Knöllchengefahr Parkscheibe

Gerade wenn man in einer größeren Stadt wohnt, vergeht fast kein Tag, an dem man die blaue Scheibe nicht zücken muss – oder zumindest zücken sollte. Sei es beim alltäglichen Supermarkt-Einkauf, beim Samstagsbummel in der Innenstadt oder wenn man die Enkelkinder aus dem Kindergarten abholt. An vielen Parkplätzen gilt die Parkscheibenpflicht. Klingt einfach. Jedoch gibt es beim Thema Parkscheibe stellen einiges zu beachten. Andernfalls droht schnell die Knöllchengefahr.

Parkscheibe richtig einstellen: Vor, zurück oder weiterdrehen?

Fast allen Autofahrern ist klar, dass sie auf der Parkscheibe nicht ihre geplante Abfahrtszeit, sondern die Ankunftszeit einstellen müssen. Tatsächlich war das früher einmal anders: In den 60er und 70er Jahren wurde beides auf der Scheibe angegeben. Aber auch beim Einstellen auf die Ankunftszeit ergeben sich einige Fragen:  Gebe ich meine Ankunftszeit ganz exakt an? Oder darf ich auf die volle Stunde aufrunden?

Hierauf gibt es eine klare Antwort: Es wird auf die nächste halbe Stunde aufgerundet – und der weiße Pfeil muss dabei genau auf einen Strich eingestellt werden, und nicht auf einen Zwischenraum. Wer also beispielsweise um 12.05 Uhr ankommt, stellt die Parkscheibe auf 12.30.  So gewinnt man fast eine halbe Stunde zusätzlich – anders sieht es aus, wenn man etwa um 16.57 Uhr ankommt. Auch dann wird die Parkscheibe auf 17.00 Uhr gestellt.

Manche findige Autofahrer bleiben in einer solchen Situation zunächst fünf Minuten im Auto sitzen, damit sie dann zur nächsten halben Stunde aufrunden können. Praktikabler ist es jedoch, seine Einkaufsfahrt gleich so zu planen, dass man eine knappe halber Stunde „geschenkt“ bekommt. Das kann gerade beim Samstags-Wochenendeinkauf unter Umständen sehr hilfreich sein!

Nicht die Parkscheibe, sondern das Auto bewegen

Und wie wäre es, wenn man die Parkscheibe einfach nochmal weiterstellt, um die Parkzeit zu verlängern? Hier ein ganz klares Nein: Dies ist verboten und wird mit einem Bußgeld geahndet. Man kann sich jedoch einen neuen Parkplatz suchen – oder auch in denselben Parkplatz erneut einparken, nachdem man einmal um den Block gefahren ist. Das entscheidende dabei ist, dass andere Autofahrer eine echte Chance haben, die entstandene Parklücke zu nutzen. Es geht also nicht darum, dass das Auto überhaupt bewegt wird, und beispielsweise nur kurz vor- und zurückgesetzt wird.

Übrigens: Auch wer seine Parkscheibe gar nicht nutzt, obwohl sie erforderlich ist, begeht von Anfang an einen Fehler: Nachdem die Kontrolleure nicht feststellen können, wann das Auto abgestellt wurde, gilt die Höchstparkdauer von Beginn an als überschritten. Generell richtet sich die Höhe des Knöllchens nach der Dauer der Überschreitung:

  • In der ersten halben Stunde werden zehn Euro fällig
  • Nach einer Stunde 15 Euro
  • nach drei Stunden 30 Euro

Mit Kulanz darf man dabei nicht rechnen – es gibt keine „zehn Minuten oben drauf“.

Vorsicht vor Abschleppdiensten

Sicherlich sind einige gestresste Autofahrer durchaus versucht, abzuwägen: Endlich im Möbelhaus den neuen Teppich kaufen oder im Einkaufszentrum Besorgungen machen –  kann man dafür nicht 15 Euro Strafe in Kauf nehmen? Hier ist Vorsicht angebracht: Sonst sucht man sein Auto eventuell nach den Einkäufen vergeblich, weil es abgeschleppt wurde. Gerade auf Kundenparkplätzen wird diese Praxis teilweise rigide durchgesetzt, in der Vergangenheit gab es einige Fälle, bei denen Abschleppunternehmen dann auch noch überhöhte Gebühren verlangten.

Blau und genormt – das Aussehen entscheidet

Die Uhrzeit beachten und die Parkscheibe richtig stellen – damit allein ist es allerdings noch nicht getan. Deutschland wäre nicht Deutschland, wenn nicht auch das Aussehen der Parkscheibe genau geregelt wäre. Das hat jedoch seine Gründe – eine Parkscheibe ist nicht das richtige Dokument, um sich mit kreativer Gestaltung auszutoben. Die Straßenverkehrsordnung (StVO) regelt klar, dass die Parkscheibe ein „Richtzeichen“ ist und damit als Verkehrszeichen gilt. Sie haben richtig gelesen: Sie fahren ein Verkehrszeichen mit sich rum. Viele Verkehrsschilder sind blau – und die Parkscheiben müssen es auch sein. Und zwar laut Bußgeldkatalog genau in dem Blauton, der dafür vorgesehen sind. Ebenso ist die Schriftart festgelegt und auch die Höhe und Breite.

Jedoch sind die modernen, digitalen Zeiten auch an der Parkscheibe, die 1957 erfunden wurde, nicht spurlos vorübergegangen: Inzwischen gibt es sie auch in einer digitalen Version – und die ist auch erlaubt. Allerdings muss auch diese genauen Anforderungen genügen, und  darf sich beispielsweise nicht automatisch im Halbstundentakt nach vorne stellen.

Ob analog oder digital – entscheidend ist es, die Parkscheibe richtig zu stellen. Dann kann man die Samstagseinkäufe ohne Knöllchen-Gefahr erledigen. Und auch wenn man den Enkel vom Kindergarten abholt, muss man ihm nicht erklären, dass der Zettel am Auto ein Strafzettel ist. Stattdessen macht es ihm jedoch sicher Spaß, gemeinsam mit Opa oder Oma die Parkscheibe zu stellen.

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Traumwagen 2017 – Meine persönlichen Genf 2017 Highlights

Auf dem 87. Genfer Autosalon wurde mit der Tradition nicht gebrochen. Was man hier vorwiegend bestaunen konnte, waren natürlich Sportwagen und die Haute Couture der Autowelt. Wie in jedem Jahr fanden sich allerlei erschwingliche, aber auch viele unerschwingliche Fahrzeuge in den Hallen wieder – echt Traumwagen also. Fest steht: Egal wie weit entfernt die Modelle zu sein scheinen, sie werden zukünftige Autoquartett-Kracher. Hier kommen meine persönlichen Highlights, die ich allesamt nicht aus der Garage schieben würde.

Audi RS5

Back to Downsizing: Das vielgescholtene Wort hat nun auch den Audi RS5 getroffen. Aber das macht gar nichts. Aus seinem neuen entwickelten 2,9 Liter V6 holt der Ingolstädter dank Turbo-Aufladung 450 PS – und damit genauso viel, wie sein Vorgänger. Nur hat der dafür acht Zylinder und 4,2 Liter Hubraum gebraucht. 
Wie dieser auch, macht der neue Audi RS5 richtig Dicke backen und prustet seine Bauart auf RS-typischen, ovalen Endrohren. Dank Quattro-Antrieb sprintet das Coupé in 3,9 Sekunden auf 100 km/h, wird aber bereits bei 250 km/h elektronisch eingefangen. Optional kann man ihn auf 280 km/h aufrüsten. Los geht die Reise bei 81.000 Euro.

+ 5

Alpine A110

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Alpine A110

Auch mit A beginnt das nächste Modell unseres Traumwagen Quartetts. A110, so hieß schon ihr Vorgänger, der vor längerer Zeit eingestellt wurde. Nun kommt sie wieder: Die Rede ist von der Alpine A110, die unter dem Dach von Renault entsteht.

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4,17 kurz, 1,26 flach und gerade einmal 1080 kg leicht, soll die flache Flunder für viel Fahrspaß sorgen – das hat die Alpine mit dem direkten Vorgänger gemein.

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Angetrieben wird der kompakte Traumwagen, der zu 96 % aus Alu besteht, von einem 1.8 Liter Vierzylinder, der in der Wagenmitte sitzt. Damit dürfte ein messerscharfes Handling sicher sein. Die Fahrleistungen passen ebenfalls: 4,5 Sekunden vergehen bis 100 km/h Schluss ist bei 250 km/h.

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Interessant ist dass die Franzosen das sportliche Coupé ausschließlich mit eine Doppelkupplungsgetriebe anbieten wollen – und das in einem so sportlichen Modell. Dafür ist die Alpine noch einigermaßen erschwinglich: Zwischen 55.000 und 60.000 Euro kostet die Flunder.

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Warum fehlt hier die Handschaltung? Es hätte so ein perfektes Fahrzeug sein können.

BMW i8

Bei Reifen gilt die Faustregel: „Es ist jede Farbe möglich, solange es Schwarz ist!“ – Matt-Schwarz präsentierte sich der BMW i8. Der Elektro-Flitzer von BMW ist zwar nicht neu, dafür aber die Farbe.

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BMW i8

Es ist ohnehin schon nicht gerade der häufigste Gast auf unseren Straßen, da präsentieren die Bayern in Genf ein limitiertes Sondermodell: Den BMW i8 Protonic Frozen Black Edition.

