Elektromobilität: Autobauer üben sich in Zurückhaltung

Das neue Jahr begann für die Automobilbranche mit gleich zwei wichtigen Messen: Anfang Januar fand in Las Vegas die Consumer Electronics Show (CES) statt, kurze Zeit später folgte die North American International Auto Show (NAIAS) in Detroit. Während auf der zukunftsorientierten CES Themen wie das autonome Fahren, Sprachassistenten fürs Auto und alternative Antriebe im Mittelpunkt standen, wirkte die Detroit Motor Show wie ein Relikt aus der Vergangenheit. Statt um intelligente Sensoren und leistungsstarke Prozessoren für die Autos der Zukunft, ging es auf der NAIAS in erster Linie um Hubraum und PS.

In einem Punkt waren sich die Automobilhersteller allerdings auf beiden Messen einig: Wenn die Elektromobilität thematisiert wird, dann bitte nur mit Prototypen und Studien. Wer knapp zweieinhalb Jahre nach dem Bekanntwerden des Abgasskandals alltagstaugliche Elektroautos erwartet hatte, wurde enttäuscht.

Futuristische Prototypen statt serienreife Elektroautos

Hört man sich die Reden von Politikern, Umweltschützern und Analysten aus den vergangenen Jahren an, besteht kein Zweifel daran, dass der Verbrennungsmotor ausgedient hat – und auch die Manager der großen Autokonzerne scheinen davon überzeugt zu sein. Wirkliche Alternativen zu Benzin- und Dieselmotoren bieten sie ihren Kunden bislang allerdings nicht an.

Das Highlight der CES war sicherlich die neue chinesische Elektroauto-Marke Byton, die mit einem Elektro-SUV zum Kampfpreis den Markt aufrütteln möchte. Bislang ist der Byton allerdings nicht mehr als ein Prototyp auf. Der Marktstart in China wurde für 2019 angekündigt, allerdings steht bislang nicht einmal die Fabrik, in der das Fahrzeug produziert werden soll. Von KIA gab es mit dem Niro EV Concept eine Studie mit 383 Kilometern Reichweite, Toyotas e-Palette Concept ist gar nur eine Plattform, mit der sich zukünftig elektrische Busse und Lieferwagen realisieren lassen sollen. Tesla-Konkurrent Fisker zeigte die Luxuslimousine EMotion (Marktstart Ende 2019, ab 129.000 US-Dollar).

Nicht anders sah es auf der NAIAS aus: Ford kündigte an, den Invest in Elektromobilität zu erhöhen, Lexus präsentierte die Studie LF-1 und Infinity den Q Inspiration Concept. Die Liste der Prototypen lässt sich beliebig fortsetzen, bei den Modellen in Serienproduktion muss man schon wesentlich genauer hinschauen. Wirklich nennenswert ist in diesem Kontext eigentlich nur der neue Leaf, den Nissan zur CES im Gepäck hatte.

NIssan - E-Mobility

Das Problem mit der Alltagstauglichkeit

Woher kommt diese Zurückhaltung? Das Hauptproblem bleibt nach wie vor der Trade-off zwischen Preis und Alltagstauglichkeit: Ein Tesla S mit einer Reichweite von über 500 Kilometern und einem ordentlichen Raumangebot wird vom Otto Normalverbraucher gemeinhin als „alltagstauglich“ eingestuft. Dessen Preis – von zum Teil weit über 100.000 Euro – jedoch nicht. Sinkt der Preis – wie beispielsweise beim Nissan Leaf oder Renault Zoe – nimmt gleichzeitig die Reichweite ab. Studien belegen zwar, dass die meisten Deutschen täglich nicht mehr als 30 bis 60 Kilometer fahren, aber dennoch setzt bei Elektroautos, mit denen man nur 200 bis 300 Kilometer zurücklegen kann, die „Reichweitenangst“ ein.

Da Batterien noch immer vergleichsweise teuer sind, haben die Autohersteller aktuell also nur die Wahl zwischen teuren Luxus-Stromern (Tesla, Audi E-Tron Quattro) und günstigeren Kleinwagen (Renault Zoe, Nissan Leaf, Smart Electric Drive). Wobei „günstig“ immer relativ ist: Die Deutschen legen im Schnitt für einen Neuwagen rund 30.000 Euro (Listenpreis) auf den Tisch. Der neue Nissan Leaf fängt erst bei 32.950 Euro an. Wirklich massentauglich sind beide Varianten nicht.

Smart Electric Drive

Und genau deshalb konzentriert sich die Autoindustrie auch 2018 primär auf klassische Verbrenner. Die futuristische Studien, die auf den Messen dieser Welt vorgestellt werden, dienen in erster Linie dazu, dem Kunden zu zeigen, wie die Autos der Zukunft aussehen könnten. Zugleich setzt man aber auch ein Zeichen: „Wir beschäftigen uns mit dem Thema Future Mobility!“.

Letzteres ist insbesondere für die deutschen Autohersteller wichtig, die sich in der Vergangenheit regelmäßig vorwerfen lassen mussten, den Anschluss verpasst zu haben.

The post Elektromobilität: Autobauer üben sich in Zurückhaltung appeared first on R+V24 Magazin.

Advertisements

Bremsscheiben & Bremsbeläge – Original-Teile vs. Plagiate

Ersatzteile sind teuer. Viele Autofahrer versuchen daher beim Ersatzteilkauf ein Schnäppchen zu machen, oft fallen sie allerdings auch auf Plagiate rein, welches sehr gefährlich werden kann. Produkt- und Markenpiraterie sind seit mehreren Jahren auch im Automobil-Bereich ein ernstzunehmendes Thema geworden, doch nur selten sprechen die Hersteller so offen über das Thema.

Der Ersatzteil-Markt ist riesig, die Gier der Produktfälscher scheinbar unstillbar. Auf Kosten von Qualität nehmen sie billigend in Kauf, dass sie mit Menschenleben spielen. Ein gefährliches Spiel auf Kosten der Sicherheit und für die Hersteller der Plagiate, trotz günstigen Preisen, immer noch sehr lukrativ. Die Produktfälschungen kommen schon lange nicht mehr nur aus Fernost oder der Türkei, es gibt bereits grenznah Werke.

Auf dem Youtube-Kanal von Mercedes-Benz haben wir ein interessantes Video gefunden, welches wir euch nicht vorenthalten wollen. Es zeigt nämlich sehr eindrucksvoll warum man als Autofahrer die Finger von günstigen Ersatzteilen, also sogenannten Plagiaten, lassen sollte. Vor allem im
Bereich der Bremsanlage spielt man hier mit der Sicherheit und unter Umständen auch mit seinem Leben.

Mercedes-Benz Fahrer erwarten „Das Beste oder nichts“, den Slogan hat Gottlieb Daimler, also der Mitbegünder von Daimler schon früh geprägt und auch heute arbeitet man beim Daimler noch nach dieser Vorgabe, vor allem wenn es um das Thema Sicherheit geht. In dem nachfolgenden Video sieht man ein Fahrzeug welches mit originalen Bremsbelägen (also von einem zertifizierten Zulieferbetrieb für Mercedes-Benz Bremsbeläge) ausgerüstet wird. Ein baugleiches Fahrzeug wird mit Plagiaten ausgerüstet. Plagiate gibt es nicht nur von Mercedes-Benz Bauteilen, nein das Thema betrifft fast alle Hersteller – doch wer günstig kauft, der kauft hier oft zweimal, denn die Plagiate verschleissen nicht nur schneller, sie bremsen auch schlechter. Kein Wunder, bestehen die Plagiate z.B. – wenn sie besonders günstig hergestellt werden – aus einer einfachen Melange aus Pappe, Blei oder gar Asbest.

