Hyundai Genesis – Luxus made in Korea

Es gibt sie noch, die Underdogs. Ganz im Gegensatz zu den renommierten Platzhirschen, sind sie diejenigen, die abseits des Mainstream parken und oft auch diejenigen, die gnadenlos unterschätzt werden.

Einer dieser Underdogs ist der Hyundai Genesis. Mit Allradantrieb, sechs Zylindern und 315 Pferdestärken tritt er gegen die deutsche Oberklasse an.

Aber Hyundai und Luxus – geht das? Wir haben die große Limousine einem ausgiebigen Test unterzogen.

 

Exterieur – Im oberen Segment zuhause

Beim ersten Anblick des Hyundai Genesis – insbesondere dessen Front – ist absolut keinerlei Markenzugehörigkeit feststellbar. Das liegt nicht zuletzt daran, dass der Koreaner kein Hyundai-Emblem auf der Motorhaube trägt, sondern ein eigens für ihn entwickeltes Emblem, welches den Schriftzug „Genesis“ in Wappenform innehält und flügelartig umrahmt ist.

 

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Bentley calling – Eine Ähnlichkeit zum „Flying B“ ist erkennbar

 

Laut Hersteller steht dieses Logo für „Eleganz in Perfektion“, weist jedoch eine auffallende Nähe zu dem geflügelten Aston Martin Emblem beziehungsweise dem typischen „geflügelten B“ von Bentley auf.

Ansonsten wirkt die fast fünf Meter lange Limousine recht bullig, aber nicht klobig. Große Scheinwerfer werden nahezu vollständig von einem LED-Lichtband umrahmt, die untere Partie erhält Nebelscheinwerfer, die ebenfalls in LED-Technik ausgeführt sind. Der verhältnismäßig kompakte Kühlergrill trägt eine Frontkamera und ein Radar, wobei letzteres für das Abstandsregeltempomat zuständig ist. Abgerundet wird die Frontansicht durch eine schmale Spoilerlippe, die dem Genesis einen Hauch Sportlichkeit verleiht.

 

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Bullige Front – Der Genesis wirkt auch im Rückspiegel stets präsent

 

Für eine Limousine recht hoch kommt die Seitenpartie daher, die mit Chrom umrandeten Fenster harmonieren gut mit den 19-Zoll-Leichtmetallrädern und die Türgriffe warten ebenfalls mit einer integrierten Chromleiste auf. Zudem fällt der lange Radstand ins Auge, welcher darüber hinaus für kurze Überhänge vorne wie hinten sorgt.

Die Heckleuchten, welche sich anteilig bis in die Seitenpartie ziehen, bieten eine spezielle 3D-Grafik, welche durch moderne LED-Technik realisiert wird und für einen nicht zu verachtenden Wiederkennungswert sorgen.

 

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3D-Grafik – Die Rückleuchten sorgen bei Nacht für hohen Wiedererkennungswert

 

Das typische Stufenheck der Luxuslimousine ist im Übrigen der einzige Ort, an dem die Markenzugehörigkeit mittels Schriftzug und Hyundai-Emblem verraten wird. Eine zweiflutige Abgasanlage gibt hier den Ton an – wenn auch nicht wortwörtlich. Dennoch wird hier die Breite des großen Koreaners deutlich.

 

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Gefälliges Heck – Mehr Kanten schaffen Abwechslung zu dem üblichen Design der Koreaner

 

Interieur – Durch und durch hochwertig

Nach dem Öffnen der Tür nehmen wir Platz. Das weiche Leder der Sitze, pardon, Sessel schmiegt sich umgehend an die eigene Figur an. Abgenähte Biesen sorgen für optische Schmankerl und es kommt unweigerlich ein gewisses „Zuhause-Gefühl“ auf, welche man nicht auf Anhieb deuten kann.

 

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Lounge-Sessel – Die Sitze des Genesis sind uneingeschränkt langstreckentauglich

Das mag nicht zuletzt daran liegen, dass der Innenraum neben besagtem Nappaleder von jeder Menge Aluminium und offenporigem Echtholz dominiert wird.

 

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Alu trifft Holz – Der Innenraum wirkt durchgehend hochwertig

 

Mit Knöpfen und Schaltern geizt der Hyundai Genesis nicht, ebenso wenig wie mit Platzangebot. Dennoch ist die Bedienung nach kurzer Eingewöhnungszeit recht intuitiv, vieles gelingt auf Knopfdruck, einiges wird über bestimmte Menüs ausgewählt. Die Haptik ist durchgehend hochwertig. Für einen Koreaner ungewöhnlich: Plastik wird im Genesis derart wenig verbaut, dass man es suchen muss.

 

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Dünnes Steuer – Das beheizte Lenkrad könnte ein wenig dicker aufgepolstert sein

 

Auch auf den hinteren Plätzen können groß gewachsene Menschen auch längere Strecken problemlos absolvieren. Der fünfte Passagier sollte jedoch die 1,80 Meter Grenze nicht überschreiten. Mit einem Kofferraumvolumen von 493 Litern ist für das Gepäck ebenfalls gesorgt, vier Personen sollten ihre Utensilien hier doch recht unumständlich verstauen können.

 

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Fondorientiert – Auf den hinteren Plätzen finden Menschen jeder Größe ausreichend Platz

 

 

Technik & Assistenz – Full option only

Der Hyundai Genesis bietet im Vergleich zu seinen Konkurrenten einen erheblichen Vorteil: Es gibt ihn ausschließlich mit Vollausstattung. Das sorgt zum einen dafür, dass Käufer mit Entscheidungsschwäche keinerlei Grund zur Sorge haben und zum anderen, dass der Basispreis gleich dem Endpreis ist.

Jetzt eine vollständige Liste der vielen Ausstattungsmerkmale aufzuführen, würde jeglichen Umfang dieses Fahrberichtes sprengen. Daher gehen wir nur auf die wichtigsten Ausstattungsumfänge ein.

 

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Links vom Lenkrad – Ein kleines Tastenfeld steuert die wichtigsten Assistenzfunktionen

 

Der Sicherheit zuträglich sind unter anderem das Abstandsregeltempomat samt aktivem Notbremsassistenten, welcher bis zu einer Geschwindigkeit von 80 km/h das Fahrzeug eigenständig bis zum Stillstand abbremst.

Der Spurhalteassistent korrigiert recht sanft die Spur, während der Spurwechselassistent zusätzlich über einen Querverkehrswarner verfügt, sodass auch das Rückwärtsrangieren mit der Fünf-Meter-Limousine zum Kinderspiel wird. Im Test meisterten diese Assistenzsysteme sämtliche Situationen ohne Komplikationen.

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Perfekte Haptik – Jeder Schalter rastet sauber ein und ist tadellos verarbeitet

 

Neben den beiden nicht zu knapp bemessenen Bildschirmen bietet der Hyundai Genesis darüber hinaus ein Head-Up-Display, welches alle fahrrelevanten Informationen anzeigt.

 

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Nichts zu meckern – Das Navigationssystem erlaubte sich in unserem Test keinerlei Fehler

 

Die Bi-Xenon-Scheinwerfer sorgen für eine recht gleichmäßige Ausleuchtung. Im Vergleich zu anderen Modellen könnten sie jedoch etwas heller sein. Insbesondere bei nächtlichen Autobahnfahrten kam bei uns dieser Eindruck hin und wieder auf. Eventuell hilft hier ein Wechsel der Gasentladungslampen.

Der Fernlichtassistent überzeugt in der Praxis durch frühzeitiges Abblenden, sodass während unserer Testfahrten niemand in Versuchung geriet, die Lichthupe zu betätigen.

 

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Open Sky – Das Panoramaglasdach lässt auch auf den hinteren Plätzen viel Licht ins Innere

 

Sowohl die beiden vorderen als auch die hinteren äußeren Sitze sind beim großen Koreaner beheizt und belüftet. Zur Bedienung muss auf den hinteren Plätzen die Mittelarmlehne heruntergeklappt werden, auf deren Oberfläche sich ein großes Tastenfeld befindet.

 

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Fond Kommando – Das Infotainment kann auch von den hinteren Plätzen gesteuert werden

 

Ein wesentliches Ausstattungsmerkmal, welches man bei all der Technik wirklich zu vermissen mag, ist eine Verkehrszeichenerkennung. Wir hoffen, dass eine solche spätestens im Nachfolger zum Einsatz kommt.

 

Motor & Fahreindrücke – Souveräne Leistung, gesunder Durst

Ebenso wie mit der (Voll-)Ausstattung verhält es sich beim Hyundai Genesis mit der Motorisierung: Es steht nur eine zur Auswahl. Das erübrigt auch in diesem Punkt jedwede Entscheidung seitens des Käufers und dürfte auch hier Menschen mit Entscheidungsschwäche sehr zugute kommen.