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Der Hybrid-Sportler kommt in einer Mischung aus Matt mit Hochglanz-Schwarz an der Außenhaut, während der Innenraum durch Sitze mit gelben Nähten nochmals aufgepeppt wird.

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Bei der Technik bleibt alles beim Alten: Auf 100 km/h braucht der Hybrid 4,4, fliegt mit maximal 250 km/h über die Autobahn, soll aber im Durchschnitt nur 2.1 Liter auf 100 km konsumieren.

Ferrari 812 Superfast

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Ferrari 812 Superfast

Wäre er nicht ein Italiener, könnte man ihn Kraft-Meier nennen. Doch sein Name ist ohnehin aussagekräftig genug: Ferrari 812 Superfast. Und so ist es auch: Der 6,5 Liter V12 aktiviert sagenhafte 800 PS und dreht bis 8.500 U/min. Der maximale Drehmoment von 718 Nm liegt rund 1.000 Umdrehungen früher, aber das ist fast egal – diese „bella Machina“ drückt in jedem Bereich, als sei hinten ein 40-Tonner eingeschlagen. Der schnellste und stärkste Ferrari aller Zeiten lässt die 100er-Marke in 2,9 Sekunden hinter sich, um in 7,9 Sekunden bereits 200 auf dem Tacho zu sehen. Das Ende ist erst jenseits der 340 km/h erreicht – Wahnsinn.

Lamborghini Huracan Performante

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Lamborghini Huracan Performante

Bleiben wir in Italien, bleiben wir bei Supersportlern. Der Lamborghini Huracan Perfomante ist die 40 kg abgespeckte Version, des ohnehin nicht gerade lahmen Huracan.

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Der nun 1.382 kg leichte Sportler trifft auf einen frei atmenden 5,2 Liter Zehnzylinder mit 640 PS und soll dieselbe Zeit auf 100 brauchen, wie sein Konkurrent aus Maranello! Auf 200 soll der Lambo zwar eine Sekunde mehr benötigen, bei der Spitzengeschwindigkeit kann er mit über 325 km/h ebenfalls nicht mithalten, dafür brilliert er aber auf dem Track.

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Auf der Nürburgring Nordschleife soll das Monster in Bronze eine Zeit von 6.52,01 in den Asphalt gebrannt haben – Rekord für Serienfahrzeug. Ferrari, bitte nachmachen! By the Way: Jeder lobt, was Nürburgring erprobt, denn wer die härteste Rennstrecke der Welt bezwingen kann, der hat es wahrlich in sich und die Farbe ist doch auch ein Knaller, oder?

Mercedes-AMG GT C Roadster

AMG feiert 50. Geburtstag. Daher gibt es dieses Jahr einige Sondermodelle. So auch dieser Roadster in der 50th Edition.

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Mercedes-AMG GT C Roadster

Etwas weniger dramatisch, aber nicht weniger aufsehenerregend ist der Mercedes-AMG GT C Roadster. Der Roadster legt den Panamericana-Grill oben drauf und begeistert mit seinen Proportionen.

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Hier erstreckt sich ein klassischer Roadster, wie er im Buche steht: Lange Haube, kurzes, Heck, Stoffmützchen, viel Power, fertig.

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Sein 4.0 Liter V8 generiert 557 PS und ist gut für 310 km/h Spitzengeschwindigkeit, sowie 3,8 Sekunden Sprintzeit auf 100 km/h. Dafür sollte man aber mindestens 160.600 Euro auf der hohen Kante haben – ein echter Traumwagen eben. Die Sonderedition zum Geburtstag ist limitiert, 500 Stück mit Stoffdach und 500 Coupés dürften schon bald ausverkauft sein.

Mercedes-Benz E-Klasse Cabriolet

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Mercedes-Benz E-Klasse Cabriolet

Bleiben wir in Stuttgart. Seine Premiere feierte unlängst auch das Mercedes-Benz E-Klasse Cabriolet. Als Topmotorisierung steht aktuell der E400 im Programm, der einen 3.0 Liter V6 darstellt. Die Umstellung auf Reihenmotoren erfolgt erst noch.

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Schwamm drüber: mit seinen 333 PS ist das E-Cabrio auch jetzt schon über ziemlich viele Zweifel erhaben: Den Standard-Sprint absolviert der Stuttgarter in 5,3 Sekunden und weht den Insassen mit maximal 250 km/h den Wind um die Ohren. Mit 65.000 Euro Basis-Preis für das Top-Modell ist aber auch dieses Cabrio für die meisten ein Traumwagen.

Mercedes-AMG E63 S T-Modell

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Mercedes-AMG E63 S T-Modell

Und wir bleiben bei Mercedes. Die Schwaben haben mal nicht geknausert und zeigen uns das Mercedes-AMG E63 S T-Modell.

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Auch hier arbeitet ein 4.0 Liter V8 Biturbo unter der mächtigen Haube und verleiht dem Kombi Flügel – aber wie! 3,5 Sekunden braucht der Affalterbacher lediglich für den Spurt auf 100 km/h. 

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Und dabei ist er auch noch praktisch. 640 bis 1.820 Liter bietet das Gepäckabteil. Ein Wert, mit dem man beim Quartett alles abräumen dürfte.

Porsche 911 GT3

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Porsche 911 GT3

Will man auf den Track, gibt es eigentlich nichts Geeigneteres als einen Porsche 911 GT3. Und das neue Modell gibt sich herrlich anachronistisch: Die 500 PS entspringen einem 4.0 Sechszylinder-Boxer ohne Aufladung. Außerdem hat man – sogar kostenfrei – die Wahl zwischen einer Handschaltung und dem mit zwei Kupplungen arbeitenden PDK.

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Damit ist man, je nach Getriebe, 318 oder 320 km/h schnell. Während der Handschalter etwas langsamer auf 100 km/h sprintet – er braucht 3,9 anstatt 3,4 Sekunden – gibt sich diese Variante viel emotionaler.

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Emotional stimmen auch zwei weitere Punkte: Die traditionelle Pommes-Theke am Heck sowie der Einstiegspreis von 152.500 Euro.  Da kommen mir als 911-Fan ja schon wieder Tränen in die Augen.

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RUF CTT 2017

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RUF CTT 2017

Nanu? Ein Porsche 964 Turbo? Falsch! Die Optik lässt es zwar vermuten, doch täuscht sie auch verräterisch. Zwar sieht der Ruf CTR 2017 aus, wie sein Vorbild, der RUF CTR „Yellowbird“. Dennoch bildet et eine komplette Eigenentwicklung. So besteht er aus einem Monocoque aus kohlefaserverstärktem Kunststoff mit verschraubtem Hilfsrahmen.

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Ganz modern also und weit entfernt vom Vorbild von 1987. Nicht unbekannt kommt Porsche-Fans aber der 3,6 Liter Boxer vor, der im Heck schlummert. Er leistet deftig 710 PS und 880 Nm. Damit ist der gerade einmal 1.200 kg leichte Retro-Sportler in 3,5 Sekunden auf 100 km/h und atemberaubende 360 Stundenkilometer schnell. Und das ist der blanke Wahnsinn, bedenkt man die eher gemütliche Herkunft: Die Schweiz.

Volkswagen Golf 7 Facelift R

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Das große, täglich erscheinende Magazin mit den vier großen Buchstaben würde den Volkswagen Golf 7 R wohl zum Volkssportler in unserem Traumwagen Quartett ernennen.

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Ein Schnäppchen ist aber auch der 310 PS starke Golf mit einem Einstiegspreis von 40.675 Euro nicht – zumindest für Otto Normal. Beindruckend sind die Fahrleistungen dennoch, wenn man bedenkt, dass es sich hier um einen Kompakten handelt, den man ganz locker-flockig im Alltag bewegen kann.

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Dank 400 Nm, die der 2.0 Liter dank Turboaufladung früh bereitstellt, lässt es der Allrad-Golf gerne krachen. In Verbindung mit dem 7-Gang-DSG spurtet dieser Golf in 4,6 Sekunden auf 100 km/h, lässt es aber bei politisch korrekten 250 km/h gut sein – und beim VW Golf 7 R Facelift sieht man die optischen Veränderungen zum Vorgänger dann auch. Wie er sich fahren lässt? Das erfahrt ihr bald schon im R+V24 Magazin!

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Autofahren in der Zukunft

Wie sieht das Autofahren in der Zukunft aus? Selbstfahrende Autos, Sprit aus der Steckdose und Maut auch auf deutschen Autobahnen. Die Nachrichten sind derzeit voll mit Themen rund um das „Autofahren in der Zukunft“, die unsere Straßen in den kommenden Monaten und Jahren prägen und verändern werden.

Doch wo befinden wir uns erst in den Startlöchern und was ist bereits Realität in Deutschland? Und auf was müssen wir uns einstellen?

Wir haben uns umgesehen und für Sie einige Trend-Themen der nächsten Jahre zusammengefasst.

Carsharing – endlich Teilen lernen

Ihre Kollegen wohnen eigentlich ganz in der Nähe, aber zur Arbeit kommt jeder mit dem eigenen Fahrzeug? Kommt Ihnen bekannt vor? Damit sind Sie nicht alleine. Eine aktuelle Studie des Bundesverbands CarSharing belegt, dass eine CarSharing-Auto sogar in der Lage wäre, im Schnitt 20 private Pkws zu ersetzen – wenn sich mehr Menschen den Weg zu Arbeit oder Besorgungen teilen würden und ihr Auto in Zeiten der Nichtnutzung anderen überlassen.