Es gibt Unterschiede bei der Zusammensetzung von Bremsscheiben und Bremsbelägen!

Es gibt Unterschiede bei der Zusammensetzung von Bremsscheiben und Bremsbelägen!

Wie man im Video sehr eindrucksvoll sehen kann, verzögert die Bremsanlage mit den gefälschten Bremsbelägen schlechter, der Bremsweg verlängert sich. Das gilt somit auch für den Anhalteweg, welches wiederrum eine Gefahr für alle Verkehrsteilnehmer darstellt. Dieter Jurkschat hat das Fahrzeug, übrigens ein Mercedes-Benz CLA, auf 100 km/h beschleunigt und anschließend eine Vollbremsung eingeleitet. Einer ganz normalen Geschwindigkeit, die man auf der Autobahn aber auch auf der Landstraße spielend erreicht. 37 Meter braucht der CLA mit orginalen Bremsbelägen für den reinen Bremsweg, der Anhalteweg berechnet sich ja aus dem Bremsweg und dem Reaktionsweg und gerade bei Gefahrenbremsen kommt es auf jeden Meter an, aus dem Grund sollte man nicht am falschen Ende, in dem Fall an der falschen Qualität der Bremsbeläge und Scheiben, sparen.

Bremsbeläge und Bremsscheiben werden richtig heiß!

Bremsbeläge und Bremsscheiben werden richtig heiß!

 

So eine Bremsscheibe erreicht spielend, während des eigentlichen Bremsvorganges, Temperaturen um die 840°C. Auf dem Prüfstand sieht man anschaulich, wie das normale Bremsbild auszusehen hat und vor allem wie das Bremsbild von den gefälschten Bremsbelägen aussieht. Gerade bei Verzögerungen aus höheren Geschwindigkeiten oder bei Bergabfahrten kann es hier problematisch werden. Aus dem Grund empfehlen wir Ihnen ausdrücklich, dass sie nur von den Herstellern zugelassene Ersatzteile verbauen, vor allem im Bereich vom Fahrwerk, der Bremsanlage und der Rad-Reifen-Kombination.

Nur mit vom Hersteller zugelassenen Bremsscheiben und Bremsbeläge bremst es sich sicher!

Nur mit vom Hersteller zugelassenen Bremsscheiben und Bremsbeläge bremst es sich sicher!

Alle Automobil-Hersteller testen alle verbauten Teile umfangreich, das gilt auch für Teile die in den Zubehörhandel bzw. in den Ersatzteilhandel kommen. Wert legen die Hersteller auf die Lebensdauer und die Beständigkeit, ganz zu Schweigen von der Funktionalität, denn am Ende sollen natürlich auch die Ersatzteile zuverlässig sein.

Wichtiger Hinweis: Es geht übrigens nicht darum, dass man sich keine anderen Bremsbeläge kaufen soll, es gibt auf dem Markt zahlreichende Hersteller, die nach Herstellervorgabe die Produkte herstellen. Es gibt auch Nachrüstlösungen die teilweise besser sind als die serienmäßigen Bremsanlagen, aber selbst diese Produkte werden oft gefälscht, ein Indiz für eine Fälschung könnte ein unschlagbar günstiger Preis sein, da sollte man schon mal hellhörig werden, denn zu verschenken hat keiner der Hersteller irgendetwas.

Photos: © Daimler

The post Bremsscheiben & Bremsbeläge – Original-Teile vs. Plagiate appeared first on R+V24 Magazin.

Vorstellung: 2018 BMW 2er Active Tourer

Es ging ein großer Aufschrei durch die Reihen, als BMW 2014 den 2er Active Tourer präsentierte. Ein BMW mit Frontantrieb und Dreizylindermotoren? Und dann noch in der denkbar undynamischsten Form, die sich ein Fan der sportlichen Marke vorstellen kann: Als Van. Die Käufer hat das herzlich wenig interessiert, sodass die Bayern seit Marktstart 380.000 Exemplare des BMW 2er Active Tourer absetzen konnten. Wir haben das Fahrzeug damals recht schnell getestet: Fahrbericht! Nun erfuhr der Kompaktvan ein Facelift, das optisch zwar zurückhaltend ausfällt, aber bei den Motoren einige Updates mit sich bringt – das ist der 2018 BMW 2er Active Tourer:

2018 BMW 2er Active Tourer Design Check

380.000 Käufer vom BMW 2er Active Tourer dürfen nun aufatmen, denn wenn man nur kurz hinschaut, wird man das Facelift kaum erkennen. Erst beim genauen Betrachten fallen die dezenten Retuschen auf. So installierten die Münchner an der Front eine neue Schürze mit einem breiten, durchgehenden Lufteinlass im unteren Bereich sowie eine präsentere Niere – das Markenzeichen von BMW schlechthin. So wirkt der Auftritt etwas sportlicher und eleganter. Man muss schon sagen, für einen Kompaktvan wirkt der 2er Active Tourer äußerst ansehnlich.

+ 5

Dazu trägt mit dem Facelift unter anderem das neue Leuchtendesign für die optionalen LED- und adaptiven LED-Scheinwerfer bei. Es bietet nicht nur ein blendfreies Fernlicht, sondern zeigt die Doppelrundscheinwerfer in einer hexagonalen Ausführung. So gibt sich der 2er Activer Tourer präsenter und knüpft ein Band zur restlichen BMW-Familie.

Am Heck verbaute man ebenfalls eine neue Schürze, die die Breite des Bayern betont. Hier fallen auch die vergrößerten Endrohre auf: Tragen die Dreizylindermotoren nur ein Abgasrohr, dürfen es bei den Vierzylindern deren zwei sein. Neu sind zudem die Außenfarben „Juraco Beige“ und Sunset Orange sowie die Designs der Leichtmetallfelgen in 17 bis 19 Zoll.

2018 BMW 2er Active Tourer Motoren Check

Die Motoren waren bis zum Facelift so eine Sache beim BMW 2er Active Tourer. Wurden die Dreizylindermotoren als besonders effizient, aber genauso dynamisch wie die Vierzylinder angepriesen die sie ersetzt haben, fielen sie eher mit Problemen auf. Zum Ärgernis wurden die Hauptlager der Dreizylinder-Motoren, die zum Streik neigten und final zu Motorschäden führten. Sogar bei geringen Laufleistungen.

Das soll nun gänzlich der Vergangenheit angehören, da die Münchner die neueste Generation an Triebwerken in den BMW 2er Active Tourer schrauben. Diese glänzen mit umfangreichen Modifikationen an der Kurbelwelle, am Wärmemanagement, am Ventiltrieb und an der Aufladung. Und so startet man in die 2er Active Tourer-Welt mit dem BMW 216i mit 109 PS – dem Basis Dreizylinder. Auch die nächst stärkere Variante, der BMW 218i, ist ein Dreizylinder und vertraut ebenfalls auf 1.5 Liter Hubraum. Sein Output sind aber spürbar mächtigere 140 PS. Mit vier Zylindern geht es ab dem BMW 220i mit 192 PS los, der auf 2.0 Liter vertraut. Auch das Top-Modell unter den Otto-Motoren, der 225i xDrive, baut auf diesem Motor auf, leistet aber starke 231 PS. Eine Besonderheit – gerade im Feld der Kompaktvans – stellt der Plug-In Hybrid BMW 225xe iPerformance dar. Seine rein elektrische Reichweite beträgt 45 km, während die Systemleistung von 224 PS die dynamische Orientierung des Münchners widerspiegelt. Der kombinierte Verbrauch soll dennoch bei nur 2,3 bis 2,5 Litern auf 100 km liegen.