 

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Koreanisches Kraftwerk – Der durstige 3,8-Liter-V6 sorgt für ausreichend Vortrieb

 

Angetrieben wir die Luxuslimousine von einem 3,8 Liter großen Sechszylinder-V-Motor. Dieser generiert eine Leistung von 315 PS und stellt ein maximales Drehmoment von 397 Newtonmetern, welche jedoch erst bei 5.000 Umdrehungen pro Minute anliegen.

Weitergeleitet wird die Kraft über ein achtstufiges Automatikgetriebe an alle vier Räder. Auch bei hier gibt es keine Kompromisse. Die Achtgang-Automatik ist ebenso wie der HTRAC bezeichnete Allradantrieb serienmäßig und alternativlos.

Schon auf den ersten Kilometern wird deutlich, wofür der Hyundai Genesis eigentlich gebaut wurde. Sänftenartig gleitet der Koreaner über den Asphalt. Das ausgesprochen komfortable Fahrwerk verweigert jedwede Sportlichkeit, Erschütterungen der Passagiere werden nicht geduldet. Nach einer kurzen Meldung seitens des Motors verrichtet selbiger seine Arbeit nahezu lautlos. Freches Fauchen oder lautes Brüllen sind ihm fremd – selbst wenn man der großen Limousine arg die Sporen gibt. Dann hingegen wirkt er relativ angestrengt und möchte – wie bereits erwähnt – seine Leistung mehr homogen als dynamisch auf die Straße bringen. Grundsätzlich passt das auch sehr gut zum Fahrzeug, bedenkt man das Leergewicht von beinahe 2,2 Tonnen.

 

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HTRAC – Der Allradantrieb arbeitet vor allem bei nasser Fahrbahn hervorragend homogen

 

Das Metier des Genesis ist somit eindeutig die Autobahn beziehungsweise die lange Strecke. Auch bei Geschwindigkeiten jenseits der 200 km/h kommt im Koreaner nie Unruhe auf, das Geräuschniveau bleibt bis zur Höchstgeschwindigkeit von 240 km/h stets auf erträglichem Level. Das Vorankommen kann nicht zuletzt dank des Allradantriebes als durch und durch souverän angesehen werden.

 

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Schmutzfänger – In die billig anmutende Tankklappe dringt hin und wieder Dreck ein

 

Von der Autobahn abgefahren, geht es Richtung Innenstadt. Hier wird der Fahrer der 4,99 Meter langen Limousine deutlich mehr gefordert – insbesondere bei der Suche von Parkplätzen. Da der Hyundai Genesis jedoch über diverse Kameras verfügt, die unter anderem eine 360-Grad-Ansicht des Fahrzeuges offerieren, ist eine entsprechend große Parklücke für den Fahrer so gut wie eingenommen.

Unterstützt wird der Einparkvorgang vor allem durch die sehr leichtgängige Lenkung, die jedoch im Großen und Ganzen nicht zu synthetisch daherkommt. Oder aber man überlässt diese – manchmal lästige – Arbeit dem automatischen Einparkassistenten, welcher neben Längs- auch Querparklücken erkennt und erfolgreich besetzt.

 

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Guter Abrollkomfort – Trotz ihrer Größe rollen die 19-Zoll-Räder komfortabel ab

 

Ein Kapitel, welches den bis dato recht positiven Gesamteindruck des großen Koreaners etwas trübt, ist der Kraftstoffkonsum. Rund 13 Liter Super genehmigte sich das Fahrzeug durchschnittlich im Test. Auf der Autobahn hingegen entstand bei uns ein Durchschnittsverbrauch von 11,3 Litern – kein schlechter Wert unter Berücksichtigung des hubraumstarken Motors und des Vierradantriebs.

In der Stadt hingegen ist der Konsum bereits werksseitig mit 16,8 Litern angegeben. Bei zügigem Vorankommen rückt jedoch auch die 20-Liter-Marke in greifbare Nähe. Werte unterhalb von zehn Litern sind in der Praxis eher selten zu erreichen. Mit gemäßigtem Gasfuß auf der Landstraße erreichten wir im Praxistest glatte zehn Liter Super pro 100 Kilometer.

 

Das Experiment – Underdog undercover

Mit dem Hyundai Genesis haben wir erstmals ein ganz besonderes Experiment gewagt. Aufgrund der Tatsache, dass das Fahrzeug bis auf die Modellbezeichnung am Heck plus Hyundai-Emblem nicht als Koreaner zu identifizieren ist, haben wir ebendiesen Schriftzug beziehungsweise das besagte Logo abgeklebt.

 

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Undercover unterwegs – Für unser Experiment haben wir Hyundai-Emblem und -schriftzug abgeklebt

 

Daraufhin parkten wir das Fahrzeug an verschiedenen Stellen inmitten einer deutschen Großstadt und haben uns in Sichtnähe in ein Café gesetzt.
Bereits nach wenigen Minuten näherten sich die ersten Interessenten dem Genesis. Natürlich erregte das Fahrzeug aufgrund der „Tarnung“ am Heck besonderes Interesse, dennoch wurde fleißig in den Innenraum geschaut, das Genesis-Logo wurde mittels Smartphone abfotografiert.

Aber nicht nur während des Parkens machten wir derartige Beobachtungen. An der Tankstelle wurden wir von einem jüngeren Autofahrer angesprochen, welcher uns frage, ob es sich bei besagtem Fahrzeug um einen Prototypen handele.

Ein anderes Mal wurden wir nach Abstellen des PKW in einem Parkhaus mit der Frage konfrontiert, ob es sich bei bei unserem Testwagen um den neuen „Bentley Genesis“ handele. Wir hinterfragen dies und wurden darauf hingewiesen, dass wenn man „Bentley“ und „Genesis“ googelt, die Ergebnisse in der Bildersuche vorrangig den Hyundai zeigten.

 

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In Wahrheit ein Bentley? – Wer „Bentley Genesis“ googelt, findet den Hyundai

 

Und tatsächlich. Wir haben ebenfalls nach den beiden augenscheinlich nicht zusammengehörenden Begriffen gegoogelt und kamen auf das gleiche Ergebnis – jedenfalls bei der Bildersuchfunktion.

Dies scheint nicht zuletzt dem Umstand geschuldet zu sein, dass Peter Schreyer, welcher ehemals für den Volkswagen Konzern tätig war, seit 2006 zunächst für Kia und später dann auch für Hyundai in leitender Postion arbeitet.

 

Fazit – Luxus ohne Status

Alles in allem zeigt der Hyundai Genesis, was wahren Luxus ausmacht. Es ist nicht das Renommee einer bestimmten Marke oder der Wiedererkennungswert eines bestimmten Fahrzeugtyps. Vielmehr ist es der Fahrgenuss, das „stille Genießen“ und das Wissen darum, dass dieser Luxus nicht zwingend mit einem sechsstelligen Kaufpreis verbunden ist.

Mit 65.500 Euro ist der Hyundai Genesis definitiv der Günstigste in seinem Segment. Aufpreise gibt es so gut wie keine, der Koreaner ist immer vollausgestattet.

 

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Luxuslimousine ohne Statuslevel – Der Hyundai Genesis wird wahrlich unterschätzt

 

Durch seine völlig eigene Persönlichkeit und sein klassengerechtes Design wäre er theoretisch ein ernstzunehmender Konkurrenz für die deutsche Oberklasse, wenn da nicht der durstige Motor wäre. In Zeiten von Downsizing und CO2-Bilanzen trotzt der Hyundai Genesis wie ein Rebell sämtlichen Richtlinien. Das hat was für sich, macht sich jedoch an der Tankstelle deutlich bemerkbar.

Die Frage, für wen sich die koreanische Luxuslimousine denn nun eignet, lässt sich relativ einfach beantworten: Menschen, denen der Genuss wichtiger ist, als das Prestige und die den einen oder anderen Liter Mehrverbrauch aufgrund des verhältnismäßig niedrigen Kaufpreises in Kauf nehmen. Wie viel verbraucht der Genesis noch mal? Ach, wie heißt es doch so schön? Ein Gentleman genießt und schweigt.