Unter diesem Gesichtspunkt ist es also mehr als verständlich und notwendig, dass solche Konzepte 2017 auch von der Bundesregierung noch stärker gefördert werden, die derzeit an einem Carsharing-Gesetz feilt. Bestandteil davon soll sowohl eine gewisse Rechtssicherheit bei der Einrichtung von speziellen Parkplätzen als auch eine allgemeine Regelung hinsichtlich (nicht-) anfallender Parkgebühren sein.

Wer sich dann in Zukunft sein Auto mit anderen teilt, soll davon noch stärker profitieren – beispielsweise eben auch bei der Parkplatzssuche. Das Autofahren in der Zukunft wird sich somit verändern.

eMobility – noch mehr Kaufanreize

Gefühlt ist Elektromobilität überall, praktisch gilt das eher für die Berichterstattung auf Deutschlands Straßen. Damit sich das ändert und die hochgesteckten Ziele von Autobauern und Bundesregierung doch noch erfüllt werden, wird es in Zukunft immer mehr sogenannte „zeitlich befristete Kaufanreize“ geben. Darunter fallen beispielsweise auch Steuererleichterungen, die für 2017 angekündigt sind und ein weiterer Ausbau der Ladeinfrastruktur. Die Steuererleichterung betreffen dabei beispielsweise das vom Arbeitgeber gewährte, kostenfreie oder bezuschusste Aufladen der Fahrzeuge im Betrieb, das steuerbefreit werden soll.

Eine Kaufprämie für Elektroautos gibt es ja schon seit Anfang 2016, um die derzeit stagnierenden Umsatzzahlen anzukurbeln. Denn die Experten sind sich einig: der Markt braucht noch Jahre, um wirklich Fahrt aufzunehmen. Doch der Wille ist da: nach Branchenangaben investiert die deutsche Automobilindustrie bis 2020 mehr als 40 Milliarden Euro in alternative Antriebstechnologien.

Elektromobilität

Autofahren in der Zukunft: Elektromobilität steigt

Alkohol-Wegfahrsperren kommen

Immerhin 26.000 Menschen verlieren jedes Jahr ihren Führerschein als Folge von Alkoholkonsum am Steuer. Das Problem: nicht alle lassen sich davon abschrecken und verzichten auch wirklich auf ihr Auto. Hinzukommen zahlreiche Berufe, bei denen ein gesteigertes Interesse daran besteht, die Fahrtüchtigkeit der Fahrer auch über regelmäßige polizeiliche Kontrollen hinaus sicherzustellen. Denke man beispielsweise an Schulbusse, die Kinder alkoholisiert nach Hause bringen oder Lastwagenfahrer.

Für diese speziellen Gruppen soll Deutschland daher in den kommenden Jahren einem Projekt der europäischen Nachbarn folgen: Alkohol-Interlock. Fest installiert in der Mittelkonsole des Autos, erlaubt es dieses System erst nach einer Atemkontrolle des Fahrers, die der polizeilichen entspricht, den Motor zu starten.

Denkbar wäre dabei auch, Bewährungsfristen zu verkürzen, wenn Fahrer, die bereits wegen Alkohol am Steuer auffällig geworden das System nutzen.  Derzeit wird hier an einem ersten Gesetzesentwurf gearbeitet.

Autonomes Fahren – lässt noch auf sich warten

Wenn es um das Autofahren in der Zukunft geht, dann dominiert hier vor allem ein Thema: autonomes Fahren. Wir stellen uns vor, wie vernetzte Fahrzeuge wie an Perlenketten aufgezogen harmonisch hintereinander über die deutschen Straßen gleiten, Unfälle und Staus der Vergangenheit angehören und wir uns im Auto eher dem neuesten Blockbuster als unserer Umwelt widmen. Soweit die Vorstellung.

Szenarien dieser Art sind laut Experten aber noch viele Jahre, wenn nicht Jahrzehnte entfernt. Arbeiten sowohl die großen Autohersteller als auch Technologieunternehmen wie Apple oder Google auf Hochdruck an selbstfahrenden Autos, gibt es dennoch noch einiges an Entwicklungsarbeit, bis diese Art der Fortbewegung als straßen- und massentauglich gelten kann. Hinzukommen rechtliche Rahmenbedingungen und politische Hürden, die es zu setzen und überwinden gilt.

Besonders interessant zu beobachten sind derzeit die ganz verschiedenen Herangehensweisen von traditionellen Autobauern und beispielsweise Google. Während erstere ihre Fahrzeuge schrittweise um technische Assistenzsysteme erweitern wollen, setzt Google auf eine komplette Neuentwicklung der Fahrzeuge.

Auf deutschen Straßen dürften wohl bis Ende des Jahrzehnts vor allem teilautomatisierte Systeme, die den Fahrer in bestimmten Situationen wie beispielsweise auf der Autobahn, im Stau oder im Parkhaus unterstützen, ihren Weg ins Auto finden. Vollständig autonome Stadtautos werden von manchen Experten erst in etwa 15 Jahren erwartet.

Autonomes fahren

Autofahren in der Zukunft: Autonomes Fahren

Mehr zu Assistenzsystemen im Auto, die es heute schon gibt, finden Sie bei uns im Ratgeberbereich: https://www.rv24.de/online/ratgeber/tipps/assistenzsysteme.xhtml

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Infiniti Q30 – Kompakter mit dem Hauch Oberklasse

Diesen ersten Eindruck suggerierte der Infiniti Q30 in unserer Redaktion, obwohl diese Einschätzung nach einer Erklärung sucht. Wo liegt die Ursache?

Einfach erklärt, teilt sich der Infiniti Q30 die Plattform mit der A-Klasse von Mercedes. Wie dies zustande kommt? Nun, Infiniti ist seit nunmehr 28 Jahren die Edelmarke von Nissan. Nissan wiederum betreibt eine Allianz mit Renault – mit dieser Allianz kooperiert Mercedes Benz. Soweit ein sicherlich nicht unwichtiger Grund für diesen ersten Eindruck.

Das Ergebnis dieser herstellerübergreifenden Kooperation steht in Form des Q30 nun vor uns. Er ist anders, er soll kein Durchschnittstyp sein – dies sieht man auf den ersten Blick.

 

Infiniti Q30
Kein Durchschnittstyp – der Infiniti Q30

 

Wir haben uns den auffällig designten Kompakten genau angesehen, denn wir wollen natürlich herausfinden, ob dieser Infiniti Q30 dem Anspruch an Individualität und Luxus auch gerecht wird, den er verspricht. Wie er dabei abschneidet, zeigt der nachfolgende Fahrbericht.

 

 

Exterieur – aufregende Rundungen, scharfe Kurven

Nein, die Rede ist nicht von einem weiblichen Topmodel mit den Maßen 90-60-90. Doch das unübersehbare kurvig, kantige Design des Blechkleides, weckt ebenso schnell visuelles Interesse bei Betrachter und Betrachterin.

 

Infiniti Q30 oben
Macht eine gute Figur – auch von schräg oben.

 

Keine Frage, der Infiniti Q30 fällt auf, weil er sämtliche Konturen deutlich markanter zeigt, als alle anderen. Jeder Bogen, jede Kante, jeder Verlauf wird mit einem fast „oversized“ anmutenden Schwung gezeichnet. Das wirkt dabei aber keinesfalls übertrieben, sondern beschenkt den Infiniti mit einer optischen Eigenart, durch welche ihm die so oft gewünschte Individualität verliehen wird.

 

Infiniti Q30 Front
Fehlt nur das Stirnrunzeln – ein ernstes „Antlitz“ besitzt der Q30.

 

Von vorne zeigt sich der Japaner mit einem sehr ernst dreinschauenden Antlitz. Der massiv präsente Frontgrill wird ringsum mit Chrom eingefasst und gibt die nahtlose Linienführung direkt an die schmalen LED-Scheinwerfer weiter.

Kräftig ausgeformte Radhäuser setzen sich konturenhaft in den Kotflügel fort und sorgen dadurch für ebendiese geschwungenen Karosserieformen. Das Greenhouse gestaltet sich sehr flach und fällt dabei nach hinten sehr deutlich in den schrägen Heckabschluss mit auffälliger Zickzackendung der seitlichen Glasfläche.

 

Infiniti Q30 Seitenansicht
Die perfekte Welle? Der Q30 geizt nicht mit Rundungen.

 

Am Heck zeugen moderne LED-Schlussleuchten und eine zweiflutige Abgasanlage mit verchromten Endrohren für eine sportlich dezente Note. Der angedeutete Heckdiffusor in schwarzer Klavierlackoptik dient zudem als Fingerzeig auf den Anspruch zur Hochwertigkeit. Vor allem hier wird der insgesamt etwas höhere Aufbau des Q30 sehr deutlich.

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Interieur – Etablissement in Größe XS

Dass man kein Auto „von der Stange“ vor sich hat, bemerkt man auch dann deutlich, wenn man den Innenraum des Infiniti Q30 erkundet. Sofort fallen feinste Lederbezüge in warmen Farbtönen ins Auge, die beim Berühren sogar Vergleiche zu in mehrere Ligen höherspielenden Oberklassefahrzeugen encouragiert – ein wahrhaftes Highlight an diesem Fahrzeug. Selbst der Duft nach dem begehrten Bezugsstoff gefällt mit dem ersten Kontakt zu den Geruchsnerven.

 

Infiniti Q30 Cockpit
Asymmetrie olé – Rundungen harmonisieren auch den Innenraum.