Das Facelift vom 2018 BMW 2er Active Tourer

Das Facelift vom 2018 BMW 2er Active Tourer

Und auch die Diesel starten mit einem Dreizylinder mit 1.5 Litern Hubraum – dem 216d. Sein Output sind ausreichende 116 PS, während der Verbrauch mit 4,3 Liter im Drittelmix als genügsam angesehen werden darf. Freude am Fahren verspürt man aber erst ab dem BMW 218d, der optional auch mit xDrive Allradantrieb erhältlich ist. Aus seinem 2.0 Liter Vierzylinder werden nachdrückliche 150 PS gezaubert. Der 220d, ebenfalls auf Wunsch mit xDrive erhältlich, generiert sogar 190 PS. Das grüne Gewissen wird – gerade in Bezug auf die aktuelle Diesel-Schelte – durch allerlei Reinigungssysteme beruhigt. Alle BMW 2er Active Tourer Diesel fahren mit einem Dieselpartikelfilter, einem NoX-Speicherkat und einem SCR-System vor. Bei Letzterem wird Harnstoff eingespritzt, sodass Stickoxide im Abgas verringert werden.

2018 BMW 2er Active Tourer Innenraum Check

Im Interieur setzt sich die Devise des Exterieur-Liftings fort: Man muss schon genau hinsehen, um das Facelift als solches zu erkennen. Neue, hochwertigere Materialien im Innenraum bilden eins der Highlights. Ansonsten greifen die Münchner auch im Innenraum auf bewährte Facelift-Stilmittel, wie etwa neue Sitzbezüge zurück. Auch der nun elektronische Gangwahlhebel für die Steptronic haut niemanden vom Hocker. Wohl aber die durchdachte Ergonomie sowie das gute Raumangebot.

Innenraum vom 2018 BMW 2er Active Tourer

Innenraum vom 2018 BMW 2er Active Tourer

Mit der Überarbeitung zog natürlich auch die neueste Generation des bekannten Bediensystems „iDrive“ in den BMW 2er Active Tourer. Optional kann man Navigationssysteme mit 6,5 und 8,8 Zoll Bildschirmdiagonale hinzubuchen. Aber nicht nur die Bedienung über den iDrive-Controller mit Touchfunktion, Touchscreen und Sprachsteuerung gelingt überzeugend, sondern auch der hohe Grad der Vernetzung. Mit dem BMW ConnectedDrive Services lassen sich “Real Time Traffic” Informationen, die „Time-to-Leave“-Funktion und viele andere Tools erleben. Und auch das Smartphone wird – ganz up-to-date über Apple CarPlay verbunden.

Infotainment vom 2018 BMW 2er Active Tourer

Infotainment vom 2018 BMW 2er Active Tourer

2018 BMW 2er Active Tourer Preis Check

Ein BMW ist kein günstiges Vergnügen – das war in der Vergangenheit so und das wird auch in Zukunft so bleiben. Startet der 216i bei noch verschmerzbaren 27.350 Euro, muss man für den Top-Benziner mindestens 38.450 Euro berappen. Mit Allradantrieb xDrive stehen sogar 40.450 Euro auf dem Zettel, ohne auch nur eine Option gewählt zu haben. Die Diesel starten mit dem 216d bei 30.650 Euro. Der Topmotor, der 220d mit xDrive, kann ab 40.350 Euro geordert werden. Da klingt der Plug-In-Hybrid 225xe mit 39.150 Euro fast schon wie ein Schnäppchen.

2018 BMW 2er Active Tourer Zielgruppen Check und Fazit

Der BMW 2er Active Tourer war bereits zu seiner Markteinführung 2014 kein schlechtes Auto. Er ist geräumig, sieht für einen Van gar nicht mal schlecht aus und darf außerdem als ausreichend fahrdynamisch angesehen werden. Doch nicht nur Familien schätzen den Bayern, sondern auch diejenigen, die gerne etwas erhöht sitzen. Jetzt, da die Kinderkrankheiten ausgemerzt zu sein scheinen, ist der BMW 2er Active Tourer mitsamt seines längeren Bruders, dem 2er Gran Tourer, ein mit allen Wassern gewaschener Kompaktvan. Nur beim Preis sollte man genau hinsehen.

The post Vorstellung: 2018 BMW 2er Active Tourer appeared first on R+V24 Magazin.

Die Audi RS3 Limousine im Drive Check

Der Audi RS3 ist ein Kandidat für die „Wölfe im Schafspelz“-Liste von Grip – ganz klar! Auch, wenn er für einen Audi A3 nicht wirklich unscheinbar wirkt, ist und bleibt auch die Audi RS3 Limousine ein Pendant eben dieser Baureihe. Und so kann ihn manch Unwissender durchaus unterschätzen. Wenn das Ungetüm a.k.a. Fünfzylinder-Turbo aber losgelassen wird, sollte man sich in Acht nehmen, denn das Heilbronner Kompaktmodell kann sprinten, wie ein Berserker!

Audi RS3 Limousine Design Check

Er ist der sportlichste Vertreter der Kompaktklasse, den Audi je vom Stapel gelassen hat: Er hat nicht 200, 250 oder gar 350 PS, sondern bärenstarke 400 turbo-aufgepumpte Rösser unter seiner glatten Haube. Aber sieht man der Audi RS3 Limousine diese Power an? Nicht unbedingt!

2017 Audi RS3 Limousine

2017 Audi RS3 Limousine

Natürlich wirkt der Kompakte dynamisch, aber das schaffen nahezu alle Modelle aus Ingolstadt. Die Audi RS3 Limousine ist hingegen ein Produkt aus Heilbronn, also der Sportschmiede Audis, und trägt ein paar sportliche Insignien. So fällt die Bug-Partie mit ihren ausladenden Lufteinlässen und dem riesig wirkenden Markengrill auf. Stil-Merkmal und prägendes Element ist darüber hinaus der verheißungsvolle „quattro“-Schriftzug, der im unteren Teil des Grills positioniert ist. Besonders bestechend ist hier auch der Blick der Audi RS3 Limousine, da sie grundsätzlich mit Voll-LED-Scheinwerfern vorfährt. Gesamturteil: Besonders grimmig!

Die Seitenlinie ist, wie man es von Audis kennt, schnörkel- und zeitlos. Auffällig zeigen sich hier vor allem die serienmäßigen 19-Zoll-Gussräder, die die Radhäuser satt ausfüllen. Aufrüsten? Gar nicht nötig. Und auch die Tiefer-Schneller-Härter-Gemeinde wird an der Höhe des Fahrwerks wenig auszusetzten haben, da die Audi RS3 Limousine bereits 25 mm tiefer liegt als die Serie. Dennoch wirkt der Kompaktsportler immer noch eher dezent, was sich allerdings am Heck ändern soll.