 

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Text/Fotos: NewCarz

Konkurrenz: Lexus GS, Infiniti Q70, Jaguar XF

Technische Daten: Hyundai Genesis 3.8 V6 GDi HTRAC

Länge x Breite x Höhe (m): 4,99 x 1,89 x 1,48

Motor: Sechszylinder-V-Motor

Leistung: 232 KW (315 PS)

Hubraum: 3.778 ccm

Max. Drehmoment: 397 Nm

Getriebe: 8-Stufen-Automatikgetriebe

Antrieb: Allradantrieb

Durchschnittsverbrauch (NEFZ-Norm): 11,9 L/100 km

CO2-Emissionen: 278 g/km

Abgasnorm: Euro 6

Höchstgeschwindigkeit: 240 km/h

Beschleunigung von 0 auf 100 km/h: 6,8 Sekunden

Leergewicht: 2.150 kg

Kofferraumvolumen: 493 l

Kraftstofftank: ca. 77 Liter

 

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Das Auto als rollende Paket-Kiste? Wir haben nachgefragt!

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Im ersten Beitrag zum Thema „Pakete abstellen im Auto“ sind noch ein paar Fragen offen geblieben. Ich hatte Audi, smart und Volvo gebeten, mir diese zu beantworten, gleichzeitig habe ich aber auch zahlreiche weitere Eindrücke gesammelt und mir auch weitere Gedanken gemacht.

Vor ein paar Monaten waren fremde Leute in meinem Auto. Aufgebrochen stand es am nächsten Tag am Straßenrand, unterm Beifahrerschloss ein Einstichloch, das Radio und ein paar CDs wurden entwendet. Im Grunde genommen ein einfacher Fall für die Versicherung, doch darum geht es gar nicht: Fremde Leute waren in meinem Auto.

Ich habe ein paar Freunde gebeten mir ein Statement zu geben, ob die rollende Paket-Kiste gefallen findet oder ob sie den Dienst nicht nutzen wollen würden:

Susann: „Ich bin beruflich viel mit meinem Auto unterwegs, daher sehr sinnlos. Vorallem, wenn das Auto in der Nähe der Heimatadresse stehen soll 😂 dann bin ich wohl auch meist zu Haus. Also vom Gefühl her finde ich es gruselig, dass fremde Menschen mein Auto öffnen können. Ich würde es definitiv nicht nutzen wollen.“

Das Gefühl kann ich nach dem Einbruch in der Tat nachvollziehen, fremde Menschen waren in meinem Auto, in meiner rollenden Privatsphäre. Klingt komisch, ist aber ein ungutes Gefühl.

Martin: „Mein Auto steht in der Tiefgarage. Bzw ist auch nicht da, wenn ich nicht da bin. Ist also (für mich) eine sinnlose Sache. So eine Paketkiste bzw ein großen, für Pakete geeigneten Briefkasten könnte ich mir vorstellen. Allerdings wohne ich in einem Wohnblock, da geht das auch nicht so einfach.“

Das stimmt, für Garagenbesitzer ist der Dienst natürlich gänzlich ungeeignet, denn dort kommen die Paketboten ja nicht hin.

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Tamara: „Ich wohne auf dem Land, hier kennt man den Paketboten/Postboten noch persönlich – daher also ein definitives JA! Habe auch für alle Dienste Abstellerlaubnisse an einem geheimen Ort vereinbart. Aber in der Großstadt? Ich weiß nicht! Es ist ja alles heutzutage zu hacken, warum auch nicht der Code dafür?“

Gut, die Gefahr besteht, aber die sehe ich nicht wirklich, denn sonst würden sämtliche Car2Go-Fahrzeuge von smart auch schon gehackt sein, denn in denen ist wohl ein ganz ähnliches System verbaut.

Anke: „Ich habe mich gerade diese Woche mit meinem Mann darüber unterhalten, nachdem davon im Radio (Berliner Rundfunk) berichtet wurde, das dies demnächst in Smarts gehen soll. Wir waren vor unserem Umzug lange Nutzer der Packstation (seit es diese im Ort gab) und haben diese wirklich sehr intensiv genutzt. Sie war von uns auch super zu erreichen. Nun wohnen wir in einem Haus und mein Papa nebenan auf dem gleichen Grundstück, der ist fast immer zu Hause, wenn die Post kommt – deswegen nutzen wir auch keine Packstation mehr. Die wäre nun auch 6 km weit weg, fahren aber täglich daran vorbei. Für mich würde ein Abladen im Kofferraum auf keinen Fall in Frage kommen – zum einen ist mein Auto mit mir auf Arbeit (dann könnte ich es auch direkt zur Arbeit liefern lassen – die arme Dame an der Pforte :-() das andere Auto (von meinem Mann) steht zu Hause im Carport… Ich finde das ganze auch viel zu unsicher – es werden so schon ständig Autos geklaut, die ein Keyless-System haben – ich hatte dies selber bis vor knapp 2 jahren, fand dies auch super – gerade mit Kleinkind, aber heutzutage wäre es mir echt zu unsicher. Noch dazu dürfte man ja dann gar keinen Kram im Kofferraum liegen haben – und glaube mir, das habe ich :) Also für mich ein absoultes no go!!!“

Auch Eva zeigt sich eher weniger begeistert: „Ich brauch das auch nicht. Habe mich, seitdem ich im Außendienst bin und auch viel von der Firma geschickt bekomme, für die Filiallieferung angemeldet. Das klappt super. Bekomm ne Info aufs Handy und kann das auf dem Heimweg in der Filiale abholen.“

Mein guter Freund Michael bringt es wie gewohnt sehr kurz und knackig auf den Punkt: „Bullshit!“ und das obwohl er wahrlich kein Technik-Verweigerer ist und eigentlich neumodischen Entwicklungen stets aufgeschlossen ist. Er sieht hier scheinbar auch keinen Mehrwert.

Leonora: „Obwohl wir hier auf dem Land den Boten auch noch persönlich kennen, würde ich es nicht machen. Da hole ich mir die Pakete doch lieber ab…“

…und ich glaube viele weiteren würden auch so entscheiden. Doch wir hatten ja noch ein paar offene Fragen aus dem ersten Beitrag.

Ich wollte wissen:

  • Was passiert wenn der Fahrzeug nicht am vereinbarten Platz steht, z.B. weil man mal kurz weg musste.
  • Wer haftet in einem Schadensfall, z.B. bei Beschädigungen durch den Paket-Boten am Fahrzeug?
  • Ist die im Kofferaum deponierte Sendung versichert? Die Transportversicherung dürfte ja sicherlich mit der Auslieferung erloschen sein.
  • Wer haftet für Fehler im System, z.B. wenn der Fahrer das Fahrzeug nicht verschließen sollte?
  • Wer haftet für Einbruchschäden, z.B. wenn jemand gesehen hat, dass hier Sendungen hinterlegt worden sind?
  • Wo sehen die Automobilhersteller Vorteile gegenüber dem klassischen DHL Angebot, dem Paketkasten? Auch dort können nämlich Pakete vom Kunden platziert werden für die Retournierung.
  • Was wird das System später kosten?

Hier sind ein paar Antworten:

Audi:

„Die Resonanz auf das Mitte 2015 gestartete Pilotprojekt zu Audi connect easy delivery war sehr positiv. Ausgehend von den gewonnenen Erkenntnissen prüfen wir aktuell verschiedene technische Optionen für ein mögliches Serienangebot mit größtmöglichen Kundennutzen. Das Kooperationsprojekt mit DHL und Amazon hat unverändert Bestand, dabei haben alle beteiligten Partner bewusst auf Exklusivitätsvereinbarungen verzichtet. Zu den Detailfragen geben wir gerne Auskunft, falls es zu einem regulären Audi-Angebot kommt und wir dementsprechend das genaue Service-Design darstellen können.“

Hier die Antworten von smart:

Die Detailfragen konnte Audi also noch nicht beantworten, bei smart ist man hier schon etwas weiter, von daher, hier die ausführlichen Antworten auf unsere gestellten Fragen:

Was passiert, wenn das Fahrzeug nicht am vereinbarten Platz steht, z.B. weil man mal kurz weg musste.

„Es wird versucht, die Sendung in der darauffolgenden Nacht erneut zuzustellen. Sollte auch diese Zustellung nicht möglich sein, wird die Sendung in die nächstgelegene Packstation oder Postfiliale weitergeleitet. Der Kunde erhält einen entsprechenden Abholschein in seinen Briefkasten, sowie eine Push-Nachricht auf seinem Smartphone.“

Wer haftet in einem Schadensfall, z.B. bei Beschädigungen durch den Paket-Boten am Fahrzeug?

„Wie bei jeder anderen Form der Zustellung arbeiten die DHL-Mitarbeiter mit sehr hoher Sorgfalt. Sollte es doch einmal zu Beschädigungen kommen, dann haftet DHL für Beschädigungen am Fahrzeug. Das geschieht im Rahmen der branchenüblichen Versicherung für die Zusteller bei der Ausübung ihrer Tätigkeit.“

Ist die im Kofferraum deponierte Sendung versichert? Die Transportversicherung dürfte ja sicherlich mit der Auslieferung erloschen sein.