 

Sogar der Armaturenträger wurde teilweise mit dem superweichen Leder bezogen – ein Teil des Ausstattungspakets „Café Teak“. Die schwungvollen Designkurven setzen sich auch innen fort und geben dem Q30 seine individuelle Note.

Diverse Bedienelemente erinnern dabei auch an das Daimler-Sortiment, was aber keineswegs negativ aufstößt, denn schließlich sind diese bewährt und sowohl optisch als auch haptisch sehr angenehm in ihrem Erscheinen. Besonders die Sitzverstellung mit den Memorytasten stellt sich auf den ersten Blick als „alte Bekannte“ heraus.

 

Infiniti Q30 Sitzmemory
Das kennt man doch? Alte Bekannte bei der Sitzverstellung in der Türverkleidung.

 

Das lederbezogene Multifunktionslenkrad weist eine wunderschön satte Polsterdicke auf, wodurch die Haptik bei jedem Griff ans Steuer unweigerlich für ein Lächeln sorgt. Nur dessen Durchmesser scheint für diese Fahrzeugklasse eine Nummer zu groß geraten.

Die verarbeiteten Materialien wirken fast durchweg sehr hochwertig. Fast selbstverständlich könnte man die tadellose Verarbeitung titulieren. Nichts wackelt, nirgends gibt es Unregelmäßigkeiten und alles passt einfach perfekt und sauber zusammen.

 

Infiniti Q30 Sitze
Platzhalter – die Sitze im Q30 sorgen für ergonomischen Sitzkomfort.

 

Die Sitze gefallen durch fulminant anmutende Passgenauigkeit, wobei sie dadurch bei sehr großen Personen – Gardemaße über 1,90 Metern – gegebenenfalls fast eine Idee zu eng wirken könnten. Die zweite Medaillenseite sozusagen. Ungeachtet dessen erfreuen die ergonomisch vorteilhafte Sitzposition sowohl Wirbelsäule als auch Sitzapparat.

Insgesamt ist das Raumgefühl im Infiniti Q30 eher moderat. Vorne wird dies durch die breite Mittelkonsole und die einfach zu gering ausfallende Kopffreiheit verstärkt. Es dauert ein bisschen, bis man eine platztechnisch saubere Position als Fahrer gefunden hat.  Auf der zweiten Reihe wird es noch enger. Die stark abfallende Dachlinie fordert gnadenlos ihren Tribut und lässt große Personen die Köpfe dauerhaft einziehen. Dies verbietet ausgedehnte Touren für diesen Personenkreis von vornherein.

 

Infiniti Q30 hinten
Kopf und Knie gehen rasch auf Kuschelkurs auf der zweiten Sitzreihe.

 

Erwartungsgemäß präsentiert sich auch die Rundumsicht nur mit eingeschränkt befriedigenden Ergebnissen. Die schmale, nach hinten sich weiter verjüngende Glasfront sorgt im Zusammenspiel mit den C-Säulen im XXL-Format und der sehr kleinen Heckscheibe für einen defizitären Durchblick nach hinten. Glücklicherweise verfügt der Infiniti Q30 an dieser Stelle über einen Ausgleich in Form von vier Kameras und 12 Parksensoren ringsum.

 

Infiniti Q30 Rückblick
Spartanisch – die Sicht nach hinten.

 

Beim Blick nach vorne, fallen die konturierten Kotflügel auf, die ganz entfernt an einen deutschen Sportwagenhersteller erinnern.

Das bei unserem Testfahrzeug vorhandene, nicht zu öffnende Panoramadach gab großzügig den Blick auf den Himmel frei und flutete den Innenraum mit viel Licht. Ein elektrisches Rollo vermeidet dabei zu starke Sonneneinstrahlung.





Der Laderaum des in England produzierten Edelableger von Nissan startet bei 430 Litern und lässt sich bei Bedarf durch die geteilt umlegbare Rücksitzbank auf bis zu 1.223 Liter erweitern. Das sind im Vergleich zum Wettbewerb keine Topwerte, dürfte aber in puncto Laderaum dem genügsam geprägten Zeitgenossen ausreichen.

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Motorisierung und Fahreigenschaften – Ruhe und Bescheidenheit

Auch im Antriebsbereich bezeugen unübersehbare Spuren die Markenallianz: Der 1.5-Liter Dieselmotor mit 109 PS ist ein bekanntes Aggregat aus dem Hause Renault. Beim Start verrichtet der Motor sein Werk im Q30 akustisch erstaunlich zurückhaltend. Offensichtlich wurde die Geräuschdämmung ausgeklügelt vollzogen und akribisch bedacht.

 

Infiniti Q30 Motor
Zurückhaltend und gut gedämmt – der kleine Diesel knausert überdies mit Kraftstoff.

 

Auch im Betrieb hält sich das Motorengeräusch sehr angenehm zurück und realisiert im Zusammenspiel mit dem komfortabel abrollenden Fahrwerk eine dezente, fast erhaben ruhige Geräuschkulisse im Innenraum. Mitunter bekommt man die sich aktivierende Start/Stopp-Automatik nicht einmal mit – vor allem, wenn dazu das Radio läuft.

Erst bei Drehzahlen über 4.000 Touren vernimmt man den leicht brummigen Charakter des kleinen Diesels. Doch auch im stark untertourigen Bereich brummelt der Diesel dann doch deutlich vernehmbar. Die Schaltanzeige animiert zudem zu einem sehr frühen Hochschalten, wodurch diese Brummneigung noch verstärkt wird.

 

Infiniti Q30 hinten
Die Endrohre suggerieren Leistungswerte, die der kleine Diesel nicht erfüllen kann.

 

Der Antritt des Selbstzünders kommt nach einem kleinen Turboloch dann doch relativ zeitig und spürbar. Dennoch sind Kraftausbrüche nicht zu erwarten. Für das alltägliche Mitschwimmen reicht die Leistung aber allemal.

Aufgrund des sehr geringen Geräuschpegels wird der gefühlte Geschwindigkeitseindruck stark gedämpft. Das heißt beispielsweise, dass man bei Geschwindigkeiten von 50 bis 60 km/h den Eindruck hat, man fährt bedeutend langsamer. Ebenso ist dies ein Multiplikator für das unscheinbare Beschleunigungsempfinden im Infiniti Q30.

 

Infiniti Q30 Mittelkonsole
Zu nah – diese Bedieneinheit wird mitunter unbeabsichtigt beim Gangwechsel bedient.

 

Das manuelle Schaltgetriebe arbeitet exakt und lässt den Fahrer die Gänge schnell und präzise wechseln. Ungewöhnlich ist hier, dass vor dem Einlegen des Rückwärtsganges, der gesamte Ganghebel nach oben gezogen werden muss.

Das Fahrverhalten des Q30 zeigt sich mit komfortorientierter Charakteristik. Fahrbahnunebenheiten kaschiert der Kleine dabei gekonnt und lässt nur wirklich grobe Verwerfungen bis zu den Insassen vordringen. Erstaunlich dabei ist, dass der Infiniti auch bei zügig gefahrenen Kurven nicht zur Hollywoodschaukel mutiert – er neigt sich zwar dabei dem Kurvenäußeren, aber nicht in magengrubensensiblen Winkeln.

 

Infiniti Q30 Steuer
Etwas groß geraten, aber extrem anschmiegsam – das Multifunktionslenkrad.

 

Ein leichtes Untersteuern im Grenzbereich wird bereits in seiner Entwicklung sanft vom ESP aufgehalten.

Die Bremsen des Infiniti Q30 lassen sich sehr gut dosieren und zeigten eine gute Standfestigkeit, bei der sich auch nach der dritten, unmittelbar aufeinanderfolgenden Bremsung aus Tempo 100 bis zu Stand keine Pedalerweichung feststellen lies. Da es sich beim Hersteller um die Marke Brembo handelt, scheint dies dann keine Überraschung zu sein.

 

Infiniti Q30 Rad
Zuverlässig – das Bremssystem tut was es soll.

 

Die Lenkung arbeitet direkt, jedoch eine Spur zu leichtgängig, wodurch die Rückmeldung von der Straße etwas geschmälert wird.

Als echter Meilenstein des Q30 ist das Thema Verbrauch. Uns hat es schon sehr beeindruckt, als wir auf einer Überlandstrecke mit kleinen Ortsdurchfahrten auf einen Durchschnittsverbrauch von 3,8 Litern kamen – ohne es direkt darauf angelegt zu haben. Zugegeben, es war eine Strecke, auf der man nicht oft schnell fahren konnte, doch zeigte es deutlich, welches Sparpotenzial diesem Diesel innewohnt.

 

Infiniti Q30 Verbrauch
Rekordverdächtig – der niedrige Verbrauch des Q30 überzeugt auf ganzer Breite.

 

Bei der typischen Drittelmixtestfahrt von Autobahn, Landstraße und Innerorts im prozentualen Verhältnis von 40/30/30, stand am Ende eine 5,0 auf der Verbrauchsanzeige. Dabei hielten wir uns an die vorgegebenen Höchst- beziehungsweise Richtgeschwindigkeiten.

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Assistenz und Sicherheit im Infiniti Q30

Bei einem Infiniti Q30 sollte man sich vor Fahrtantritt mit allen sicherheitsrelevanten Bedienungen ausgiebig vertraut machen. Dazu gehört auch die Funktion der Scheibenwischer. Denn einen in der typischen Erwartungshaltung vermuteten Hebel auf der rechten Lenkradseite gibt es nicht.