Audi RS3 Limousine Foto Galerie:

+ 5

Gerade von hinten zeigt sich der Heilbronner Express-Kompakte stämmig und sportlich. Neben der kleinen Spoilerlippe, die nochmals auf die Abrisskante am Heckdeckel gesetzt wurde, fällt vor allem die Auspuffanlage auf. Zwei armdicke Endrohre, eines links, eines recht, zeugen vom Potenzial, das in der Audi RS3 Limousine steckt. Der dezente Diffusor dazwischen unterstreicht den dynamischen Eindruck nochmals.

Audi RS3 Limousine Motoren Check

Ok, wir fassen nochmal zusammen: Der äußere Eindruck der Audi RS3 Limousine ist zwar sportlich, aber übertreibt es nicht. Manch einer würde sogar sagen, dass die kompakte Limousine etwas zurückhaltend für 294 kW/400 PS wirkt. Aber genau diese Leistung, die vor rund 20 Jahren noch dem Output eines V12 einer Mercedes-Benz S-Klasse entsprach (Typ W140), steckt unter dem Blechkleid des Heilbronners. Damit ist aber nur die halbe Wahrheit gesprochen, denn was sich abspielt, wenn die volle Leistung wirklich losgelassen wird, ist schier beeindruckend.

Audi RS3 Limousine - Nur echt mit 5 Zylindern!

Audi RS3 Limousine – Nur echt mit 5 Zylindern!

Wer das Gaspedal voll durchtritt, erntet eine Beschleunigung aus dem Stand auf Tempo 100 binnen 4,1 Sekunden. Da kommen selbst Fabrikate aus Zuffenhausen ins Schwitzen. Schluss ist bei politisch korrekten 250 km/h, doch diese Schwelle kann auf 280 km/h angehoben werden. Aufpreis: 1.500 Euro. Wem Zwischensprints viel wichtiger sind, der darf sich über 480 Nm freuen, die im Drehzahlbereich zwischen 1.700 und 5.580 Umdrehungen versammeln. Sortiert wird die Kraft über die s tronic, also das Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe.

Audi RS3 Limousine Innenraum Check

Wer Audi kennt, erwartet auch einen Innenraum, der qualitativ keinen Raum für Zweifel lässt – selbst in der Kompaktklasse. Bei der Audi RS3 Limousine ist diese Erwartung absolut berechtigt und wird zudem erfüllt. Hartplastik findet man so gut wie gar nicht, sondern hochwertige Materialien und beste Verarbeitung. Ins Auge sticht dabei das unten abgeflachte Lenkrad mit Alcantara-Überzug, das trefflich von Interieur-Leisten aus Carbon und feinen Edelstahl- sowie Aluminium-Applikationen eingerahmt wird.

Audi RS3 Limousine Interior Fotos

+ 5

Die Optik ist dabei reduziert und clean, sodass der Eindruck eines Lofts wohl gut als Vergleich passt, wenngleich die Platzverhältnisse hinter diesem zurückbleiben. Aber man muss auf dem Boden der Tatsachen bleiben, der Audi RS3 ist – auch als Limousine – immer noch ein Kompakter. Dafür steht aber ein ausreichendes Maß an Bewegungsfreiheit parat. Diese wird von den Schalensitzen, mit ihrer aufregenden Karosteppung, angenehmer weise aber reduziert. Schließlich will man in einem Sportwagen – und dazu kann man die Audi RS3 Limousine mit Fug und Recht zählen – nicht haltlos hin und her rutschen. Packender Seitenhalt ist hier die Devise. Packend ist hier ein weiteres Stichwort, wenn man an den Laderaum denkt. 315 Liter gehen durch die Ladeluke – keine Ruhmesleistung. Dafür lassen sich die Rücksitze umlegen, sodass man den Alltagnutzen doch noch etwas erhöhen kann.

Nützlich und besonders praktisch ist hingegen das Audi MMI-Infotainmentsystem. Über einen Dreh-Drück-Steller und einige, wenig Tasten wird das System gesteuert und verfügt zudem über MMI touch zur schnellen, intuitiven Bedienung. Hier werden per Handschrift Suchbegriffe eingegeben, gezoomt oder die Bedienung übernommen – denkbar einfach! Zudem stehen über Audi connect Internetdienste zur Verfügung, womit Parkplatzinfos oder Kraftstoffpreise, um nur einige, wenige zu nennen, abgerufen werden können. Und um das Paket komplett zu machen, stehen sowohl Android Auto, wie auch Apple CarPlay bereit.

Audi RS3 Limousine Fahreindruck Check

Man darf es ruhig sagen: Die Audi RS3 Limousine ist ein Sportwagen im Kompaktkleid. Das spürt man bereits, sobald das Triebwerk gestartet wird und die Nackenhaare zu Drähten werden. In der Zündfolge 1, 2, 4, 5, 3 blubbert der Reihenfünfzylinder vor sich hin und mischt einen knurrig-rauen Unterton mit ins Soundspektakel, das nur diese Motorenart beherrscht.

Gibt man nur leicht Gas, wird der typische, leicht unrunde Lauf noch wärmer und kann nur dezent darbieten, was passiert, wenn man den Schaltknauf auf „S“ stellt. Dank Launch Control werden die Köpfe gegen die Kopfstützen geprügelt, der Magen an die Sitzlehne gedrückt und ein Glücksgefühl erzeugt, das man von diesem Kompakt-Renner kaum erwartet hätte. Man ist in Sekundenbruchteilen in Geschwindigkeitsbreireichen, die einen die Fahrerlaubnis kosten. Also ist entsprechende Willensstärke gefragt.

Audi RS3 Limousine Innenraum

Audi RS3 Limousine Innenraum

Dabei kann die Audi RS3 Limousine so viel Spaß bereiten, wenn man denn nur dürfte. Dank quattro steht immer genügend Traktion bereit, um aus dem Stand davonzustürmen. Doch dies ist nur ein Teil des Ganzen, denn den Ingenieuren gelang das schier Unglaubliche: Die Fahrdynamik ist hecklastig ausgelegt. Leichte Heckschwenks sind – wenn man es denn möchte – in Programm der Fähigkeiten aufgenommen und bereiten einen Heidenspaß. Was entfällt ist hingegen der Schreckmoment, da ein abrupt auskeilendes Heck ausbleibt. Hohe Fahrsicherheit gepaart mit einem rieseigen Maß an Fahrfreude sind hingegen die prägenden Eindrücke, die einen im RS3 erwarten.

Audi RS3 Limousine Preis Check

Nun, dass die Audi RS3 Limousine kein Schnäppchen ist, war zu erwarten. Los geht es ab 55.590 Euro. Uff! Da muss man schon schlucken, wenn man bedenkt, dass es sich um einen Kompakten handelt. Richtig böse wird es sogar, wenn man bedenkt, dass der Testwagen mit 74.320 Euro auf dem Preisschild vorfuhr. Zwar sind hier Extras aufgeführt, wie etwa eine Carbon-Motorabdeckung für 500 Euro oder das grandiose Bang & Olufsen-Soundsystem für 790 Euro, die man außenvor lassen darf. Und in Anbetracht der Sportwagen-ähnlichen Leistung, der Qualität und der reichhaltigen Basis-Ausstattung… nein, auch dann wird die RS3 Limousine zu keinem Schnäppchen mehr. Man muss ihn sich leisten wollen.