„Während des Lieferprozesses wird das Fahrzeug die gesamte Zeit von unserem Partner DHL überwacht und sofort wieder verschlossen und verriegelt. Auch falls es beim Wiederverschließen mal zu technischen Problemen kommen sollte, wird das Fahrzeug nicht unverriegelt zurückbleiben – im Notfall wartet der DHL-Fahrer oder wir senden einen smart Service-Mitarbeiter. Angesichts dieses hohen Sicherheitsstandards nehmen wir an, dass die Nutzung des Services den Versicherungsschutz des Kunden nicht beeinträchtigt. Verständlicherweise kennen wir jedoch nicht alle Kfz-Versicherungen und deren Vertragsbedingungen im Detail – im Zweifelsfall sollte der Kunde also am einfachsten seinen Versicherer darauf ansprechen.“

Wer haftet für Fehler im System, z.B. wenn der Fahrer das Fahrzeug nicht verschließen sollte?

„Erst nach erfolgreicher Verriegelung des Kofferraums (mit Schließen der Gepäckraumklappe und Bestätigung via App) wird der Abschluss des Liefervorgangs signalisiert. Andernfalls bekommt zunächst der Zusteller eine Fehlermeldung und eine Aufforderung, das Fahrzeug zu verschließen. Sollte ein technischer Defekt vorliegen, ist der Zusteller angehalten, sich bei einer speziellen Hotline zu melden, sodass das Auto per Remote verschlossen werden kann. In der nächsten Sicherheitsstufe wird dem Kunden auf seinem mobiles Endgerät mitgeteilt, dass sein Fahrzeug nicht korrekt verschlossen wurde.“

Wer haftet für Einbruchschäden, z.B. wenn jemand gesehen hat, dass hier Sendungen hinterlegt worden sind?

„In der Regel werden solche Fälle (Einbruch trotz ordnungsgemäßer Verriegelung des Fahrzeugs) über die Hausratsversicherung abgedeckt, wenn der entsprechende Versicherungsschutz für das Fahrzeug besteht. Verständlicherweise kennen wir jedoch nicht alle Versicherungsvertragsbedingungen im Detail – im Zweifelsfall sollte der Kunde also am einfachsten seinen Versicherer darauf ansprechen.“

Wo sehen die Automobilhersteller Vorteile gegenüber dem klassischen DHL-Angebot, dem Paketkasten? Auch dort können nämlich Pakete vom Kunden platziert werden für die Retournierung.

„Unsere Recherchen haben ergeben, dass eine nicht im ersten Versuch erfolgreiche Zustellung häufig der Schwachpunkt bei Online-Bestellungen ist. Entsprechend hoch ist nach unseren Erwartungen das Interesse an einem solchen Zustellservice. Hinzu kommt, dass smart Fahrer besonders internetaffin und sehr aktive Online-Shopper sind. Als so genannte „early adopters“ sind sie aufgeschlossen gegenüber Innovationen. Das prädestiniert sie als Zielgruppe.“

Was wird das System später kosten?
„Natürlich war die Entwicklung der ausgereiften Hardware sehr aufwändig. Anders als im Bereich der Consumer Electronics müssen wir ja die strengen Automotive-Anforderungen erfüllen. Wir machen den Beta Test jetzt auch, um zu ermitteln, was ein attraktiver Preis für die Hardware sein kann. Klar ist, dass wir möglichst viele Kunden für die Nutzung der Connectivity Box gewinnen wollen.“

Hier die Antworten von Volvo:

Bei Volvo wird das System derzeitig in zahlreichen schwedischen Großstädten getestet. Hier haben wir direkt aus Schweden auch ein paar Antworten bekommen:

Was passiert, wenn der Fahrzeug nicht am vereinbarten Platz steht, z.B. weil man mal kurz weg musste.

„This depends on the delivery company and the agreement we have with them. In the mat.se case, they will contact the customer by phone in order to agree on a new time for the delivery. In most cases, the goods has been sent to the customer’s home. For Postnord (sweden’s biggest logistics company), the goods are sent to your closest service point.“

Wer haftet in einem Schadensfall, z.B. bei Beschädigungen durch den Paket-Boten am Fahrzeug?

Hier ist die Antwort ganz klar und sehr kurz ausgefallen: „The delivery company“ Es bleibt die Frage, wie man eventuelle Schäden später nachweisen kann.

Ist die im Kofferraum deponierte Sendung versichert? Die Transportversicherung dürfte ja sicherlich mit der Auslieferung erloschen sein.

„In Sweden, the goods are the logistics company´s responsibility until the goods are handed over. The same applies to in car delivery. To cover the value of the goods, we have created an insurance product that is valid from when the delivery company has closed and locked the car until when the customer drives away with the car, or up to 8 hours (we can monitor this through our telematics system). The insurance covers up to 20.000 SEK, no deductible.“

Wer haftet für Fehler im System, z.B. wenn der Fahrer das Fahrzeug nicht verschließen sollte?

„If the car cannot be locked again, the logistics company has to stay by the car until the car either can be locked by themselves, by our customer support or by the customer.“

Wer haftet für Einbruchschäden, z.B. wenn jemand gesehen hat, dass hier Sendungen hinterlegt worden sind?

„The insurance company is liable. To keep the risks down, we encourage the delivery company to close the “curtain” and as part of the delivery confirmation we remind the customers not to leave the goods unattended for long periods.“

Wo sehen die Automobilhersteller Vorteile gegenüber dem klassischen DHL-Angebot, dem Paketkasten? Auch dort können nämlich Pakete vom Kunden platziert werden für die Retournierung.

„We see many benefits compared to the traditional logistics offer. We don’t have any “paketbox offer” in Sweden at all, the customers have to go to a service point for receiving or sending the goods. We also have a struggle with the home deliveries, we get a time slot that is 8-17 and no way of contacting the courier. Having the goods delivered to the car is really convenient compared to what the logistics companies are offering today. We are also looking at the return flow and how to implement it into Postnord’s flow.“

Was wird das System später kosten?

„The logistics company set the price for the delivery service. Based on their costs for the service, the price is about the same as for a home delivery.“

Ich übersetze das nun mal nicht, denn eigentlich decken sich ja die Antworten, schön finde ich aber den Hinweis, dass die Volvo-Fahrer das Fahrzeug natürlich nicht zu lange „beladen“ hinterlassen sollen.

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Die Zukunft der Post

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Es tut sich was bei der Zustellung von Briefen und Paketen! Letztens hatte Jens schon über die Lieferung ins Auto berichtet, und ich bin in dem Kontext über die Elektro-Ambitionen der Deutschen Post gestolpert.

Die Deutsche Post stellt mit ihren gelben Zustellfahrzeugen einen großen Fuhrpark. Diese enorme Anzahl an Autos hat folglich auch enorme Auswirkungen – aktuell mit klassischen Antrieben ausgestattet, tragen die Postautos gezwungenermaßen natürlich auch negativ zum Klimawandel bei. Doch das soll sich ändern!

Deutsche Post setzt auf E-Streetscooter

Die Deutsche Post produziert einen elektrobetriebenen Transporter, den Streetscooter. Dieser ist der Startschuss für eine Kehrtwende im Unternehmen, denn mittelfristig soll die gesamte Flotte auf Elektroautos umgestellt werden – von bis zu 70.000 Fahrzeugen ist die Rede.

Streetscooter der Deutschen Post

Scheinbar war der auf Praktikabilität ausgerichtete Wirtschaftsverkehr für die klassischen Autobauer nicht interessant genug, so dass die Deutsche Post selbst in die Konzeption und Entwicklung des Elektro-Transporter eingestiegen ist. Mittlerweile ist der 1.000 Streetscooter produziert und die Ziele wachsen: Man will in die Serien- und Massenproduktion einsteigen und so Kapazitäten von 10.000 Fahrzeugen pro Jahr stemmen können.

Vor allem bei Zustellfahrzeugen, die viel in urbanen Räumen unterwegs sind, macht der Umstieg auf Elektromobilität Sinn! Umweltministerin Hendricks unterstützt die Elektro-Ambitionen der Post: „Gerade der Wirtschaftsverkehr findet in den Städten statt und wird sich in Zukunft noch ausweiten.“ Das Umweltministerium unterstützt das Vorhaben übrigens mit 9,5 Millionen Euro.

Streetscooter der Deutschen Post

Schweizer Modellversuch: selbstfahrende Lieferroboter

Einen Schritt weiter ist die Schweizer Post: Sie setzt in einem Testfeld ab September auf Zustellungen durch selbstfahrende Roboter.