 

Infiniti Q30 Lenkradkranz
Kein Wischerhebel rechts hinter dem schönen Lenkrad.

 

Vor allem im Dunkeln beginnt spätestens jetzt eine – während der Fahrt nicht durchführbare – Suche nach der Wischersteuerung. Fündig wird der bei Niederschlag sichtbegehrende Fahrer letztendlich am Blinkerhebel, der an seinem Ende den Drehschalter für die Scheibenwischerfunktionen versteckt. Warum diese Anordnung im Infiniti verwendet wird, darüber können wir nur mutmaßen – verstehen es allerdings nicht.

Die LED-Scheinwerfer schaffen eine sehr gute Ausleuchtung und dank Fernlichtassistenten sorgen sie automatisch für eine blendfreie Beleuchtung der Fahrbahn. Der Clou: Der Wechsel zwischen Fern- und Abblendlicht und umgekehrt erfolgt mit weichem, gedimmten Übergang. Ausgenommen von diesem weichen Überang ist das Abblenden durch entgegenkommenden Verkehr – dies geschieht konventionell schnell.





Auch die Bring-me-home Funktion und sogar der Wechsel zwischen Blinker und LED-Tagfahrlicht besitzt diese Dimmapplikation.

Die Warnungen des Totwinkelassistenten erfolgen nur für den im Namen beschriebenen Zweck. Schnell herannahende Fahrzeuge auf der linken Spur erkennt das System hingegen nicht. Dafür sitzen die Warnleuchten nicht im Spiegelglas der Außenspiegel, sondern optisch besser wahrnehmbar im Innenraum, direkt am Spiegelansatz.

 

Infiniti Q30 - Totwinkelassistent
Optimalposition – die Totwinkel-Warnleuchten sind unübersehbar.

 

Die Rangierhilfe in Form der vier Kameras sorgen beim Rückwärtsfahren für eine 360-Grad-Rundumsicht und zusätzlich den uneingeschränkten Blick nach hinten. Legt man beim Rangiervorgang einen Vorwärtsgang ein, wechselt die Kameraperspektive automatisch auf die Frontkamera. Allerdings funktionierte während unseres Tests dieser Switch nicht immer.

 

Infiniti Q30 Surround View
Überblick behalten – dank 4 Kameras kein Problem.

 

Der Spurverlassenswarner lässt das Lenkrad beim Überfahren einer Linie dreimal ordentlich vibrieren. Genug um sogleich entsprechende Aufmerksamkeit der Richtungskorrektur zu widmen. Mitunter erkennt der Assistent Linien, welche gar keine sind – beispielsweise Reparaturfugen oder sogar Spurrillen im Schneematsch.

Die Verkehrszeichenerkennung arbeitet dagegen während unseres Tests fehlerfrei. Einziger Wermutstropfen: Die den erkannten Schildern entsprechenden Symbole werden jeweils nur für wenige Sekunden im Kombiinstrument angezeigt. Eine permanente Darstellung erfolgt leider nicht.

Sehr emsig arbeitet die Scheibenwaschanlage, welche mittels unter der Motorhaube befindlichen Fächerdüsen die Frontscheibe schier mit Flüssigkeit flutet. Die hervorragende, sehr gleichmäßige Verteilung sorgt für einen blitzschnellen Durchblick – auch bei erschwerten Bedingungen.

Zur zusätzlichen Kraftstoff- und Emissionseinsparung dient die im Q30 schnell agierende Start/Stopp-Automatik. Diese quittiert übrigens sofort den Dienst, sobald der Fahrer den Gurt ablegt.

Der Parkassistent des Infiniti Q30 funktioniert einwandfrei. Schönes Detail dabei, ist die kleine Anzeige im Infodisplay in Form eines blauen P-Symbols. Dies erscheint bei Schrittgeschwindigkeit automatisch und zeigt per Pfeil in die Richtung, in der eine Parklücke gefunden wurde.

 

Infiniti Q30 Instrumente
Kleines „P“ ganz groß – zeigt möglichen Parkraum an.

 

Beim automatischen Längseinparken benötigt der Assistent allerdings etwas zu viel Platz. Dies bedeutet im Detail, dass der Q30 fast anderthalb Fahrzeuglängen an der ausgewählten Parklücke vorbeizieht, um dann den – übrigens blitzschnell und exakt durchgeführten – Parkvorgang abzuschließen. Dadurch kommt es vor, das der rückwärtige Verkehr dem Q30 zu nahekommt und dabei die begehrte Parklücke zumindest teilweise verdeckt.

 

Infiniti Q30 Dachmitte
Versteckt – am unteren Bildrand erkennt man schemenhaft die Schalter zur Deaktivierung der Alarmanlage.

 

Ebenfalls der Sicherheit zuträglich, ist die optional erhältliche Alarmanlage. Diese kann man in zwei Stufen mittels hierfür vorgesehene Tasten hinter dem Innenspiegel deaktivieren. Notwendig könnte das bei einem Abschleppvorgang werden, wobei der Neigungssensor abgeschaltet wird. Die Innenraumüberwachung kann beispielsweise bei einem im Innenraum verbleibenden Hund unnötig werden.

Den Euro NCAP-Crashtest absolvierte der Infiniti Q30 bereits 2015 mit hervorragenden fünf Sternen.

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Ausstattung und Komfort – wer hat, der kann

Neben dem komfortablen Fahrwerk des Infiniti Q30 besitzt das Auto noch viele weitere Annehmlichkeiten, welche dessen Komfortfaktor weiter nach oben klettern lassen.

Der mittig im asymmetrisch gestylten Armaturenträger angeordnete Touchscreen im Infiniti Q30 erfreut den Betrachter durch eine hochaufgelöste, sehr farbenfrohe Darstellung. Die von Nissan stammende bewährte Technik verarbeitet jede Berührung zuverlässig.

 

Infiniti Q30 Navi
Kartendarstellung, wie man es sich wünscht – klar und übersichtlich.

 

Die Kartendarstellung des Navigationssystems ist sehr übersichtlich und angenehm. Die Menüführung könnte etwas strukturierter sein. Sie verlangt mitunter etwas des Probierens, da sie nicht immer intuitive Strukturen zeigt.

Eine elektrische Sitzverstellung findet man vorn beidseitig in der jeweiligen Türverkleidung – inklusive 3-facher Memoryfunktion. Auch eine prägnant wirksame Lordosenstütze beinhalten beide Vordersitze. Dadurch findet man – einmal eingestellt und gespeichert – innerhalb von Sekunden seine gewünschte Wohlfühlposition.

 

Infiniti Q30 Klima
Hot & Cool – die Klimaautomatik kann es, gleichgültig welche Temperatur gewünscht ist.

 

Das im Testwagen befindliche, optionale Bose Soundsystem besticht mit einem sehr guten, voluminösen und ausgewogenen Klangcharakter. Vor allem bei digitalem Radio kitzelt das System weitere, bis dahin ungeahnte Reserven hervor, die das Musikhören zur Freude machen. Das Bassgefüge untermauert ein Woofer, welcher den Platz einnimmt, der normalerweise für ein Ersatzrad gedacht war.

Das Koppeln von gängigen Mobilgeräten erfolgt problemlos und in Sekundenschnelle. Dabei konveniert das Bluetooth-Freisprechsystem mit einwandfreiem Klang und tadelloser Funktion. Auch die Sprachsteuerung benutzte man während unseres Tests gern, da sie Sprachbefehle sehr gut interpretierte und entsprechend fehlerfrei umsetzen konnte.

 

Infiniti Q30 Türgriff
Schlüssellos – das System ist nur auf die vorderen Türen begrenzt.

 

Aufgrund der hohen Mittelkonsole kommt es immer mal wieder vor, dass man beim Schaltvorgang den Drehknopf des i-Drive-ähnlichen Kommandoknaufes bedient. Dabei verändert man je nachdem, in welchem Modus man sich gerade befindet, irgendwelche Parameter. Besonders deutlich ist dies, wenn man die Kartendarstellung gewählt hat und durch diese Fehlbedienung die Ansicht verstellt.

Die Heckklappe wird per Hand geöffnet und fordert dafür einen überdurchschnittlich hohen Kraftaufwand – vor allem bei Beginn des Öffnungsvorganges. Zieht der Protagonist nach der Öffnung zu zaghaft am Griff, gibt die Arretierung die Heckklappe nicht ganz frei und man muss den Taster erneut betätigen.

Dank der vollkommen zugfrei agierenden Klimaautomatik, gab es jederzeit ein prima Klima im Innenraum. Die Heizleistung ist gut und für einen Dieselantrieb erstaunlich schnell nach einem Kaltstart spürbar.

Im Gegensatz dazu benötigt die Sitzheizung eine gefühlte Ewigkeit, um spürbar Wärme an Rücken und Hinterteil zu bringen. Geschuldet wird dies sehr wahrscheinlich durch die hochwertigen und dadurch dicken Lederbezüge.

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Varianten und Preise des Infiniti Q30

 Vier Ausstattungslinien und fünf Motoren warten auf den Interessenten dieses Kompaktklasse-Wagens.

Bei den Ausstattungslinien unterscheidet man zwischen dem Q30 als Basis- und Einstiegsversion, gefolgt vom Premium mit zusätzlichen Ausstattungsmerkmalen, wie beispielsweise einer Sitzheizung, dem Spurverlassenswarner oder größeren Leichtmetallrädern.

Die nächsthöhere Stufe heißt Premium Tech und beinhaltet on top LED-Scheinwerfer, die elegante Lederausstattung, Parksensoren und Rückfahrkamera, um nur einige Dinge zu nennen.