Audi RS3 Limousine Zielgruppencheck und Fazit

Audi Rennhistorie mit Fünfzylinder-Hardrock? Konkurrenzlose Fahrleistungen, wie einst der Audi Sport Quattro (S1)? Ein fahrdynamischer Allradantrieb? Wenn hier das Herz höherschlägt, ist man ganz richtig mit der Audi RS3 Limousine. Sie schafft es, elegant Proportionen, ein gewissen Grad an Understatement und irrwitzige Fahrleistungen miteinander zu verbinden, wie kaum ein anderer Kompakter. Wer solvent genug ist, kommt an diesem Geschoss kaum vorbei.

The post Die Audi RS3 Limousine im Drive Check appeared first on R+V24 Magazin.

Hyundai Nexo: Brennstoffzelle statt Akku

Inzwischen herrscht weitestgehend Einigkeit darüber, dass der klassische Verbrennungsmotor ausgedient hat. Das heißt nicht, dass Benziner und Diesel von heute auf morgen von der Bildfläche verschwinden, aber sie werden nach und nach durch alternative Antriebstechnologien ersetzt. Tesla hat dafür gesorgt, dass die meisten Menschen beim Thema Future Mobility ausschließlich an Elektroautos mit Akku denken. Dass dies jedoch nicht der Weisheit letzter Schluss ist, zeigte nun Hyundai auf der CES in Las Vegas: der Hyundai Nexo setzt auf eine Brennstoffzelle mit Wasserstoff und soll es damit auf eine Reichweite von bis zu 800 Kilometern bringen.

Der Hyundai Nexo bringt es auf eine Länge von 4,67 Metern und leistet 120 kW (163 PS). Damit generiert das SUV ein Drehmoment von 395 Nm und beschleunigt in 9,5 Sekunden von 0 auf 100 km/h. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 200 km/h. Ziemlich unspektakulär, aber es geht beim Thema „Mobilität der Zukunft“ eben nicht um Geschwindigkeitsrekorde, sondern um Energieeffizienz.

Hyundai Nexo - Wasserstoffauto mit Brennstoffzelle

Hyundai Nexo: Assistenzsysteme und teilautonomes Fahren

Auch beim Thema Sicherheit und Komfort legen die Koreaner die Latte hoch. Der Blind Spot View Monitor (BVM) ist die Weiterentwicklung des Toten-Winkel-Assistenten: Sobald man einen Spurwechsel plant, überträgt eine Weitwinkel-Kamera die Fahrzeugumgebung auf das Fahrerdisplay.

Teilautonomes Fahren wird durch die Kombination von Lane Following Assist (LFA) und Highway Driving Asstist (HDA) möglich. Der  Spurhalte-Assistent hält das Fahrzeug auf Landstraßen und Autobahnen bis Tempo 145 in der Spur, der Autobahnassistent greift auf Sensor- und Kartendaten zurück, um die Geschwindigkeit an die Umgebung und Situation anzupassen. Highway Driving Asstist (HDA) ist somit teilautonomes Fahren möglich. Das System wertet Sensordaten des Fahrerzeugs sowie Kartendaten des Navigationssystems aus und passt so automatisch das Tempo des Fahrzeugs an die Umgebung und Situation an.

On top liefert Hyundai dann auch noch den Remote Smart Parking Assist (RSPA), über den das Auto selbstständig ein- und ausparken kann. Der Fahrer muss sich dazu nicht im Fahrzeug befinden, sondern muss lediglich eine Taste auf dem Schlüssel gedrückt halten. Dadurch meistert der Nexo selbst kleinste Parklücken in Großstädten.

Hyundai Nexo - Wasserstoffauto mit Brennstoffzelle

Hyundai Nexo - Wasserstoffauto mit Brennstoffzelle

Brennstoffzellen: Die Probleme mit der Zukunftstechnologie

Bei einem Brennstoffzellenauto erfolgt der Antrieb der Räder rein elektrisch. Der Strom, der dafür benötigt wird, stammt allerdings nicht aus einer Batterie, sondern wird direkt an Bord von der verbauten Brennstoffzelle erzeugt (Sauerstoff trifft auf Kathode, Wasserstoff auf die Anode und es entsteht ein Stromfluss). Der entscheidende Vorteil: mit einem Brennstoffzellenauto wie dem Hyundai Nexo kommt man mit „einer Tankfüllung“ rein elektrisch bis zu 800 Kilometer weit und das ohne die lästigen Wartezeiten, die bei einem batteriebetriebenen Elektroauto zwangsläufig anfallen.

Auf den ersten Blick klingt das alles ganz hervorragend und man ist geneigt sich zu fragen, warum nicht alle Hersteller auf Brennstoffzellen setzen – denn tatsächlich produzieren derzeit nur Toyota und Hyundai Wasserstoffautos in Großserie.

Das Problem liegt im Wasserstoff selbst. Zum einen fehlt es an der Ladeinfrastruktur, da Wasserstofftankstellen extrem teuer sind. Zum anderen ist die Herstellung von Wasserstoff sehr energieintensiv. Aus diesem Grund haben Brennstoffzellenautos auf dem europäischen Markt bislang keine größere Bedeutung erlangt. Um Daimler-Chef Dieter Zetsche zu zitieren: „Die Batteriekosten gehen stark nach unten, auf der Wasserstoffseite ist die Herstellung des Brennstoffes aber weiterhin teuer.“ Zwar hat Mercedes mit dem GLC F-Cell ein Wasserstoffauto im Sortiment, das Brennstoffzelle und Batterie kombiniert. Die Stuttgarter planen aber erst gar nicht, davon größere Stückzahlen zu fertigen.

Der Hyundai Nexo jedenfalls wird im Sommer 2018 auf den deutschen Markt kommen. Preise nannten die Koreaner nicht, allerdings sollten Interessenten durchaus mit 50.000 bis 60.000 Euro kalkulieren.

The post Hyundai Nexo: Brennstoffzelle statt Akku appeared first on R+V24 Magazin.

2017 Nissan Qashqai Fahrbericht | Test

Wie es scheint, dürfen wir zum Ende des nächsten Jahres bereits einen neuen Nissan Qashqai erwarten. Aber was ist mit dem aktuellen Modell? Zum Modelljahr 2017 erst ein umfangreiches Facelift erfahren, erfreut sich der aktuelle Nissan Qashqai weiterhin großer Beliebtheit. Welche Talente bringt der Kompakt-SUV der Japaner mit?

Nissan Qashqai Design Check

Ein grimmiger Blick, das ist es vor allem, was die Gesichtszüge des Nissan Qashqai charakterisiert. Seine flachen Scheinwerfer mit dem Bumerang-förmigen Tagfahrlicht zeigen, dass das japanische SUV gar nicht gut gelaunt ist und am liebsten die Straße mit seinen bis zu 19-Zoll großen Rädern aufreißen würde. Aber ist der Japaner wirklich so ein übler Zeitgenosse?

2017 Nissan Qashqai - Fahrbericht - Test

2017 Nissan Qashqai – Fahrbericht – Test

Von außen ein klares JA! Der V-Motion-Grill steht nicht nur steil, sondern auch selbstbewusst und mit dickem Chrom geschmückt im Fahrtwind. Er wirkt geradezu so, als wäre er dafür geschaffen, langsam vorausfahrende Fahrzeuge anzuschieben. Eine Etage tiefer fallen die kleinen, silbernen Finnen auf, die die Fahrtluft zu kanalisieren. Und sonst?