Die kleinen Roboterfahrzeuge werden im Modellversuch von Menschen begleitet, sind im Schritttempo unterwegs und schaffen Distanzen von sechs Kilometern und Lasten von zehn Kilogramm. Auf Grund des eingeschränkten Radius fokussiert sich die Schweizer Post im Modellversuch auf typische Anwendungsbeispiele aus dem Rahmen same-day bzw. same-hour delivery wie beispielsweise Lebensmittel oder Medikamente.

selbstfahrender Lieferroboter der Schweizer Post

Dabei ist der Roboter mit verschiedenen Kameras und Ortungssignalen ausgestattet, um sicher zu navigieren. Wenn es doch mal heikel werden sollte, kann stets über einen Remote-Zugriff eingegriffen und „geholfen“ werden. Da er jedoch bei jeder Fahrt dazu lernt, sollte das nicht lange notwendig sein.

Ziel ist es, die Eignung von Robotern bei der finalen Zustellung zu überprüfen und dann im besten Fall eine Ergänzung im Bereich der Zustelllogistik gefunden zu haben.

Was haltet ihr von den Weiterentwicklungen der Deutschen und der Schweizer Post?

Ich muss sagen, den Einsatz von Elektro-Transportern finde ich eine richtig gute Idee! Wie oft steht der gelbe Post-Bulli mit laufendem Motor vor dem Haus, während der Postbote durch die Gegend flitzt, um alle Briefe und Pakete zuzustellen? Da ist mit Sicherheit einiges an CO2-Einsparungen drin!

Die Roboterzustellung finde ich spannend und würde das gerne mal testen! Aber nun zu euch: Was sagt ihr zu den Neuerungen?

selbstfahrender Lieferroboter der Schweizer Post

Bildquellen:
Streetscooter Deutsche Post: StreetScooter / Deutsche Post DHL Group
Lieferroboter Schweizer Post: DIE POST

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VW Tiguan – mit der Kraft eines GTI

Wenn der VW Tiguan eine Leistungskur erhält, bedient man sich bei Volkswagen logischerweise aus der bestehenden Motorenpalette, wie beispielsweise dem des GTI.

Dabei erhält das kleine SUV wahlweise den bekannten 2.0 TSI-Motor mit 162 kW /220 PS aus dem VW Golf GTI, oder als Diesel den neu entwickelten 2.0 TDI Biturbo mit kräftigen 176 KW/ 240 PS.

Dieser neue Biturbo von Volkswagen gilt aktuell auch als leistungsstärkster Diesel in diesem Segment. Für den traditionellen Sprint von 0 auf 100 km/h benötigt der VW Tiguan damit nur 6,5 Sekunden und beendet den Vorwärtsdrang erst bei einer Höchstgeschwindigkeit von 228 km/h.

 

 

Volkswagen Tiguan R-Line
Kraftmeier – der neu entwickelte TDI mit Biturbo-Aufladung und 240 PS.

 

Dabei werden durch das Sieben-Gang-Doppelkupplungsgetriebe (DSG) und Allradantrieb bis zu 500 Newtonmeter Drehmoment auf die Straße übertragen. Dieser maximale Drehmoment liegt von 1.750 bis 2500 U/min an. Der Durchschnittsverbrauch des TDI beträgt dabei 6,4 l auf 100 Kilometer (nach EU-Norm). Als Visitenkarte des Biturbo-Diesels gilt die Trapezendrohrblenden am Heck des Fahrzeugs.

Der 2.0 TSI-Motor mit 162 kW / 220 PS aus dem GTI bringt den Tiguan ebenfalls in exakt 6,5 Sekunden von 0 auf 100 km und erreicht eine fast identische, nur um acht km/h niedrigere Spitzengeschwindigkeit von 220 km/h. Die 350 Newtonmeter maximaler Drehmoment, welche zwischen 1.500 und 4.000 Umdrehungen pro Minute zur Verfügung stehen, werden auch beim 2.0 TSI serienmäßig mittels Sieben-Gang-Doppelkupplungsgetriebe (DSG) und dem Allradantrieb ‚4Motion‘ übertragen.

Beide Motoren sind ab der Highline-Ausstattungslinie bestellbar.

Der Einstiegspreis für den Tiguan Biturbo-Diesel liegt bei 42.700 Euro und bei 39.625 Euro für den Benziner Tiguan 2.0 TSI.

Text: NewCarz / Fotos: VW

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Kia pro_cee´d GT – Der Sonne entgegen

Mit dem Kia cee´d steigen die Koreaner seit 2007 erneut in die Kompaktklasse ein. Zwischen dem Kia Rio und dem Kia Optima schleißt er eine wichtige Lücke, die insbesondere auf dem deutschen Markt von großer Relevanz ist.

Seit März 2013 wird der Kia cee´d auch als „pro“-Ausführung angeboten.
Der Name pro_cee´d steht im Übrigen für die dreitürigen Varianten des koreanischen Kompakten.

Den Namenszusatz GT erhält der Alpha-Cee´d, welcher mit 204 PS auch dem ein oder anderen deutschen Konkurrenten gefährlich nah an die Stoßstange fahren könnte.

 

Exterieur – Made in Europe

Grundsätzlich ist der Kia cee´d ein Fünftürer. Bei den Versionen mit dem Namenszusatz „pro“ handelt es sich hingegen um Dreitürer im recht sportlichen Kompaktwagenkleid.
Ein erster Blick zeigt die nach vorne hin steil abfallende Linie, welche dem Kia pro_cee´d GT eine stark keilförmige Silhouette verleiht.

 

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Coupé-Keil – Die Silhouette des Kia pro_cee´d GT wirkt gefällig

 

Von vorne betrachtet, unterscheidet sich die GT-Variante vor allem durch eine überarbeitete Frontschürze samt LED-Tagfahrlicht. Dazu gesellt sich ein Kühlergrill mit verchromtem Rahmen plus GT-Logo. Abgerundet wird das GT-Gesicht von einer roten Zierleiste oberhalb der Frontspoilerlippe.

Hierbei sollte erwähnt werden, dass dieses Detail bei gedeckten Lackfarben recht ansprechend wirkt. Bei auffälligen Farben – wie dem „Urbangelb Metallic“ unseres Testwagens – ist es unseres Erachtens doch etwas zu viel des Farbenspiels.

 

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Bunter Hund – Die rote Zierleiste passt besser zu gedeckten Lackfarben

 

Den sportlichen GT-Modellen vorbehalten ist ebenfalls das sehr markante Tagfahrlicht. Vier LED Spots auf jeder Seite sitzen in speziellen Kiemen oberhalb der Nebelscheinwerfer und sorgen für hohen Wiedererkennungswert. Übrigens leuchten diese nicht nur am Tag. Bei eingeschaltetem Abblendlicht verrichten die Spots in gedimmtem Zustand die Arbeit des Standlichtes.

 

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Arbeit für zwei – Das markante Tagfahrlicht fungiert bei Dunkelheit auch als Standlicht

 

Das Heck des Kia pro_cee´d GT kommt für ein Fahrzeug dieser Klasse verhältnismäßig breit daher, was den sportlichen Eindruck abermals unterstreicht. Durch eine spezielle Heckschürze mit integrierten Kiemen sowie dem aufgesetzten Dachkantenspoiler wird dieser Eindruck ein weiteres Mal verstärkt. Die geschwungenen LED-Heckleuchten fügen sich auch bei Dunkelheit harmonisch in die Designlinie des Koreaners ein.

 

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On top – Der Dachkantenspoiler fügt sich harmonisch in das Design des GT ein

 

Die in unserem Testwagen verbaute Rückfahrkamera wurde aufgrund ihrer äußeren Form zu Beginn unseres Testzeitraumes des Öfteren fälschlicherweise zum Öffnen der Heckklappe betätigt. Abseits dieser Zweckentfremdung überzeugte sie jedoch mit einem ausgesprochen klaren und kontrastreichen Bild.

 

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Verwechslungsgefahr – Die Rückfahrkamera wird oftmals nicht sofort als selbige erkannt

 

Bei kritischer Betrachtung fallen darüber hinaus – anders als die verkleidete Rückfahrkamera – die beiden inneren Parksensoren auf, welche durch ihre schwarze Farbe eindeutig als solche zu erkennen sind. Während die beiden äußeren Sensoren in den schwarzen Kiemen verbaut sind, sorgen die besagten inneren Exemplare für einen etwas unschönen Kontrast, der sich jedoch im Großen und Ganzen nicht merklich auf die Heckansicht auswirkt.