 

Infiniti Q30 Tunnel
Der Testwagen gehörte zur Premium Technologien Ausstattungsvariante.

 

Die Topvariante nennt Infiniti Sport, welcher diverse sportive Akzente wie einen Sport-Diffusor, Sport-Design-Stoßfänger und einen Sport-Kühlergrill beinhaltet. Darüber hinaus verfügt das Spitzenmodell serienmäßig über 19-Zoll-Räder und Sportsitze.

Die Motorisierung unterteilt man in zwei Dieselmotoren – ein 1.5-Liter mit 109 PS und einen 2.2-Liter mit 170 PS – sowie drei Benzinmotoren.

Der 1.6-Liter-Turbobenziner mit 122 PS ist gleichzeitig der Einstiegsmotor. Die nächste Stufe besetzt der hubraumidentische 1-6-Liter-Turbomotor mit 156 PS und wird vom 2.0-Liter Turbovierzylinder mit 211 PS – der Topmotorisierung – abgerundet.

Der große Diesel kann wahlweise auch mit Allrad bestellt werden. Die Topmotorisierung ist ausschließlich als Allradversion erhältlich. Alle anderen Motoren werden als Frontantriebsvarianten angeboten.

Die Preise beginnen beim Basismodell bei 24.200 Euro. Das Topmodell mit dem stärksten Motor kostet ab 40.290 Euro.

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Was sagen die Kunden?

Die nachfolgende Zusammenfassung bezieht sich ausschließlich auf den Infiniti Q30 und ist wie immer als nicht repräsentative Stimmungsanalyse in deutschsprachigen Netzwerken zu verstehen. Nur Mehrfachbenennungen werden aufgeführt. Es besteht kein Anspruch auf Vollständigkeit.

Zum Q30 gibt es aufgrund der engen Verbindung viele Vergleiche zur A-Klasse, bei dem abwechselnd mal das eine, mal das andere Modell die Gunst des Probanden erlangt. Das Design des Infiniti Q30 findet zum deutlich überwiegenden Teil positive Resonanz. Das individuelle, sich von der Masse abgrenzende Äußere, zeichnet sich nicht selten als Grund für den Kauf eines Infiniti ab.

Dazu findet auch das komfortable Fahrverhalten und die niedrigen Fahrgeräusche eine nicht unbeträchtliche Anzahl an Fans.

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Fazit – Synergien tragen Früchte

An dem Infiniti Q30 kann man einmal mehr eindrucksvoll erkennen, dass eine herstellerübergreifende Kooperation viele Vorteile in einem Fahrzeug vereinen kann.

Zum einen trägt er bewährte Gene aus dem Daimler Repertoire und kombiniert diese mit einem eigenen, vollkommen unabhängigen Charme, der die konventionelle Art einer A-Klasse fast komplett ausblendet und designschwangere Extravaganzen in den Vordergrund stellt. Abgerundet wird dieses Pamphlet von einem äußerst sparsamen Dieselmotor vom französischen Hersteller Renault, der den Infiniti bei aller Extravaganz in seiner äußeren Erscheinung eine gute Portion Bodenständigkeit verleiht.

 

Infiniti Q30 Sunset
Nicht gewöhnlich – wie das Auto, so (meist auch) der Besitzer.

 

Gut, über die Platzverhältnisse sollten sich Interessenten im Vorfeld schlau machen, denn dies ist nicht das Genre, indem der Infiniti Q30 die Schlacht für sich entscheiden könnte. Dafür belohnt er seinen Besitzer und alle Insassen mit hochwertigen Materialien, einwandfreier Verarbeitung und einem nicht zu verachtenden Komfortfaktor.

Sein unverwechselbares Äußeres wird durch asymmetrische Ästhetik bestimmt und trägt dadurch zu seiner individuellen Philosophie bei. Wer einen Infiniti fährt, mag es augenscheinlich niemals gewöhnlich.

 




























Text/Bilder: NewCarz

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Konkurrenz:
Mecedes Benz A-Klasse, BMW 1er, Peugeot 308, Ford Focus, VW Golf, Kia cee’d, Opel Astra

 

Technische Daten: Infiniti Q30 Premium Tech 1.5d 6MT
Länge x Breite x Höhe (m): 4,43 x 1,50 x 1,81
Motor: Vierzylinder Commonrail-Turbodiesel mit Start/Stopp-System
Leistung: 80 kW (109 PS) bei 4.000 rpm
Hubraum: 1.461 ccm
Max. Drehmoment: 260 Nm bei 1.750 – 2.500 rpm
Getriebe: manuelles 6-Gang Schaltgetriebe
Antrieb: Front
Durchschnittsverbrauch (NEFZ-Norm): 4,1 L/100 km
Durchschnittsverbrauch (NewCarz): 5,0 L/100 km
CO2-Emissionen (Herstellerangabe): 108 g/km
Abgasnorm: Euro 6
Höchstgeschwindigkeit: 190 km/h
Beschleunigung von 0 auf 100 km/h: 12 Sekunden
Leergewicht: 1.464 kg
Laderaumvolumen: 430 Liter (1.589 Liter bei umgeklappten Sitzen)
Kraftstofftank: ca. 50 Liter
Neupreis des Testwagens: 39.980 Euro

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Volkswagen und die Macht der Farben

„Auf dieses Gelb haben wir lange gewartet!“ berichtet Astrid Göring nicht ohne Stolz, während sie vorsichtig ein Schälchen mit dem Gewürz Kurkuma beiseite schiebt, um Platz für das sogenannte „Moodboard“ zu schaffen.

Diese Schautafel zeigt verschiedenste Gelbtöne, wie beispielsweise ein Foto von leuchtenden Maisfeldern, das Etikett einer französischen Zitronenlimonade und die Stoffprobe einer italienischen Gardine.

Für die erste Inspiration sammeln wir alles!

Derartige Beispiele nutzt man als visuelle Unterstützung im ersten Gespräch mit dem Lacklieferanten. Aufgabe der sogenannten „Color und Trim“-Abteilung bei VW ist dabei, die eigene Vorstellung vom finalen Farbton zu vermitteln – mit jeder gewünschten Nuance, jedem Feature.

Mit feinem Charakter. Oder mit lebhaftem Funkeln, sobald die Sonne darauf scheint.

erklärt Astrid Göring.

 

VW Color und Trim Astrid Göring
Astrid Göring zeigt die Inspirationen zum finalen Kurkuma Metallic.

 

Ihr Zuständigkeitsbereich liegt bei der Marke für das Farbdesign der Kompaktklasse. Dazu gehört auch der Golf, der in seiner aktuellen Auflage die erfrischende Farbgebung „Kurkumagelb Metallic“ besitzt – welche wir bei seiner Präsentation bereits live bestaunen konnten.

Diese neue Trendfarbe ist eine, welche von der gebürtigen Hamburgerin für den neuen Golf entwickelt wurde.

So ein lebendiges Gelb wie Kurkuma wäre vor zwölf Jahren technisch noch nicht möglich gewesen.

erzählt Susanne Gerken, Kollegin von Astrid Göring, nicht ohne Freude. Dank fortwährender Weiterentwicklung der Farben und damit auch von Zusammensetzungen der Farbpigmente, ermöglicht eine derartige Farbgebung überhaupt erst.

 

VW Color und Trim - Gerken und Göring
Mindestens zwei Jahre dauert die Entwicklung eines neuen Farbtons.

 

In der Abteilung „Color und Trim“ werden neben Farben auch Stoffe und Materialien für die verschiedenen Modellgruppen festgelegt. Susanne Gerken ist mit ihrer Gruppe für das Farbdesign im „B-Segment“ zuständig. Dazu gehören zum Beispiel der Passat, der Sharan und der neue Arteon.

An der Wahlurne für den Innenraum

Die Mitarbeiter der Abteilung entscheiden über Farbe und Material von allen Flächen, die von den Interieur- und Exterieur-Designern gestaltet wurden. Für den Innenraum bedeutet das auch immer die Qual der Wahl, wobei man über Lederqualitäten, Stoffsorten, Edelholz, Aluminium oder Lack für Dekorleisten entscheiden muss.

Doch auch die Farbauswahl für die Karosserie, inklusive der Felgend beim Cabriolet die Stoffverdeck-Varianten, gehören zu diesem Wahlverfahren.

Zusammengefasst werden alle sicht- und fühlbaren Flächen im und am Auto von diesem Team belegt – für alle Modelle und Märkte von Volkswagen.

 

VW Color und Trim Farbauswahl
Allein 80 Farbtöne für die Lackierungen zeugen von der Vielfalt bei VW.

 

Bei dieser Komplexität können die Mitarbeiter auf ein Spektrum von zirka 80 verschiedenen Außenfarben wählen. Dabei gibt es jede aktuell mögliche Lackvariante: Uni, Metallic oder Perlmutteffekt umfasst das Portfolio.
Mittlerweile zählt das Auto zum „Third Place“ – dem drittwichtigsten Ort im Leben vieler Kunden, nach der Wohnung und dem Arbeitsplatz. Selbstverständlich möchte der Kunde auch hier eine individuelle Gestaltungsmöglichkeit vorfinden. Genau dies ist das Ziel dieser Abteilung.