Ja sonst zeigt sich das SUV stämmig-muskulös. Nicht falsch verstehen, der Nissan Qashqai ist nicht schwülstig, sondern wohl proportioniert und zeigt, dass es lieber Großstadteroberer also Landmaschine sein möchte. Ausgestellte, satte Radhäuser zieren die Seitenlinie und demonstrieren die kraftvolle Design-Ausrichtung. Die nach hinten hin frech ansteigende Seitenlinie unterstreicht dabei die in den Vordergrund gerückte Dynamik.
Und auch hinten zeigt sich die Sportlichkeit in einem wohl proportionierten Dachspoiler, der die seicht abfallende Dachlinie aufnimmt. Daneben gibt es ein weiteres Element, dass sich bereits an anderer Stelle wiederfindet und am Heck aufgenommen wird: Das Lichtdesign. Vorn, wie hinten vertraut der Nissan Qashqai auf ein illuminiertes Bumerang-Element. Am Heck allerdings mit 3D-Effekt.

Nissan Qashqai Motoren Check

So sportlich wie der Nissan Qashqai aussieht, lässt es der 1.5 dCi Diesel allerdings nicht angehen. Der Vierzylinder generiert 81 kW/110 PS und maximal 260 Nm, die zwischen 1.750 und 2.500 Umdrehungen anliegen. Damit ist der ausschließlich als Fronttriebler erhältliche Nissan Qashqai 1.5 dCi kaum überfordert und bietet ausreichende Fahrleistungen. 100 km/h erreicht man binnen 11,9 Sekunden und ist maximal 182 km/h schnell. Sportlich ist das nicht, aber auch nicht langsam. Sportlicher Ehrgeiz entsteht eher beim Erreichen des angegebenen Durchschnittsverbrauchs von 3,8 bis 4,0 Litern. In der Realität darf man wohl mit einem Literchen mehr rechnen.

2017 Nissan Qashqai - Fahrbericht - Die Motoren!

2017 Nissan Qashqai – Fahrbericht – Die Motoren!

Neben dem 1.5 dCi stehen noch zwei Benziner parat, um es mit dem Großstadtdschungel aufzunehmen. Nummer eins ist ein 1.2 Liter Benziner mit 115 PS, Nummer zwei ein 1.6 Liter Benziner mit 163 PS. Ansonsten gibt es einen weiteren Diesel, der als Empfehlung gelten darf. Der 1.6 dCi geht mit 130 PS ordentlich kräftig zur Sache und ist der einzige Antrieb, der optional mit Allradantrieb erhältlich ist – falls man sich doch einmal im Unwegsamen verlaufen sollte.

Nissan Qashqai Innenraum Check

Sportlich außen, zurückhaltend unter der Haube und innen? Hier weiß der Nissan Qashqai zu überzeugen. Die Platzverhältnisse sind eines echten SUV würdig, sodass man zu viert überhaupt keine Probleme bekommen sollte. Es sei denn vier Dirk Nowitzkis versuchen im SUV Platz zu finden. Dann wird es natürlich schwierig, aber in welchem Fahrzeug ist das nicht der Fall? Keine Beanstandungen also. Das gilt genauso für die bequemen Sitze, die mit dem Facelift eine Spur schmaler ausfallen, also zuvor. Das merkt man vor allem im Fond: Anstatt dass die schmaleren Frontsitze kneifen, bieten sie in Sitzreihe zwei mehr Beinraum – ein Geniestreich. Sportlich, und damit passend zum Exterieur zeigt sich das unten abgeflachte Lenkrad, über das sich auch das Infotainment steuern lässt.

2017 Nissan Qashqai - Fahrbericht - Der Innenraum!

2017 Nissan Qashqai – Fahrbericht – Der Innenraum!

Das NissanConnect Navigationssystem gefällt mit seiner nutzerfreundlichen Oberfläche, lässt aber leider Apple CarPlay und Android Auto vermissen. Das können andere Nissan-Modelle, wie etwa der neue Micra, besser. Außerdem ist das Infotainment eine Spur zu tief installiert.

Und der Sport? Kein Problem: Klappe auf, die Rücksitzbank umklappen und hinein mit dem Sport-Equipment. Hilfreich ist hierbei nicht nur das Ladevolumen von alltagstauglichen 430 bis 1.585 Litern, sondern auch der praktische, doppelte Ladeboden. Damit wird der Nissan Qashqai der eigentlichen Nomenklatur eines SUVs also gerecht, indem er für eine Vielzahl an „Sports Utilities“ gerüstet ist.

2017 Nissan Qashqai - Fahrbericht - Der Kofferraum!

2017 Nissan Qashqai – Fahrbericht – Der Kofferraum!

Nissan Qashqai Fahreindruck Check

Nun gut: Der Qashi – wie ihn einige seiner Fans nennen – beherrscht den sportlichen Auftritt und bietet Platz für nahezu alle Lebenslagen. Wie ist es aber um das Fahren bestellt? Sein leiser und vibrationsarmer 1.5 dCi gefällt besonders mit seinem niedrigen Verbrauch, lässt es aber sonst eher gemütlich angehen. Hat man das kleine Turboloch einmal überwunden, kann man ihn aber leichtfüßig ausdrehen: Regionen jenseits der 4.000er-Makre sind kein Problem.
Leichtfüßigkeit ist also das richtige Stichwort für den Crossover bzw. SUV. Mit seiner reduzierten Geräuschkulisse und dem komfortablen Fahrwerk lässt man es gerne entspannt angehen. Schlaglöcher werden gekonnt weggebügelt. Und auch die Lenkung gibt sich leichtgängig, wenn auch nicht sehr direkt und mit großem Lenkeinschlag operierend. Das hat der Nissan Qashqai mit seinem Konzern- und Plattformbruder, dem Renault Kadjar, gemeinsam. Das gilt im Übrigen genauso für das Kurventalent, das mit einer dezenten Wankneigung eher zur gemütlichen Fahrweise einlädt.

2017 Nissan Qashqai - Fahrbericht - Der Fahreindruck!

2017 Nissan Qashqai – Fahrbericht – Der Fahreindruck!

Damit auch ja nichts schief geht, steht zudem eine ganze Armada an Fahrerassistenzsystemen bereit. So bietet der Nissan Qashqai – je nach Ausstattung – einen Notbremsassistenten mit Fußgängererkennung, einen Querverkehrswarner, eine Verkehrszeichenerkennung sowie einen Müdigkeitswarner. Beim Einparken steht der entsprechende Assistent parat und wird vom 360-Grad-Aroundview-Monitor unterstützt. Unterstützung bieten auch der Totwinkel-Warner sowie der Spurhalte-Assistent. Also alles da, das die Fahrt mit Kind und Kegel sicher macht.

Nissan Qashqai Foto Galerie

+ 5

Nissan Qashqai Preis Check

Er hat es so gewollt: Der Nissan Qashqai spielt mit dem Thema der Sportlichkeit. Sportliche geht es also entsprechend preislich zu – allerdings im positiven Sinne. So startet der Japaner bei erträglichen 20.490 Euro für die Einstiegsversion und ist damit attraktiv eingepreist. Zumal man dafür bereits ein CD-Radio mit Bluetooth Freisprecheinrichtung, eine manuelle Klimaanlage und ein paar elektrische Helferlein bekommt. Für den kleinen Diesel muss man indes mindestens 26.500 Euro in die Hand nehmen, was noch im Rahmen liegt. Dafür bekommt man allerdings schon die angenehm ausstaffierte Acenta-Ausstattung mit Zwei-Zonen-Klimaautomatik, Sitzheizung vorn sowie einem intelligenten und autonomen Notbremsassistenten, einer Einparkhilfe rundum und 17-Zoll-Leichtmetallfelgen.