 

Interieur – Optik passt, Haptik fast

Schon bei der ersten Sitzprobe fallen die straffen, aber komfortablen Sitze auf. Sie sind es im Übrigen auch, die den sportlichen GT doch für die ein oder andere Langstrecke eignen. Von Recaro stammend, warten sie mit anteiliger Belederung und überdurchschnittlich gutem Seitenhalt auf.

 

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Prädikat: Sportlich-straff – Die Recaro-Sitze bieten eine angenehme Balance aus Seitenhalt und Langstreckenkomfort

 

Einzig die unteren Seitenwangen wiesen schon bei unserem Testfahrzeug erste Abnutzungserscheinungen auf, welche durch häufiges Ein- und Aussteigen forciert werden dürften. Als optisches Highlight erweisen sich die roten Kontrastnähte sowie das „GT“-Logo, welches sich auf den Sitzlehnen befindet. Zudem verfügen die manuell einstellbaren Sitze über eine elektrische Lendenwirbelstütze, was dem Komfort ausgesprochen zuträglich ist.

Ein Blick auf die Kommandozentrale zeigt ein Mekka für Ordnungsliebhaber. Alles ist aufgeräumt, die Mittelkonsole ist in zwei Segmente unterteilt. Die obere Einheit besteht aus einem sieben Zoll großen Touchscreen inklusive zwölf darum liegenden Knöpfen.
Direkt darunter befinden sich vier Tasten, welche für die Sitzheizung von Fahrer und Beifahrer, die Zentralverriegelung und das ESP zuständig sind.

 

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Aufgeräumt – Das Interieur des GT ist ausgesprochen übersichtlich, die Bedienung intuitiv

 

Die untere Einheit befasst sich schlicht und ergreifend mit der Bedienung der Klimaanlage. Die Zwei-Zonen Klimaautomatik leistete während unseres gesamten Testzeitraumes hervorragende Arbeit und fiel insbesondere durch ihr geringes Geräuschniveau positiv auf.

Das perforierte Lederlenkrad liegt ausgesprochen gut in der Hand und vermittelt dank der abgeflachten Unterseite einen Hauch Rennsportgefühl. Leider deckt sich dieser erste Eindruck nicht mit den vielen Tasten und Kippschaltern – ein starker Kontrast zum Rest des Cockpits. Diese bedürfen einer langen Eingewöhnungszeit und man ist selbst dann noch geneigt, die ein oder andere Taste hin und wieder zu vertauschen. Hier wäre weniger definitiv mehr.

 

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Kommando-Volant – Das griffige Lenkrad ist mit 14 Tasten etwas überladen

 

Insgesamt lässt das Interieur des Kia pro_cee´d GT kaum Wünsche offen. In puncto Bedienung spielt der Koreaner ganz vorne mit und auch die Verarbeitungsqualität ist auf einem Niveau, welches sich ganz und gar nicht verstecken muss. Anders sieht es mit der Materialauswahl aus.

Hier treffen weiche Softouch-Oberflächen in den oberen Bereichen auf hartes Plastik in den unteren Regionen, wobei letztere den Gesamteindruck etwas trüben. Wir hoffen, dass dies jedoch bereits erkannt und spätestens beim nächsten Modell geändert wird. Denn: viel mehr gibt es im Innenraum nicht zu beanstanden.

 

Technik & Assistenz – Weniger ist im GT mehr

Das im Kia pro_cee´d GT verbaute Infotainmentsystem lässt nahezu keinen Wunsch offen. Eine Bluetooth Freisprecheinrichtung ist ebenso an Bord wie ein Digitalradio und ein Navigationssystem samt Verkehrszeichenerkennung.

 

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Ohne Kompromisse – Das Navigationssystem des pro_cee´d überzeugte im Test

 

Unser Testwagen verfügte zudem über ein schlüsselloses Zugangs- und Startsystem. Deutlich erkennbar ist dieses beim Kia pro_cee´d GT an den gummierten Tasten an den Türgriffen, die vor allem bei der gelben Außenlackierung für einen deutlichen Kontrast sorgen. Gestartet wird schließlich über einen Startknopf, welcher in Höhe eines konventionellen Zündschlosses liegt.

Mittels Taste wird der Kia pro_cee´d GT geöffnet...
...der Startknopf erweckt das Triebwerk zum Leben.

 

Links vom Lenkrad befindet sich ein kleines Tastenfeld, wo unter anderem die Lenkradheizung und der Spurverlassenswarner aktiviert beziehungsweise deaktiviert werden.
Eine Etage darüber können die Außenspiegel elektrisch eingestellt und auf Wunsch per Knopfdruck auch eingeklappt werden.

 

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In Griffnähe – Das kleine Tastenfeld aktiviert unter anderem Lenkradheizung und Spurverlassenswarner

 

Der Kia pro_cee´d GT wird in zwei Varianten angeboten, Challenge und Track. An dieser Stelle empfehlen wir die letztgenannte Variante, da diese über eine wesentlich umfangreichere Serienausstattung verfügt. Unter anderem sind hervorragend ausleuchtende Xenon-Scheinwerfer an Bord, welche im Praxistest mit einer superben Lichtausbeute und einer angenehmen Homogenität glänzten.

 

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Fernlicht adé – Die extrem hellen Xenon-Scheinwerfer machen das Halogen-Fernlicht quasi überflüssig

 

Das Fernlicht ist hingegen in klassischer Halogentechnik ausgeführt und kann den gleißend hellen Gasentladungslampen in keiner Hinsicht das Wasser reichen. Das heißt, dass bei Nachtfahrten das Fernlicht getrost ausgeschaltet bleiben kann.

 

Motor & Fahreindrücke – Mit 204 Pferden gegen die Konkurrenz

Angetrieben wird der Kia pro_cee´d GT ebenso wie sein fünftüriges Pendant von einem 1,6 Liter starken Vierzylinder mit Turboaufladung. 204 PS leistet der stärkste Cee´d – ein respektabler Wert für den nur rund 1,4 Tonnen schweren Kompakten.

Bereits auf den ersten Metern wird deutlich, welche Zielgruppe mit dem Kia pro_cee´d GT erreicht werden soll. Die stramme Kupplung und das knackige Getriebe lassen den ersten Gang einrasten. Geschaltet werden kann bereits bei weit weniger als 2.000 Umdrehungen, aber es geht auch anders.

 

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Kraftpaket – Der 1,6-Liter-Vierzylinder-Turbomotor generiert 204 PS

 

Werden die Gänge hoch ausgedreht, schöpft der Koreaner sein Potential aus und stemmt seine 265 Newtonmeter über die Vorderräder in den Asphalt. Zack, Gang Nummer zwei. Nach 7,6 Sekunden stehen 100 km/h auf dem Tacho – rein subjektiv fühlt sich dieser Sprint jedoch schneller an. 230 km/h beträgt die Höchstgeschwindigkeit des GT, welche doch recht spielend erreicht werden.

 

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Alpha-cee´d – Der pro_cee´d GT verleugnet seine Herkunft nicht

 

Als Kurvenräuber entpuppt sich der Kompaktsportler vor allem auf der Landstraße und bei trockener Fahrbahn. Hier giert Kia quasi nach jeder Kurve und stürzt sich mit Inbrunst in selbige, wenn man ihn denn lässt. Dem Umstand geschuldet, dass der Kia pro_cee´d GT ein frontgetriebenes Fahrzeug ist, neigt er bei nasser Fahrbahn dazu, im Grenzbereich über die Vorderräder zu schieben.

 

Die zwei Charaktere

Am Lenkrad des Kia pro_cee´d GT befindet sich griffgünstig gelegen eine gewölbte Taste mit dem Aufdruck „GT“. Wird diese Taste gedrückt, wechselt das Fahrzeug adhoc seine Persönlichkeit, was sich sowohl akustisch als auch im Fahrverhalten widerspiegelt.

 

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GT-Button – Auf Knopfdruck wird der Kompaktsportler zum Wolf

 

Darüber hinaus gibt es fürs Auge noch eine Änderung der Cockpitanzeigen, sodass im GT-Modus neben der digital angezeigten Geschwindigkeit das anliegende Drehmoment und der Ladedruck jeweils im Stil eines Balkendiagramms angezeigt werden.

 

Fazit – Die koreanische Alternative

Am Ende ziehen wir ein Resümee. Der Kia pro_cee´d GT bietet ein rundes Paket mit einer gesunden Portion Sportlichkeit, ohne dabei die Alltagstauglichkeit spürbar einzuschränken.

 

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Design made in EU – Der Kia cee´d ist das erste Modell, das komplett in der Eu designed wurde

 

Die solide Verarbeitungsqualität und das europäische Design lassen den koreanischen Kompakten nicht nur zum Blickfänger werden, sondern schaffen auch einen „Feelgood-Effekt“ für Fahrer und Passagiere.

