der Wolfsburger optional über digitale Instrumente oder über ein bis zu acht Zoll großes Infotainmentsystem mit Touchscreen. Es ist hoch angebracht und verhilft dem Innenraum zu einem sehr hochwertigen Eindruck. Zudem ist es mit Apple CarPlay, Android Auto und Mirror Link ausgerüstet. Wirklich neu sind die „We be Volkswagen“ Dienste, die das Leben noch leichter machen sollen. Darunter fällt etwa „WePark“, das bargeldlose Parken.

VW Polo 6 Preis Check

Der Volkswagen Polo ist noch erwachsener geworden, als er es ohnehin schon war. Er gilt quasi als Vollwert-Fahrzeug. Entsprechend sind die Preise nicht gerade das, was man gemeinhin als billig bezeichnen würde. So geht es mit 12.975 Euro für den Basismotor mit der Trendline-Ausstattung los. Hier sind bereits wichtige Sicherheits-Features wie der Front-Assist oder die City-Notbremsfunktion enthalten.

Mehr Komfort bietet – besonders dank der Klimaanlage – die bekannte „Comfort“-Line. Darüber hinaus sind hier ein paar elektrische Helferlein serienmäßig vorhanden. Wie man es gewohnt ist, bringt die „Highline“ etwas Glamour in den sonst eher nüchternen Volkswagen Polo und bietet ein paar Leichtmetallfelgen sowie Zierrat. Neu ist hingegen das Modell „Beats“, das mit einem 300-Watt-Soundsystem sprichwörtlich von sich hören macht. Mit schwarzen Dekoren außen sowie Sportsitzen innen macht es durchaus an. Weitere Preise, neben dem Einstiegspreis, verrät Volkswagen allerdings noch nicht.

Viele Vorschusslorbeeren! Wir freuen uns auf den VW Polo 6 Fahrbericht!

Viele Vorschusslorbeeren! Wir freuen uns auf den VW Polo 6 Fahrbericht!

VW Polo 6 Fazit und Zielgruppencheck

Der Zielgruppen-Check könnte genauso beginnen, wie der Preischeck: Der Polo ist noch erwachsener geworden, als er es ohnehin schon war. Entsprechend eignet er sich für jede Gelegenheit. Durch sein Größenwachstum und die tollen Platzverhältnisse eignet er sich sogar als Erstwagen, macht die städtische Shopping-Tour genauso mit, wie die Überlandfahrt oder die Fahrt zu zweit in den Urlaub. Und als GTI mit 200 PS mimt er den Spitzensportler. Letztendlich eignet er sich für jeden – entsprechendes Portemonnaie vorausgesetzt.

Fotos: © Volkswagen 2017

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