2017 Nissan Qashqai - Fahrbericht - Preis-Check!

2017 Nissan Qashqai – Fahrbericht – Preis-Check!

Darf es noch etwas mehr sein, dann lohnt die N-Connecta Linie für knapp 2.500 Euro mehr. Hier ist das gute NissanConnect Navigationssystem mit intelligentem Around View Monitor für die 360 Grad Rundumsichtkamera ebenso dabei, wie ein schlüsselloses Zugangs- und Startsystem oder das Fahrerassistenzpaket mit Verkehrszeichenerkennung. Der Optik zuträglich sind 18-Zoll-Leichtmetallfelgen. Die Topversionen Tekna und Tekna+ bieten zwar LED-Licht, ansonsten aber verzichtbare Extras, die den Geldbeutel nur über Gebühr strapazieren.

Nissan Qashqai Zielgruppencheck und Fazit

Er ist so etwas wie die eierlegende Wollmilchsau im Portfolio von Nissan. Er sieht bestechend gut aus, mimt den Sportler, ist aber ein ganz gemütlicher Zeitgenosse, der es genauso sparsam, wie geräumig mag. Nachteile? Naja, der sportlichen Optik würden ein paar Pferdestärken mehr gut zu Gesicht stehen. Dennoch macht man mit dem Nissan Qashqai nichts verkehrt. Ganz gleich ob man im gehobenen Alter einfach die erhöhte Sitzposition mag oder im jugendlichen Antrieb sein Mountainbike in jeder Lebenslage mitschleift. Der Nissan Qashqai macht alles mit.

The post 2017 Nissan Qashqai Fahrbericht | Test appeared first on R+V24 Magazin.

Der Mitsubishi L200 Pickup im Fahrbericht

Wenn es mal so richtig schmutzig wird, man einen ganzen Berg an Ladegut hat und Allradantrieb Pflicht ist, dann kann es für diese Herausforderung nur einen Partner geben: Einen zünftigen Pickup! Genau so ein Kamerad ist der Mitsubishi L200. Der Japaner verkraftet die beschriebenen Aufgaben problemlos, gibt sich im Alltag handzahm und ist zu jeder Schandtat bereit. Und im schicken, angetretenen Grau-Ton gibt sich der L200 sogar richtig elegant.

Mitsubishi L200 Design Check

Auf dem Weg zur Essen Motor Show: Es stürmt, es ist nass, kalt und einfach nur ungemütlich. Das stört den rustikalen Mitsubishi L200 aber keineswegs. Witterungsbedingungen meistert der Japaner, als gäbe es sie gar nicht. Aber wie sieht es beim Parken aus? Vor dem Parkhaus macht der Park-Einweiser dicke Backen und winkt ab: Standard-Parkplätze sind nicht das richtige Terrain für das 5,28 m-Schiff. Also räumt der nette Herr schnell zwei Pylonen der Absperrung beiseite sodass zwischen ausgewachsenen Reisebussen geparkt wird. Es gibt also immer eine Lösung. Ansonsten passt der Pickup natürlich auch in normale Parklücken, sticht aber etwas „hervor“.

Mitsubishi L200 Fahrbericht

Mitsubishi L200 Fahrbericht

Man sieht entsprechend auf den ersten Blick, dass der Mitsubishi L200 für den groben Einsatz gedacht ist. Obwohl sein Granitbrauner Metalliclack recht elegant wirkt. Um an der Oper vorzufahren gibt es zwar bessere Fahrzeuge, aber verstecken muss man sich mit dem asiatischen Pickup nun wirklich nicht. Gerade sein Chrom-Grill, der in die Bi-Xenon-Scheinwerfer übergeht, macht eine stattliche Figur. Überhaupt: Die hohe Frontpartie erzeugt Überhol-Prestige und schindet Eindruck.

Mitsubishi L200 Foto Galerie

+ 5

Das schaffen auch die seitlichen Trittbretter, die den Einstieg in die hohe Kabine wesentlich erleichtern. Entsprechend darf gesagt sein, dass der hochbeinige Eindruck nicht trügt. Hervorgehoben wird jener durch die beachtlich großen Radhäuser und die Doppelkabine. Ein Anstieg der Fensterlinie nach hinten verleiht ihr dabei einen Hauch Dynamik, während die große Ladefläche im Heckbereich klar zeigt, zu welcher Fahrzeuggattung der Mitsubishi L200 gehört. Der offene Laderaum ist mit einer pflegeleichten Beschichtung versehen, sodass es hier auch mal rau zugehen darf. Schade nur, dass die Heckklappe nicht abschließbar ist. Angenehm sind hingegen die in den Stoßfänger integrierten Trittstufen, die für ein einfaches Be- und Entladen sorgen.

Mitsubishi L200 Motoren Check

Ausgerüstet ist der japanische Allradler grundsätzlich mit einem 2,4-Liter-Vierzylinder Diesel. Dieser kommt in zwei Leistungsstufen – 154 oder die getesteten 181 PS – und nagelt vernehmlich vor sich hin. Ausgerüstet mit einem Automatikgetriebe mit fünf Stufen wirken die 181 PS und 430 Nm nicht vollzählig, obwohl die Leistungsdaten per se eigentlich kräftig klingen.

Mitsubishi L200 Motor

Mitsubishi L200 Motor

Und so wird auch klar, dass ein Pickup eben klein Sportwagen ist und die entsprechenden Fahrleistungen nicht bieten kann. Das liegt vorwiegend an der leistungfressenden Automatik, die allerdings sehr komfortabel-verwaschene Schaltvorgänge ermöglicht. Ein Start-Stopp-System sucht man vergebens, dafür stehen allerdings verschiedene Allrad-Stufen bereit. Der 2,4-Liter kann seine Kraft entweder im Modus „2H“ ausschließlich an die Hinterräder schicken. Schaltet man auf „4H“, aktiviert man den permanenten Allradantrieb mit variabler Kraftverteilung zwischen Vorder- und Hinterachse. In „4HLC“ wird die Kraftverteilung starr zu 50:50 zwischen den Achsen aufgeteilt, während „4LLC“ ein Mittendifferenzial für Geländefahrten zugeschaltet. Die Wahl zwischen Hinterachse und allen Vieren ist bis 100 km/h wählbar.

Apropos: In der angetretenen Variante vergehen 11,8 lange Sekunden bis der Mitsubishi L200 bei 100 km/h angelangt ist. Schluss ist bei passablen 177 km/h, die der Pickup auch zügig erreicht. Ein Kostverächter ist der L200 hingegen nicht, wobei die Verbräuche in Relation zur Fahrzeuggattung vollkommen in Ordnung gehen. 8,8 Liter fließen bei ruhiger Fahrweise durch die vier Brennräume, 10,5 sind es bei normaler Gangart. Angegeben ist der Japaner hingegen mit optimistischen 6,9 Litern im Drittelmix.