 

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Seven years – Sieben Jahre Garantie gibt es auch für den Sportsfreund

Im Vergleich zum Platzhirsch – dem aktuellen VW Golf GTI – bietet er rund 16 PS weniger, was in der Praxis per se eher zu vernachlässigen ist. Die sieben Jahre Garantie und die umfangreiche Serienausstattung schieben den Koreaner in Verbindung mit dem gefälligen Design auf jeden Fall unter die Top 10 der aktuellen Kompaktsportler.

Text/Fotos: NewCarz

Kamera/Objektiv: Canon EOS 7D Mark II / Canon EF 35mm f/1,4 L USM

Technische Daten: Kia pro_cee´d GT Track 1.6 T-GDI

Länge x Breite x Höhe (m): 4,31 x 1,78 x 1,43

Motor: Vierzylinder-Turbo-Motor

Leistung: 150 KW (204 PS)

Hubraum: 1.591 ccm

Max. Drehmoment: 265 Nm

Getriebe: 6-Gang-Schaltgetriebe

Antrieb: Frontantrieb

Durchschnittsverbrauch (NEFZ-Norm): 7,4 L/100 km

CO2-Emissionen: 170 g/km

Abgasnorm: Euro 6

Höchstgeschwindigkeit: 230 km/h

Beschleunigung von 0 auf 100 km/h: 7,6 Sekunden

Leergewicht: 1.395 kg

Kofferraumvolumen: 380 – 1.225 l

Kraftstofftank: ca. 53 Liter

 

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Ford Mustang Cabriolet – Test – Fahrbericht

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Der Ford Mustang. Das Wildpferd. Ein typisch amerikanisches Fahrzeug. Hier in Deutschland zu bekommen als Coupé und als Cabriolet. Das Coupé konnten wir als Ford Mustang GT fahren, unter der Haube war ein 5,0 Liter V8. Beim Ford Mustang Cabriolet haben wir uns zum Vergleich mal den 2,3 Liter unter die Haube geholt – ob der genauso viel Spaß macht?

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Ford Mustang Cabriolet Design Check

Ich steh auf leicht amerikanische Fahrzeuge, die noch etwas eigenständiges haben, nicht so rundgelutscht sind. Fahrzeug wo man auf dem ersten Blick erkennt: Das ist ein… Mustang!

Gibt es nicht mehr viele von – doch, der Mustang hat seinen eigenen Style und das gefällt mir. Zugeben muss ich aber auch, dass es in den letzten Jahrzehnten auch Mustangs gab, die ich nicht mal mit der Kneifzange anfassen würde, aber die aktuellen Modelle sind genau mein Fall!

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Das in Bright Silber Metallic lackierte Fahrzeug fällt auf, noch mehr würde es sicherlich in einem satten Rot oder einem knalligen Gelb auffallen. Wer wünscht sich nicht auch mehr Farbe im Straßenverkehr? Silber wirkt er natürlich edel.

Groß ist das Fahrzeug: 2,08 Meter breit! Der Radstand beträgt 2,72 und der Platz zum Wenden muss mindestens über ein Radius von 12,2 Meter verfügen. Das 4,78 Meter lange Cabriolet lässt per Tastendruck die Sonne rein, vorher muss man das Dach noch von Hand entriegeln. 10 Sekunden dauert der Öffnungsvorgang, der leider nicht während der Fahrt funktioniert.

Ford Mustang Cabriolet Motor Check

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2,3 Liter, 317 PS, Frontmotor, Heckantrieb, manuelle Handbremse! Klingt schon geil, oder? Okay, V8 klingt besser, weiß ich. Aber wenn die 432 Nm an der Kurbelwelle reissen, dann schafft dieses Ford Mustang Cabriolet auch den 0-100 km/h Sprint innerhalb von 5,9 Sekunden und 234 km/h Höchstgeschwindigkeit reichen auch aus, denn schneller geht es kaum noch und offen sowieso nicht.

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Ford Mustang Cabriolet Verbrauch Check

NEFZ verspricht euch was von 9,8 Liter auf 100 km, wegen der Automatik. Doch das wird nicht klappen, nicht mit der Automatik. Handgerissen kann man den Mustang mit dem kleinen Motor sicherlich um die zehn Liter bewegen, aber wer will das überhaupt?

Der größere und viel besser klingende V8, ja das wäre der Motor meiner Wahl und die Automatik? Ne, will ich in einem Mustang auch nicht haben, hier will ich selber schalten und nach der ersten Probefahrt mit dem Cabrio habe ich das 6-Gang Schaltgetriebe, was ich im V8 Mustang Fastback hatte, auch schon vermisst.

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Optisch betrachtet ist der Ford Mustang – meiner Meinung nach – das attraktivste Pferdchen im kompletten Ford-Stall. Aber wenn ich ihn kaufen würde, dann (wie nun schon drei mal erwähnt) mit dem großen 5,0 Liter V8! Aus Imagegründen, aus Klanggründen und vor allem, weil es auch finanziell gar nicht mehr so sehr ins Gewicht fällt.

Ford Mustang Cabriolet Kosten Check

Ich bin Cabrio-Fan und das Ford Mustang Cabrio ist auch wirklich wunderschön, dennoch würde ich zum Mustang GT greifen. Der startet preislich ab 38.000 Euro, für das Cabrio sind mindestens 42.000 fällig. Das sind Kompaktklassen-Preise für ein Fahrzeug, welches euch ein Fluchtfahrzeug sein kann. Ein Fahrzeug was euch ausbrechen lässt aus dem Alltagstrott. Ein Fahrzeug was so anders ist, teilweise auch etwas unvernünftig, sicherlich nicht in allen Punkten perfekt, aber irgendwie Kult.

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Ford Mustang Cabriolet Innenraum Check

Es sind auch die Kleinigkeiten, die begeistern. Sei es das Ford Mustang Logo, der amerikanisch wirkende Innenraum oder einfach nur das zeitlos schöne Design.

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Obwohl das SYNC 2 Infotainment (noch) nicht via Apple Car Play mit meinem mobilen Device gekoppelt wird, kann ich ohne Probleme via USB meine Musik abspielen und sogar neue Musik via Spotify streamen. Auf eine Titelanzeige musste ich in dem Fall auch nicht verzichten. Kleinigkeiten! Zugegeben, bei jedem anderen Fahrzeug hätte ich das nun schon stark kritisiert und als nicht mehr State of the Art umschrieben, aber hey – das ist ein Mustang!

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Ford Mustang Cabriolet Kofferraum Check

Dem Mustang verzeiht man solche kleine Dinge, apropos Kleinigkeiten. Das Kofferraumvolumen vom Cabriolet ist natürlich etwas eingeschränkt: 332 Liter verbleiben. Die Zuladung liegt bei maximal 512 kg. Gar kein schlechter Wert, wenn man bedenkt, dass es auf den hinteren beiden Sitzen kaum Platz gibt für ausgewachsene Personen, oder?

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Ford Mustang Cabriolet Fahreindruck Check

Das Cabriolet wiegt knapp 1,7 Tonnen leer – gar kein schlechtes Gewicht, wenn man 317 Pferde davorschnallt oder? Schade, dass die Wandler-Automatik nicht mithalten kann, weder mit dem sportlichen Turbomotor, noch mit der sportlichen Optik. Ich würde die Wandlerautomatik gut und gerne als Spaßbremse bezeichnen wollen.

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Die Lenkung ist okay, sie ist nicht die direkteste, das Fahrwerk ist auch nicht das straffste, aber wie schon erwähnt – ich bin gewillt – solche kleinen Kritikpunkte positiv zu übersehen, kennt ihr das? Wenn ihr euch gerade in irgendjemanden oder in irgendetwas verliebt, dann schaut man großzügig über kleine Punkte hinweg. Allerdings kenne ich mich, mich würde es vermutlich dann doch irgendwann stören:

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Also Lenkung könnte direkter sein, das Fahrwerk etwas straffer. Die Bremsen finde ich ausreichend groß dimensioniert und die lassen sich auch sauber dosieren.

V8 hin und her, Kraft hat der 2,3er Benziner trotzdem, soviel Kraft, dass er das Heck durchaus bewegen kann. Nach vorne und auch zur Seite, selbst mit eingeschalteten ESP sind beindruckende Drift-Winkel möglich. Macht man natürlich nicht, nein. So etwas lässt man im Straßenverkehr. Aus Rücksicht auf die anderen Verkehrsteilnehmer.

Die hingegen mögen so einen Mustang. Hier und dort einen Daumen hoch, hier und dort ein anerkennendes Nicken und das kann ich komplett verstehen.