 

Es grünt so grün bei Volkswagen

Individuelle Entwicklungen können gesellschaftlicher Art sein, beispielsweise die wachsende Mobilität, Digitalisierung oder auch Nachhaltigkeit. Diese beeinflussen auch neue Farbtrends, welche zunächst in der Mode und auf Möbeln sichtbar werden. Später landen derartige Farbtrends auch in der Auto-Welt.

Solche Veränderungen werden auch von unseren Kunden wahrgenommen. Ihr Geschmack wandelt sich entsprechend.

erklärt Susanne Gerken.

Aus diesem Grund werden Trendfarben bei Volkswagen im jährlichen Rhythmus entwickelt. Aktuell gibt es neben dem bereits erwähnten „Kurkumagelb Metallic“ (Golf, Arteon und andere) auch Trendsetter wie das „Atlantic Blue Metallic“(zum Beispiel für den Touran) oder das „Bottle Green Metallic“ (am Beetle und Beetle Cabrio).

 

VW Color und Trim Grün
Susanne Gerken zeigt die neuen Trendfarben in Grün.

 

Eine Fülle an Grüntönen – von Moosgrün über Flaschengrün bis Viperngrün – werden von Gerken und Göring als neue Trendfarben gesehen.

Grün war für Volkswagen nie eine wichtige Farbe. Das hat sich geändert.

Durch die stetig fortschreitende Vernetzung und Globalisierung werden Gesellschaften toleranter und die einstige Stigmatisierung durch Farben, gibt es heute nicht mehr. Gerken sieht aus diesen Gründen für die einst als Jägergrün verspotteten Farben eine rosige Zukunft.

Doch bevor ein Volkswagen in einer der neuen Farben erstrahl, ist es ein mindestens zwei Jahre dauernder Weg, auf dem die Designerinnen eine mentale Reise in die Zukunft unternehmen. Die Inspirationen dazu holt sich Astrid Göring mit offenen Augen aus ihren Umfeldern.

Ich gehe mit offenen Augen durch die Welt: Wie weit geht das Spektrum eines dramatischen Herbsthimmels? Welches Licht- und Schattenspiel bietet eine neue Glasfassade? Oder ich sortiere Knöpfe in einer Schachtel und denke: Die drei lassen sich toll kombinieren!

 

Einfluss der Farben und Materialien auf das Gesamtpaket

Farben besitzen eine gehörige Macht. Farben können die Formgebung eines Fahrzeugs verstärken, aber auch schwächen oder komplett ruinieren. Im Idealfall bieten sie perfekte Unterstützung für jede einzelne Form im Blech.

 

VW Color und Trim Beatle-Modell
Einigkeit – hellblaue Farbtöne sind nichts für Größen wie den Touareg.

 

Doch bringt erst die Summe aller Beteiligten das Gesamtpaket zustande. Die Kombination aus Farben und Materialien entscheiden über Harmonie und Gefälligkeit.

Wir wollen unsere Autos nicht verkleiden, sondern mit Hilfe von Farben und Materialien perfektionieren. Wir versuchen die Details so zu betonen, dass sie eine stimmige und starke Gesamtwirkung unterstützen

Dies erklärt Textildesignerin Gerken. Eine perfekte Teamabstimmung ist daher existentiell. Gerken und Göring arbeiten aus dem Grund eng mit ihren Kollegen aus der Lackiererei, der Materialforschung und der Produktionsplanung zusammen. Gemeinsam vollziehen alle Beteiligten den Beratungsprozess, bei dem die Betonung von Design-Aspekten besprochen und Entscheidungen darüber getroffen werden, welche Ausstrahlung zum jeweiligen Fahrzeug passt und was davon in der Großserie umgesetzt werden kann.

 

Spielräume sind rar

Die beiden Farbexpertinnen haben nur kleinen Spielraum für große Experimente: Bereits nach fünf Wochen nach dem ersten Gespräch mit den Lackexperten, erhalten sie eine 10 mal 15 cm große Farbkachel mit der jeweiligen Farbgebung. Für ein „Probekleid“ arbeiten sie mit Visualisierungen und 3-D-Modellen, da ein Test mit einem Wagen in Originalgröße zu zeitintensiv wäre.

 

VW Color und Trim Resultat
Erst am Ende der Entwicklung sieht man das Ergebnis – in Serienfertigung.

 

Daher erleben die Designerinnen die tatsächliche Wirkung auf dem jeweiligen Fahrzeugmodell immer erst erst am Ende des Entwicklungsprozesses. Dieses komplexe Abstimmungsverfahren ist durch zahlreiche Ansprüche und Vorgaben gekennzeichnet. Für den perfekten Abschluß brauchen Gerken und Göring all ihre Erfahrung, Kompetenz und Intuition. Dabei erhöht eine enge Zusammenarbeit mit den Kollegen aus der technischen Entwicklung die Erfolgsaussichten signifikant.

 

Der rosa Beetle in Amerika

Gerken und Göring arbeiten für alle weltweiten Märkte, insgesamt 150 Länder, in denen Volkswagen verkauft werden. Jedes Land hat farbspezifische Präferenzen und Einschränkungen, was sich als eine zusätzliche Herausforderung darstellt. Beispielsweise gab es für nordamerikanische Kunden ein Sondermodell des Beetle in rosa. Auf dem europäischen Markt wäre so ein Fahrzeug unverkäuflich.

 

Maximale Strapazen für einen zehntel Millimeter

Die Farbgebung findet durch eine nur hauchdünne Schicht statt, welche allerdings Immen wichtig ist. Nicht nur die optische Anmutung muss passen, sondern auch  die chemische Zusammensetzung muss allen Strapazen, wie Niederschlag, UV-Strahlung sowie Hitze und Kälte trotzen können.

Eine weitere Herausforderung ist die identische Wirkung der Lacke auf unterschiedlichen Materialien. Höchste Präzision ist hierfür ein erforderlicher Aspekt, den Roboter mit exakter Genauigkeit erledigen. Ein fünfschichtiger Lack misst nur einen zehntel Millimeter – was einer menschlichen Haaresbreite entspricht.

 

VW Color und Trim Lackkontrolle
Grünes Rot – die Lacke basieren bei VW fast allesamt auf Wasserbasis.

 

Umweltgerecht verarbeitet Volkswagen fast ausschließlich Lacke auf Wasserbasis und prüft zudem kontinuierlich den Lackierprozess und entwickelt diesen weiter.

Eine wichtige Erfindung fehlt laut Astrid Göring und Susanne Gerken allerdings noch: Ein selbstreparierender und reinigender Lack wäre ein echter Meilenstein, finden die beiden Expertinnen mit einem Lächeln.

 

VW Color und Trim Kacheln
Diese Kacheln sind das erste Testmittel für einen neuen Farbton.

Text: NewCarz / Fotos und Quelle: Volkswagen

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Data Scientists analysieren: smart und Watson helfen bei SOPHY’s CeBIT-Anreise

Smart Data und Watson haben nicht zwangsläufig einen direkten Zusammenhang. Und wir bei NewCarz beschäftigen uns an dieser Stelle auch nicht mit dem vor 3 Tagen bekannt gewordenen Nacktfoto-Leak der Schauspielerinnen Emma Watson und Amanda Seyfried.

Die CeBIT steht vor der Tür und alle Welt schaut nach Hannover, wo speziell auf der Digital Marketing Arena in diesem Jahr Influencer, Content Marketing und die Auswirkung von Künstlicher Intelligenz auf das Marketing der Zukunft im Fokus stehen. Und so schließt sich der Kreis zu unserem Beitrag, denn unsere Redaktion befasst sich im Rahmen der Suchmaschinenoptimierung der Fahrberichte schon länger mit dem Hummingbird-Algorithmus und damit natürlich auch mit Semantik und Trendanalysen in Echtzeit.

Wie am Freitag bekannt wurde, ist SOPHY, die smarte Schöpfung Künstlicher Intelligenz aus dem KI-Labor von „Prof. Watson“ – wie Prof. Dr. Beier intern gern mal genannt wird – entkommen. Dabei handelt es sich um einen außerordentlichen Vorgang, der aufgrund der morgen startenden CeBIT sofort nach Bekanntwerden die Advertiser-Welt und Marketing-Experten in Aufruhr versetzt hat.

Wer ist SOPHY?

SOPHY erblickte vor über 15 Jahre in den Laboren von „Prof. Watson“ in Martinsried das Licht der KI-Welt und wurde seither immer größer und mächtiger. Angereichert mit Millionen von Datensätzen, ausgerüstet mit einem tiefen Textverständnis dank Machine Learning und echter Semantik hat SOPHY nun ein Entwicklungsstadium erreicht, in dem sie vor der Welt nicht mehr verborgen bleiben wollte. Auch wir bei NewCarz arbeiten seit fast 2 Jahren mit dem enormen Wissen von SOPHY, was bislang allerdings ausschließlich fest in ein WordPress-Plugin integriert nutzbar war. Die riesigen Datenmengen aus dem Social Web (Big Data) werden von SOPHY in Trendanalysen und Smart Data für die Nutzung im Marketing verarbeitet.

Auf Nachfrage von Smarti-Leaks erklärte „Professor Watson“, dass er die Flucht seines Ziehkindes über alle Maßen bedaure, aber auch verstehe, dass sie nun reif und bereit für die Werbewelt da draußen sei. Die Auswirkungen der Technologie sieht man beispielsweise an dem seit längeren bekannten Effekt, den unser NewCarz „Talisman Dauertest“ oder der erst am Dienstag veröffentlichte Bericht über das All Terrain Sportscar „Criog“ auf Google erzielt hat. Übrigens auch ein offensichtlich neuer Trend, diese Mischung aus Offroad, Onroad und Rennstrecke in einem einzigen durchaus futuristisch anmutendem Fahrzeug.

newcarz criog buggy
Auch der Criog wäre ein spaciger Fluchtwagen für SOPHY.