Mitsubishi L200 Innenraum Check

Ein Pickup ist ein rauer Geselle und bietet keinen Komfort. Aus, Ende! Die Mär mag sich halten, doch trifft sie kaum auf den Mitsubishi L200 zu, da man in ihm keinen Verzicht auf Komfort hinnehmen muss. Gerade die höchste Ausstattung „Top“ bietet eigentlich alles, was das Autofahrerleben schöner macht. Demzufolge ist der Pickup nicht nur pragmatisch, sondern bietet eine ordentliche Portion Luxus, wie etwa mit seinen dicken, strapazierfähige Ledersesseln. Diese sind in der ersten Reihe zwar etwas konturarm, bieten aber eine gemütliche Polsterung und eine zweistufige Sitzheizung, die ihren Job zügig verrichtet.

Mitsubishi L200 Innenraum

Mitsubishi L200 Innenraum

Ansonsten zeichnet sich der Mitsubishi L200 mit seinem PKW-ähnlichen Armaturenbrett aus, das zwar etwas einfach wirkt, aber sich routiniert verarbeitet zeigt. Mittig ist das 6,1-Zoll-Infotainment untergebracht, dessen Bildschirm angenehm hoch installiert wurde. Störend ist hier aber nicht nur der Zubehör-Look, sondern das System selbst.

Mitsubishi L200 Infotainmentsystem

Mitsubishi L200 Infotainmentsystem

Android-Smartphones lassen sich weder über Android-Auto noch über Bluetooth koppeln (obwohl so vorgesehen), die Bedienung ist fummelig und die Navigationsausgaben teilweise recht humoristisch. Wer das Infotainment nicht serienmäßig in der „Top“-Ausstattung ordert, wird mit Nachrüst-Geräten glücklicher, die sind dann auch in Sachen Konnektivität vermutlich besser aufgestellt.

Mitsubishi L200 Platzangebot

Mitsubishi L200 Platzangebot

Wirklich zufrieden kann man mit dem Platzangebot in der Doppelkabine sein. Die Verhältnisse in Reihe eins dürfen allgemein als großzügig beschrieben werden und lassen auf den bequemen Sitzen einen großer Verstellbereich zu. Zumal man durch den hohen Einstieg das Gefühl erhält, der „King of the Road“ zu sein – sehr erhaben. Auch hinten sitzen Erwachsene gut, sodass man dem Mitsubishi L200 volle Langstreckentauglichkeit attestieren kann. Das gilt auch für das Gepäckabteil, das für allerlei Sperriges bereitsteht. Leider ist die Ladefläche grundsätzlich offen, lässt sich aber über das Zubehörprogramm mit verschiedenen Abdeckungen und Aufbauten schließen.

Mitsubishi L200 Ladefläche

Mitsubishi L200 Ladefläche

Kleiner Kritikpunkt: Die Rückfahrkamera ist ungeschützt Wind und Wetter ausgesetzt, das kann das Bild der Kamera natürlich beeinflussen. Ansonsten hilft das System das Fahrzeug einzuparken, wenn man denn einen Parkplatz findet.

Mitsubishi L200 Rückfahrkamera

Mitsubishi L200 Rückfahrkamera

Mitsubishi L200 Fahreindruck Check

Und wie fährt sich der Pickup nun? Erstaunlich handlich! Die leichtgängige, aber etwas gefühllos Lenkung macht den Mitsubishi L200 angenehm wendig und erlaubt es dem 5-Meter-Plus-Fahrzeug problemlos durch Städte zu düsen. Bei höheren Tempi zeigt sich natürlich eine leichte Wankneigung, die allerdings vollkommen ungefährlich ist und bauartbedingt auftritt.

Bei groben Bodenwellen spürt man, dass die Hinterachse für´s Grobe gemacht ist: Durch den Einsatz von Blattfedern kann sie hier und da schon mal einen Schlag austeilen. Allerdings ist der Federungskomfort für ein Fahrzeug dieser Gattung insgesamt überraschend gut, gerade, was die sensible Vorderachse anbelangt. Und zusammen mit dem kleinesten Wendekreis seiner Klasse (11,9 m), wie Mitsubishi sagt, stellt sich ein angenehmes Fahren ein, dass gar nicht erst Ambitionen zum Hetzen aktiviert.

Mitsubishi L200 Heck

Mitsubishi L200 Heck

Dabei ist der Mitsubishi L200 sogar für die ein oder andere dynamische Partie zu haben, solange sie längsdynamischer Art ausfällt. Zwar dauert seine Beschleunigung auf 100 km/h recht lang und fühlt sich träge an. Doch der Durchzug von 120 bis 180 km/h (laut Tacho) geht nachdrücklich vonstatten. Das unterstreicht den Charakter als Nutztier und Zugmaschine: Bis zu 3,1-3,5 Tonnen dürfen an die Haken des Pickups.

Und damit man stets sicher unterwegs ist, bietet der L200 nicht nur sieben Airbags serienmäßig, sondern auch ein paar Assistenzsysteme. So etwa den Spurverlassenswarner, der mit Baustellenmarkierungen zwar den Überblick verliert und in ein hektisches Dauerpiepen verfällt, aber bei einem Fahrzeug dieses Ausmaßes durchaus sinnvoll erscheint. Und auch eine Gespannstabilisierung ist serienmäßig an Bord, was das Haupteinsatzgebiet des Japaners klärt.

Mitsubishi L200 - Schnee? Kein Problem!

Mitsubishi L200 – Schnee? Kein Problem!

Egal ob Schönwetter, Matsch, Regen oder Schnee – der Vortrieb war jederzeit sichergestellt.

Mitsubishi L200 Preis Check

Den Mitsubishi L200 gibt es grundsätzlich in zwei Ausführungen: Als Club Cab – rein zweitürig mit zwei Notsitzen im Fond – für 26.290 Euro. Dafür bekommt man den Einstiegsdiesel mit 154 PS und Sechsgang-Handschaltung. Oder man wählt die Doppelkabine, die ab 28.490 Euro in der Preisliste steht. Man darf also von einer fairen Preisgestaltung sprechen. Die getestete „Top“-Ausstattung kommt mit reichlich Luxus, dem großen Diesel und Automatik und kostet 40.390 Euro.

Mitsubishi L200 - Mischung aus SUV und LKW!

Mitsubishi L200 – Mischung aus SUV und LKW!

Mitsubishi L200 Zielgruppencheck und Fazit

Man muss nicht zwingend in der Forstwirtschaft tätig sein oder auf einer Baustelle arbeiten, um sich einen Mitsubishi L200 vor die Haustür stellen zu können. Natürlich bietet sich ein Fahrzeug dieser Klasse, mit seinem zugkräftigen Allradantrieb und dem rustikalen Charme dafür an – aber man muss es eben nicht. Der Pickup bietet einen erstaunlichen Langstreckenkomfort, lässt sich leicht entern, verfügt über eine riesige Ladefläche und weiß in der höchsten Ausstattungslinie sogar mit Luxus zu gefallen. So bietet sich der Japaner auch für diejenigen an, die beispielsweise ein Hobby haben, dass den Transport sperriger Gegenstände mit sich bringt. Oder man steht einfach auf den Look dieses Fahrzeugs. Auch dann ist der Mitsubishi L200 eine echte Empfehlung.

The post Der Mitsubishi L200 Pickup im Fahrbericht appeared first on R+V24 Magazin.