Das mag ich gar nicht: Der Tankdeckel ist nicht abschließbar. Hinter dem Tankdeckel gibt es den Easy-Fuel-Verschluss. Normalerweise liebe ich den ja, also zur Tankstelle, Klappe auf, Rüssel rein. Aber warum ist der Tankdeckel hier nicht abschließbar, sowas ging schon beim VW Golf 3 über die Zentralverriegelung zu – warum nicht bei einem nigelnagelneuen Ford?

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Die Vorteile des Easyfuel sind gering: Es muss kein Tankdeckel aufgedreht werden, man macht sich die Finger ggf. nicht so schmutzig. Die Nachteile überwiegen hier meine Meinung nach: Kein absperrbarer Verschluss, die Zapfpistole kann sich manchmal verklemmen, mit einem Reservekanister kann es auch Komplikationen geben und bis zum Rand befüllen ist so natürlich auch nicht möglich. Davon mal ab, ich tanke sowieso nur noch bis es Klack macht.

Ford Mustang Cabriolet Kaufberatung

Wenn ihr mich fragt, dann gehört in den Mustang der V8. Klar, ich bin auch für den Umweltschutz und natürlich ist ein kleinerer Motor bestimmt vernünftiger, aber muss man immer vernünftig sein. Nein!

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Der V8 klingt besser, fährt besser, kostet nicht wirklich viel mehr und der Verbrauchsunterschied ist auch nicht so maginal, auch wenn ich normalerweise ein Fan bin von automatisierten Schaltvorgängen, erspart euch die Automatik hier, greift zum Schaltgetriebe.

Ford Mustang Cabriolet Fazit und Zielgruppen-Check

Der Ford Mustang ist sicherlich nicht das beste Cabriolet was man auf dem Markt bekomme kann, meiner Meinung nach aber eines der attraktivsten und am Ende zählt ja auch immer noch etwas die Optik. Ich würde mir wünschen, dass man das Dach auch während der Fahrt öffnen und schließen könnte und wie schon erwähnt, in meinem Traum-Mustang wäre der V8 unter der Haube, denn der passt wie die bekannte Faust aufs Auge.

Ford Mustang Cabriolet für Singles / Paare? Der Kofferraum vom Cabriolet ist etwas kleiner, aber Singles und Paare sollten damit keine Probleme bekommen.

Ford Mustang Cabriolet für Familien mit einem Kind? Wenn das erste Kind kommt, ist das kein Grund, den Mustang zu verkaufen. Kindersitze passen in die ausgeformten Sitzschalen, auch wenn es umständlich ist, die Kinder anzuschnallen. Hinten zieht es ganz schön, wenn das Dach offen ist, darauf sollte man natürlich achten, wenn man mit Kindern unterwegs ist. Ein faltbarer Buggy passt in den Kofferraum.

Ford Mustang Cabriolet für Familien mit zwei Kinder? Tja, irgendwann wird es einfach auch eng in dem Fahrzeug, spätestens wenn die Kinder größer werden und ggf. mehr Beinfreiheit benötigen, dann sollte man sich überlegen, ob man das Cabrio wirklich als Alltagsfahrzeug fahren möchte. Zwei Kindersitze passen hinein, das wäre nicht das Problem und ein Cabriolet ist natürlich auch kein Kombi, aber es wäre immer ein Kompromiss.

Ford Mustang Cabriolet für Best Ager? Warum nicht? Okay, der Einstieg in den Mustang fällt selbst mir inzwischen nicht mehr so leicht. Die langen Türen brauchen auch ihren Platz, aber wer den zweiten Frühling noch mal so richtig genießen will, der darf das auch im Mustang tun.

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Die beliebtesten Hochzeitsautos!

Die „High-Season“ der Hochzeiten 2016 geht zu Ende. Im letzten Jahr wurden über 400.000* Ehen in Deutschland geschlossen. Viele Hochzeiten werden groß gefeiert, eine Gästeliste von 100 Personen und mehr ist längst keine Seltenheit.

Alles wird bis ins letzte Detail geplant, Hochzeiten haben heutzutage einen „roten Faden“, der sich durch die gesamte Inszenierung zieht. Die Trauung in der Kirche oder an einem wunderschönen Fleckchen Erde, die Braut kommt vorgefahren – in ihrer alten Rostlaube aus dem Jahr 1995?

Nein, das Hochzeitsgefährt muss natürlich auch stimmen und in das „Gesamtkonzept“ passen (s. „Roter Faden“) – da kann Braut nicht einfach mit dem eigenen Fahrzeug vorfahren, was sollen denn da die Gäste denken?

Von Oldie über Elektro bis zum Luxusschlitten

Für viele Paare ist dieser besondere Tag ein guter Grund, sich einmal DAS Traumauto zu leihen, schließlich heiratet man nur einmal. Die Auswahl der Hochzeitsautos ist groß – genauso wie die Preisspanne!

Nach erster Recherche fällt auf, dass die Preise bei 60 Euro pro Tag beginnen. In Hinblick der Gesamtkosten von so einer Hochzeit nur ein Tropfen auf den heißen Stein. Aber, wie gesagt, das ist die unterste Preiskategorie, immerhin für Autos im Luxussegment (Mercedes, BMW, Audi).

Schnell steigen die Preise bei besonderen Oldtimern auf 350 Euro für drei Stunden oder auf 650 Euro für den ganzen Tag. Ein Schnäppchen im Vergleich zum Lamborghini Gallardo LP 560 Spider: der 500 PS starke Sportflitzer ist ab 920 Euro pro Tag zu haben!

Anbei eine Auswahl der Hochzeitsauto von einigen Zeremonie, die ich besucht habe:

Hochzeits-Mercedes_Cabrio_1200x800 Hochzeits-Mercedes_ohne AKZ_1200x800 Hochzeits-Porsche_ohne AKZ_1200x800 Hochzeits-Tesla_1200x800Hochzeits_Rolls Hochzeits-Oldie-1067x800

Blumenschmuck und Autodeko zur Hochzeit

Auch beim Thema Auto- und Blumenschmuck gibt es einiges zu beachten: hat das Fest ein bestimmtes Thema, so muss der Blumenschmuck auf den Hochzeitsautos natürlich darauf abgestimmt sein (s. „Roter Faden“). Die Blumengestecke gibt es in allen möglichen Formen, Farben und mit jeder Blume, die gerade Saison hat und die sich die Brautleute wünschen – häufig als V oder in Herzform.

Wenn das Auto gemietet wird, kann man bei dem Anbieter in der Regel den Blumenschmuck direkt mit ordern. Ab 20 Euro bekommt man schon diverse Blumengestecke, je höher die Ansprüche, desto höher auch der Preis – das versteht sich von selbst🙂. In der Regel liegen die Kosten hier zwischen 100-250 Euro.

Blumenschmuck in Herzform

Blumenschmuck in Herzform

Doch prinzipiell ist so ziemlich alles möglich – solange es dem Fahrer nicht die Sicht versperrt! So schön der Blumenschmuck auch ist, er muss vor allem eines sein: verkehrssicher!

Dazu zählt nicht nur die unbehinderte Sicht für den Fahrer sondern auch die fachgerechte Befestigung. Außerdem darf das Kennzeichen auf keinen Fall verdeckt sein.

Wie wird der Blumenschmuck richtig befestigt?

Bei der Befestigung der Blumen auf den Hochzeitsautos gibt es zwei gängige Methoden: Entweder mit einem Magneten oder einem Saugnapf.

Mietet man sich ein Auto bei einem Verleiher und lässt den Blumenschmuck nicht von diesem anbringen, so muss unbedingt vorab geklärt werden, was erlaubt ist und was nicht. Vor allem beim Anbringen mit Magneten ist Vorsicht geboten. Werden die Blumen nicht richtig angebracht, so dass sie während der Fahrt verrutschen oder gar wegfliegen, besteht die Gefahr, dass die Motorhaube verkratzt wird. Deshalb wird diese Methode besonders bei teuren oder seltenen Autos nicht verwendet. Und mal ehrlich: Auch der Lieblingsonkel, der bereitwillig seinen schönen Mercedes zur Verfügung stellt, möchte ihn später nicht mit zerkratzter Motorhaube zurück haben…

Deshalb ist die „Saugnapf-Methode“ deutlich schonender. Man muss aber auch hier darauf achten, dass der Schmuck fest und sicher angebracht ist und nicht bei der Fahrt verrutschen kann. Natürlich sollte man nicht zu schnell fahren. Am besten, man erkundigt sich beim Floristen, welche Geschwindigkeit erlaubt ist. Meist sind es maximal 80 km/h.

*Quelle: Statista

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