Was hat NewCarz mit Watson und SOPHY zu tun?

Nun, wir als erstes semantisches Automagazin der Welt sind natürlich daran interessiert, unseren technologischen Vorsprung durch den Einsatz von SOPHY zu halten und weiter auszubauen. Umso wichtiger ist es, dass SOPHY nicht in falsche Hände gerät. Eine erste Analyse des Marktes brachte uns recht schnell darauf, dass Watson nicht nur der Supercomputer aus dem Hause IBM ist, der im Umfeld von Cognitive Computing auf sich aufmerksam macht, sondern Watson gar nicht so weit weg von Automotive ist, wie wir zunächst dachten. Ein Mann namens A. J. Watson (1924–2014) gehörte nach dem Zweiten Weltkrieg neben Frank Kurtis zu den erfolgreichsten und talentiertesten Konstrukteuren von Rennwagen. Watson baute schon in den 40er Jahren Rennwagen und bereits im Jahr 1953 schaffte Jim Rigsby eine erste Zielankunft bei den legendären 500 Meilen von Indianapolis.

In den Folgejahren waren die von verschiedenen Teams eingesetzten und von Offenhauser-Motoren angetriebenen Watson-Rennwagen 6 Mal bei den 500 Meilen erfolgreich. Neben Watson und Kurtis Kraft tauchte mit Kuzma noch ein weiterer Name bei den amerikanischen Chassis-Herstellern im Monoposto-Rennwagenbau der 50er und 60er Jahre auf. Auch die Kuzma-Boliden wurden in der Regel von einem Offenhauser-Motor angetrieben. Da es in den USA allerdings üblich war, dass die Fahrzeuge beim Rennen unter dem Namen der Eigentümer oder Sponsoren gemeldet wurden, haben es die Namen Watson und Kuzma nicht zu globaler Bekanntheit geschafft.

SOPHY allerdings ist in der Lage, selbst unstrukturierte riesige Datenmengen in Bruchteilen einer Sekunde zu klassifizieren und die relevanten Informationen strukturiert darzustellen bzw. zu verarbeiten. Deshalb sehen wir an dieser Stelle durchaus die Möglichkeit, dass SOPHY aufgrund ihrer Nähe zu Watson, diese Rennwagen als durchaus relevant für ihre Flucht erachtet. Eine weitere naheliegende Option sehen wir im Umfeld der Daimler AG mit einem aktuellen Modell des smart.

SOPHY eventuell mit smart auf der Flucht?

Die Suche nach SOPHY verlief bislang erfolglos, was in Anbetracht der Geschwindigkeit mit der SOPHY Daten aus diversen Quellen aggregiert und auswertet, nicht verwundert. Angenommen, SOPHY ist mit einem smart fortwo, smart fortwo cabrio oder smart forfour, wenn nicht sogar aufgrund ihrer Nähe zu zukunftsträchtigen Technologien mit einem smart fortwo electric drive, unterwegs, liegt es nahe, dass sie damit zur CeBIT anreist.

Vermutlich versteckt sie sich auf ihrem Weg hinter bisher kaum bekannten Produkten am Werbemarkt, die als Smart Relevance Research, Smart Relevance Optimization oder Smart Relevance Advertising aber schon einige Monate in verschiedenen Unternehmen zum Einsatz kommen. Erste Anzeichen sprechen sogar dafür, dass SOPHY sich mit einer Self-Service-Plattform direkt an Agenturen und Kunden wenden will, die dann unter mySOPHY die SRR- und SRO-Lösungen nutzen können.

Was macht SOPHY so wertvoll?

Sie hat neben den genialen Eigenschaften von „Prof. Watson“ im Bereich der semantischen Analyse mittlerweile so viel dazu gelernt, dass sie bisherige Mechanismen bei der Bannerauslieferung wie Behavioral oder Re-Targeting auf Cookie-Basis nicht mehr benötigt, um die richtigen Anzeigen zum passenden Content – also im relevanten Context – ausspielen zu können. Zudem schafft sie es spielerisch, generischen Content von Websites, Produktbeschreibungen und Blogs durch semantische Anreicherung bei Google so gut zu platzieren, dass man damit die vorderen Positionen besetzt, ohne einen Cent an Anzeigen-Budget zu verbrauchen. Diese antrainierte und perfektionierte Intelligenz und Vielschichtigkeit macht sie in den Augen der Vermarkter, Publisher und Kommunikationsteams so enorm wertvoll.

Wenn Sie diesen Beitrag tatsächlich bis hierher gelesen haben, ohne den Kopf zu schütteln, möchten wir an dieser Stelle kurz auflösen. Es handelt sich hierbei um eine frei erfundene Geschichte, die lediglich beweisen soll, dass ein cleverer Einsatz semantischer Technologien in Kombination mit Machine Learning auf riesigen aktuellen Datenmengen aus dem dem (Social) Web im Online-Marketing enorme Effekte erzielen können. Um einen Text für eine Suchmaschine relevant zu machen, benötigt es die Aggregation von „Weltwissen“ und eigenem Content – tagesaktuell, sowie das Verständnis unterschiedlicher Wortbedeutungen und Kenntnis von möglichen Synonymen.

Genau so ein Beispiel ist unser „Watson“, ein Name, der nicht nur aus Londoner Detektivgeschichten rund um Sherlock Holmes bekannt ist, sondern genauso durch Emma Charlotte Duerre Watson – eine britische Schauspielerin. Bekannt geworden ist sie durch die Rolle der „Hermine Granger“ in den Harry-Potter-Verfilmungen. Darüber hinaus gibt es einen Chassis-Hersteller für Rennwagen wie oben beschrieben und natürlich den derzeit in diversen Projekten der IT-Industrie auftauchenden Supercomputer IBM Watson, der als Inbegriff für Künstliche Intelligenz und Smart Data steht. Was SOPHY mit all dem zu tun hat, wird von Prof. Dr. Heiko Beier und Robert Wauer am kommenden Donnerstag auf der CeBIT Digital Marketing Arena aufgelöst.

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Mittelfinger am Steuer

Der Mittelfinger: im Straßenverkehr erlaubt?

Der Fahrer hinter Ihnen drängelt. Er fährt nah auf und blendet Sie mit der Lichthupe. Dabei führen Sie gerade ein korrektes Überholmanöver auf der linken Spur aus – kein Grund, ungeduldig zu werden! So eine Situation stresst beide Beteiligten und führt nicht selten zum ein oder anderen Wutausbruch. Der Mittelfinger kribbelt und die nächstbeste Beleidigung liegt Ihnen auf der Zunge. Aber was ist eigentlich erlaubt?

Lautstarke Beleidigungen im Straßenverkehr – eine Kostenfrage

Bevor Sie also das nächste Mal Ihrem Ärger im Straßenverkehr laut Luft machen, lesen Sie unseren Artikel über das Fluchen am Steuer. Sie können das Geld besser für etwas anderes gebrauchen.

Teure Handbewegungen

Mit Gesten sollten Sie noch vorsichtiger sein als mit leisen Schimpfwörtern. Denn wenn Sie den berühmten Vogel zeigen, verstehen andere auch außerhalb der Hörweite, was Sie damit ausdrücken wollen. Das gilt auch für den Mittelfinger.
2016 zog ein Autofahrer vor Gericht, weil ihm ein Taxifahrer den Mittelfinger gezeigt hatte. Der Taxifahrer hatte sich aufgeregt, dass der andere Verkehrsteilnehmer, aus seiner Sicht, zu langsam gefahren war. Mit der Geste wollte er den Fahrer während des Überholens zurechtweisen. Doch so schnell, wie er den Mittelfinger ausgestreckt hatte, war er verurteilt worden: Der Taxifahrer bekam eine Geldstrafe von 1000 Euro und dazu einen Monat Fahrverbot. In anderen Urteilen mussten die Täter sogar bis zu 4000 Euro für den ausgestreckten Finger zahlen.

Interessant ist auch, wie es sich mit Beleidigungen verhält, die Sie nicht gegen andere Verkehrsteilnehmer richten. Denn auch, wenn Sie der Radarfalle den falschen Finger zeigen, kann eine Geldstrafe drohen. Schließlich bekommt ein Beamter Ihren Schnappschuss zu sehen und kann sich angegriffen fühlen. Die nicht sichtbare Amtsperson ist also in diesem Fall das „Opfer“ Ihrer Geste und kann Sie dafür belangen.

Es gibt sehr viele Beleidigungen im Straßenverkehr, die mit unterschiedlich hohen Bußgelder geahndet werden:

Versuchen Sie also, sich im Straßenverkehr nicht gleich aus der Ruhe bringen zu lassen. Ist Ihnen der Mittelfinger tatsächlich eine Strafe wert? Ihr Geld können Sie auch anders investieren: Wie wäre es stattdessen mit einer Woche Entspannungsurlaub am Strand? Danach bringt Sie kein Autofahrer so schnell auf die Palme!

 

Quellen:

http://www.n-tv.de/ratgeber/Das-droht-Stinkefinger-Zeigern-article11366336.html

http://www.focus.de/finanzen/recht/tid-34674/beleidigungen-im-strassenverkehr-wenn-autofahrer-amok-laufen-du-idiot-kann-leicht-600-euro-kosten_aid_1158644.html

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